Von schillernden Salmlern über fleißige Bodengraber bis zur seltenen Dornauge
Hey Aquarianer!
Bereit für eine Entdeckungsreise der besonderen Art? Jeden Sonntag tauchst du mit uns tief ein in die faszinierende Welt der Aquaristik! Hier im Blog geben wir dir exklusive Einblicke in neue Arten und seltene Schätze – von prächtigen Zierfischen bis hin zu spannenden Wirbellosen wie farbenprächtigen Garnelen und charakterstarken Krebsen. Unser Fokus liegt ganz auf den schillernden Bewohnern deiner Unterwasserwelt!
Entdecke bisher unbekannte Aquarienbewohner, die oft durch ihre einzigartigen Farben, Formen oder Verhaltensweisen begeistern und nur selten im regulären Handel zu finden sind. Ob du nun nach Inspiration für dein Süßwasseraquarium suchst oder dein Wissen über exotische Spezies erweitern möchtest, hier wirst du fündig. Dank der engen Zusammenarbeit mit unseren zuverlässigen Partnern aus dem Großhandel und der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), garantieren wir dir jede Woche frische Informationen und spannende Neuheiten.

Hier sind die fünf korrigierten Texte ohne Formatierungen, direkt zum Kopieren.
Nematobrycon palmeri – Kaisersalmler (EUNZ)
Der Kaisersalmler (Nematobrycon palmeri) ist ein eleganter und relativ robuster Süßwasserfisch, der in der Aquaristik sehr geschätzt wird. Diese Art erreicht eine durchschnittliche Größe von etwa 5–6 cm, wobei Männchen meist etwas größer werden und durch ihre verlängerten Flossen, insbesondere die mittleren Schwanzflossenstrahlen, und eine intensivere Farbgebung auffallen. Ihr Körper ziert ein markantes schwarzes Längsband, das von irisierenden Blau- oder Violetttönen flankiert wird. Als europäische Nachzucht (EUNZ) sind diese Tiere in der Regel gut an Aquarienbedingungen gewöhnt und widerstandsfähig.
Kaisersalmler sind Gruppenfische und sollten in einer Gruppe von mindestens 6–8 Individuen gehalten werden, um ihr natürliches Verhalten zu zeigen und Stress zu vermeiden. Männchen können untereinander Reviere bilden und Imponiergehabe zeigen, was in ausreichend großen Becken jedoch selten zu ernsthaften Auseinandersetzungen führt. Sie sind überwiegend friedlich und eignen sich hervorragend für gut bepflanzte Gesellschaftsaquarien mit anderen ruhigen Arten ähnlicher Größe.
Hinsichtlich der Wasserwerte bevorzugen Kaisersalmler weiches bis mittelhartes Wasser (Gesamthärte 5–15 °dGH) mit einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert (pH 6,0–7,5). Die ideale Wassertemperatur liegt zwischen 23 °C und 27 °C. Eine gute Filtration und regelmäßige Teilwasserwechsel sind essenziell für ihr Wohlbefinden.
Die Nahrungsansprüche sind unkompliziert: Als Allesfresser (Omnivore) nehmen sie bereitwillig hochwertiges Trockenfutter (Flocken, Granulat) an. Eine abwechslungsreiche Fütterung mit Frostfutter (wie roten Mückenlarven, Artemia, Daphnien) und gelegentlich Lebendfutter ist jedoch entscheidend für ihre Gesundheit und Farbenpracht. Besondere Herausforderungen ergeben sich vor allem, wenn sie in zu kleinen Gruppen oder in zu hell eingerichteten Becken gehalten werden, da sie dann schüchtern werden können und ihre Farben verlieren. Dichte Bepflanzung und Schwimmpflanzen bieten Rückzugsmöglichkeiten und gedämpftes Licht, was ihre natürlichen Farben hervorhebt.

