Raritäten & Neuimporte im Fokus 134

Raritäten & Neuimporte im Fokus 134

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

Quelle: aqua-global
Quelle: aqua-global

oben links: Channa aff. bleheri „Flame Fin/Chocolate“ 

Einen ganz besonderen Vertreter der Schlangenkopffische der Gattung Channa erhielt aqua-global vor kurzem aus Indien. Auf den ersten Blick erinnert dieser Fisch in Körperform und Färbung sehr stark an Channa bleheri. Jedoch besitzen die noch recht jungen Exemplare jetzt schon einen markanten Unterschied, sie zeigen häufig gleich mehrere schwarze Flecken im hinteren Bereich der Rückenflosse. Bei guter Pflege färben sich diese Tiere im Alter extrem dunkel und bilden als Kontrast leuchtend rote Flossenränder aus. Dies hat Ihnen auch die Bezeichnung „Flame Fin“ eingebracht. Optimal für die Pflege scheint eine in den Wintermonaten auf etwa 16-18 °C abgesenkte Wassertemperatur zu sein. Die Tiere dürften nur eine Maximallänge von etwa 20 cm erreichen.

oben rechts: Macrognathus lineatomaculatus 

Der letzte Import des in Indien beheimateten Punktlinien-Stachelaals durch aqua-global lag mittlerweile schon einige Jahre zurück, so dass sie sich freuten, diesen attraktiven Macrognathus wieder einmal auf den Importlisten zu entdecken. Erstaunlicherweise erhielten sie kurze Zeit nach den Importen auch noch europäische Nachzuchten dieser Art, die in der Jugend eine sehr hübsche rote Schwanzfärbung zeigt. Die attraktive Art zählt mit einer Maximallänge von unter 20 cm zu den kleineren und dem entsprechend am einfachsten zu pflegenden Stachelaalen. Sie liebt feinen Bodengrund, in den sie sich auch gerne eingräbt und ist sehr gesellig.

unten links: Erethistes pusillus 

Ebenfalls aus Indien kommen die kleinen Welse aus der asiatischen Welsfamilie Erethistidae, aus der nur wenige Arten überhaupt aquaristisch bekannt sind. Erethistes pusillus wird häufig mit dem ähnlichen Hara hara verwechselt und fälschlich als dieser angesprochen, ist jedoch einfach anhand der Bedornung des Brustflossenstachels von diesem zu unterscheiden. Die Art ist außer in Indien auch noch in Bangladesh und Myanmar verbreitet und bewohnt bevorzugt schlammige Bereiche von Flüssen mit dichter Vegetation. Dem entsprechend fühlt sie sich im bepflanzten Aquarium sehr wohl, ist völlig friedlich und nicht schwierig zu pflegen, ja sogar im Aquarium zu vermehren. Die nur etwa 5 cm groß werdenden Welse können mit feinerem Lebend- und Frost- sowie mit Trockenfutter ernährt werden. Die Pflege kann in Leitungswasser bei 20-26 °C erfolgen.

unten rechts: Lepidocephalichthys thermalis 

Die Vertreter der Gattung Lepidocephalichthys sind tropische Verwandte der Steinbeißer der Gattung Cobitis und mit mehr als 20 Vertretern auch eine recht artenreiche Gruppe. Aus Sri Lanka konnte aqua-global nun L. thermalis importieren, der auch in Indien weit verbreitet ist und deshalb den Trivialnamen Indischer Steinbeißer trägt. Die friedliche und gesellig lebende Art sollte zumindest in einer kleinen Gruppe gepflegt werden und erreicht eine Maximallänge von etwa 8 cm. Sie bevorzugt feinen Bodengrund, in den sie sich gerne eingräbt und in dem sie nach Nahrung gründelt. Der Indische Steinbeißer sollte bei etwa 22-26 °C gepflegt werden und frisst problemlos Trockenfutter.

Quelle: aqua-global

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