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Raritäten & Neuimporte im Fokus 196

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

Quelle: Frank Schäfer - Aquarium Glaser
Quelle: Frank Schäfer – Aquarium Glaser

oben links: Acheilognathus macropterus – Riesenbitterling

Erstmals hat Aquarium Glaser diesen herrlichen Bitterling über Hongkong erhalten. Mit über 25 cm Länge soll er der größte Bitterling überhaupt sein. Die Exemplare sind 6-8 cm lang und völlig ausgefärbt. Möglicherweise handelt es sich auch um eine andere Art, die Bitterlinge sind eine ziemlich unübersichtliche Fischgruppe. Auf jeden Fall sind die farbenprächtigen Tiere aber eine fantastische Bereicherung für die Aquaristik.

oben rechts: Amaralia hypsiura

Bratpfannenwelse sind etwas für Liebhaber ruhiger Fische. Man könnte auch sagen von Phlegmatikern. Ohne Not schwimmen diese Tiere nämlich keinen Millimeter. Dafür bestechen sie durch ihre wirklich absonderliche Gestalt. Der merkwürdigste alle Bratpfannenwelse ist wohl Amaralia hypsiura. Diese etwa 12 cm lang werdende Spezies ist über weite Teile Südamerikas verbreitet und leicht an der verkümmerten Rückenflosse zu erkennen. Bis vor wenigen Wochen war nur eine einzige Art der Gattung bekannt, nämlich Amaralia hypsiura, kürzlich wurde aus dem Paraná-Paraguay-System eine zweite Art, A. oviraptor beschrieben. Sie unterscheidet sich kaum von A. hypsiura.

Die gezeigten Exemplare stammen aus Venezuela. Im Zuge der Beschreibung der neuen Art wurde bei Magenuntersuchungen festgestellt, dass beide Amaralia-Arten sich vorwiegend von Laich und frischgeschlüpften Jungtieren mit großem Dottersack anderer Fische, wohl meist von Harnischwelsen, ernähren.

Wenn Amaralia sich bedroht fühlen, pressen sie den Schwanz seitlich an den Körper und imitieren so eine Hülsenfrucht (z.B. Mucuna sp.).

Leider werden Amaralia, obwohl sie sehr weit verbreitet und nirgends selten sind, kaum von den Exporteuren angeboten.

unten links: Apistogramma borelli WILD

Aus Paraguay stammen die bildschönen Wildfänge dieser Zwergbuntbarsche. Die Art gehört zu den diensältesten aller im Aquarium gepflegten Apistogramma-Arten. Die prächtigen Männchen sind fast doppelt so groß wie die Weibchen. Die friedliche und hübsche Art kann im Sommer sehr gut im Gartenteich oder Freiluftaquarium gepflegt werden.

unten rechts: Brevibora dorsiocellata – Augenfleck-Bärbling

Der Augenfleck-Bärbling, Brevibora dorsiocellata, ist ein altbekannter Aquarienfisch, der jedoch in den 1980er Jahren etwas in Vergessenheit geriet. Es ist Herrn Takashi Amano aus Japan zu verdanken, dass das Tierchen eine Renaissance erlebte, denn er besetzte gerne seine stylischen Aquarien mit einem Schwarm dieser netten Rasbora-Verwandten, was wirklich ein zauberhafter Anblick ist.

Die Gattung Brevibora wurde 2010 von Rasbora abgespalten. Gegenwärtig sind vier Arten wissenschaftlich beschrieben; bei den Erstbeschreibungen unterliefen den Wissenschaftlern aber leider einige Fehler, weshalb sich die Namen bald noch ändern werden. Aquarium Gläser behält darum den aquaristisch am besten bekannten Namen – Brevibora dorsiocellata – bei.

Augenfleck-Bärblinge sind völlig anspruchslose Tierchen, die jeder Anfänger mit gutem Erfolg pflegen kann. Nur eines sollte man beachten: nur im Schwarm (10 Tiere, je mehr, je besser) wirken sie richtig gut; wahrscheinlich fühlen sie sich dann auch am sichersten und zeigen ihre dezenten, aber hübschen Farben am besten.

Quelle: http://www.aquariumglaser.de/

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