Metynnis hypsauchen – Silber-Dollar (NZ)
Der Silber-Dollar (Metynnis hypsauchen) ist ein beeindruckender, scheibenförmiger Salmler, dessen silbrige Färbung ihm seinen Namen verliehen hat. Diese Art ist als Nachzucht (NZ) im Handel erhältlich, was ihre Anpassungsfähigkeit an das Aquarienleben begünstigt. Ein wichtiges Merkmal ist ihre endgültige Größe von 12–15 cm, wobei größere Exemplare von bis zu etwa 18–20 cm möglich sind. Diese Größe macht die Haltung von Silber-Dollarn zu einer Herausforderung bezüglich des benötigten Aquarienvolumens.
Diese Fische sind ausgesprochene Gruppenfische und müssen in Schwärmen von mindestens 5–6, besser noch mehr Tieren gehalten werden. Einzelhaltung oder die Pflege in zu kleinen Gruppen führt zu Stress, Scheu und Aggressivität. Obwohl sie gegenüber anderen Fischarten im Allgemeinen friedlich sind, können sie durch ihre Größe und ihr lebhaftes Schwimmverhalten kleinere, zartere Mitbewohner stressen.
Die Wasserwerte sollten weich bis mittelhart (Gesamthärte etwa 5–10, maximal bis 15 °dGH) sein, mit einem pH-Wert von 6,0–7,5 und einer Temperatur von 24–28 °C. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser ist für diese aktiven Schwimmer von großer Bedeutung.
Die größte Herausforderung bei der Pflege von Silber-Dollarn liegt in ihren Nahrungsansprüchen und der Aquariengestaltung. Sie sind primär Pflanzenfresser (Herbivore) und benötigen eine große Menge pflanzlicher Nahrung, wie Spirulina-Flocken, blanchierten Spinat, Salat, Erbsen oder spezielles Veggie-Granulat. Wenn sie nicht ausreichend mit Grünfutter versorgt werden, bedienen sie sich gerne an den Aquarienpflanzen und können selbst robuste Arten innerhalb kürzester Zeit komplett dezimieren. Daher sollte ein Aquarium mit Silber-Dollarn entweder komplett ohne echte Pflanzen oder nur mit sehr harten, ungenießbaren Pflanzen (z. B. Anubias, Javafarn) ausgestattet sein. Holz und Steine als Dekoration bieten Struktur, während reichlich freier Schwimmraum essenziell ist. Ein Aquarium von mindestens 200–300 Litern für eine Gruppe ist Pflicht, um ihnen gerecht zu werden.

Botia dario – Bengalen-Bänderschmerle (WF-IND)
Die Bengalen-Bänderschmerle (Botia dario) ist ein attraktiv gezeichneter, bodenlebender Fisch, der durch sein unverwechselbares Muster aus gelb-orangefarbenen und dunklen Streifen auffällt. Diese Art erreicht eine Größe von etwa 8–10 cm. Da es sich hier um Wildfänge aus Indien (WF-IND) handelt, ist eine sorgfältige Eingewöhnung und Quarantäne empfehlenswert, um mögliche Parasiten auszuschließen und den Tieren Zeit zur Akklimatisierung an das Aquarienmilieu zu geben.
Bengalen-Bänderschmerlen sind soziale Tiere und müssen in Gruppen von mindestens 5–6 Artgenossen gehalten werden, um ihr natürliches Sozialverhalten ausleben zu können. Einzeln gehaltene Tiere werden oft scheu, gestresst oder aggressiv. Sie sind bekannt für ihr lebhaftes „Schmerlen-Tanzen“, besonders zur Fütterungszeit. Obwohl sie dämmerungs- und nachtaktiv sind, werden sie in einer gut etablierten Gruppe auch tagsüber sichtbar.
Die Wasserwerte sollten weich bis mittelhart (GH 5–15 °dGH) mit einem pH-Wert von 6,0–7,5 und einer Temperatur von etwa 23–27 °C liegen. Eine gute Wasserqualität und Strömung sind für ihr Wohlbefinden wichtig.
Als Allesfresser mit Hang zu tierischer Nahrung (Carnivore/Omnivore) nehmen Bengalen-Bänderschmerlen gerne hochwertiges Sinken-Granulat, Futtertabletten und eine Vielfalt an Frost- und Lebendfutter an, wie Tubifex, Mückenlarven, Artemia oder Daphnien. Sie sind auch ausgezeichnete Schneckenvertilger, was in manchen Aquarien von Vorteil, in anderen mit gewünschten Schneckenbewohnern jedoch ein Problem sein kann.
Die Aquariengestaltung sollte zahlreiche Versteckmöglichkeiten in Form von Wurzeln, Steinhöhlen und dichter Bepflanzung bieten. Ein feiner, nicht scharfkantiger Bodengrund ist essenziell, da sie gerne graben und ihre empfindlichen Barteln bei ungeeignetem Substrat Schaden nehmen können. Die Herausforderungen liegen in der anfänglichen Scheu der Wildfänge, der Notwendigkeit der Gruppenhaltung und der Beachtung ihrer Vorliebe für Schnecken.

Pangio cuneovirgata – Zwerg-Dornauge (WF-RARITÄT)
Das Zwerg-Dornauge (Pangio cuneovirgata) ist eine faszinierende, aalartige Schmerlenart, die durch ihre geringe Größe von nur etwa 3–5 cm und die spezifische Keil- oder Bandzeichnung auf hellem Grund charakterisiert ist. Die Kennzeichnung als Wildfang-Rarität (WF-RARITÄT) weist darauf hin, dass diese Art selten im Handel ist und möglicherweise spezifische, naturgetreue Haltungsbedingungen benötigt sowie empfindlicher auf Transport und Umzug reagieren kann.
Diese winzigen Dornaugen sind extrem scheue und friedliche Gruppenfische, die sich nur in größeren Gruppen von mindestens 6–10, idealerweise mehr, sicher fühlen und ihr natürliches Verhalten zeigen. Einzeln oder in zu kleiner Gruppe gehaltene Tiere verkümmern oft und sind kaum zu sehen. Sie sind primär dämmerungs- und nachtaktiv und verbringen den Großteil des Tages versteckt oder im Bodengrund vergraben.
Für die Wasserwerte bevorzugen sie weiches, leicht saures Wasser (GH unter 10 °dGH, pH 5,5–7,0) und eine Wassertemperatur von 24–28 °C. Eine ausgezeichnete Wasserqualität mit geringer Nitratbelastung ist für diese empfindlichen Tiere unerlässlich.
Ihre Nahrungsansprüche entsprechen denen von Mikropredatoren und Aasfressern. Sie ernähren sich von sehr kleinen wirbellosen Tieren und Detritus. Im Aquarium nehmen sie feines Sinken-Granulat, Mikro-Pellets sowie kleines Frost- und Lebendfutter wie Cyclops, Daphnien oder klein geschnittene Mückenlarven an. Eine besondere Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass das Futter tatsächlich den Boden erreicht und von den scheuen Tieren gefunden wird, bevor es von schnelleren Fischen gefressen wird.
Die Aquariengestaltung ist entscheidend: Ein sehr feiner, weicher Sandboden ist absolut notwendig, da die Zwerg-Dornaugen sich gerne eingraben. Zahlreiche Versteckmöglichkeiten in Form von Wurzeln, Steinen, Höhlen und dichter Bepflanzung sowie eine Schicht aus Herbstlaub (zum Beispiel Seemandelbaumblätter) sind essenziell, um ihnen Sicherheit zu bieten. Das Becken muss zudem lückenlos abgedeckt sein, da Dornaugen wahre Ausbruchskünstler sind und selbst kleinste Spalten nutzen können. Ihre Seltenheit und spezifischen Bedürfnisse machen sie zu einer Herausforderung für erfahrene Aquarianer.

Corydoras schultzei „Black“ – Schwarzer Metallpanzerwels (EUNZ)
Der Schwarze Metallpanzerwels (Corydoras schultzei „Black“), oft auch als Schwarzer Venezuela-Panzerwels bezeichnet, ist eine attraktive Farbvariante des Metallpanzerwelses, die sich durch ihre intensive, fast schwarze Körperfärbung mit einem metallischen Glanz auszeichnet. Diese Art erreicht eine Größe von etwa 6–7 cm. Als europäische Nachzucht (EUNZ) sind diese Tiere in der Regel sehr robust, an das Aquarienleben gewöhnt und eine ausgezeichnete Wahl für Süßwasser-Gemeinschaftsbecken.
Panzerwelse sind ausgesprochene Gruppenfische und sollten in einer Gruppe von mindestens 6–8, besser noch mehr Individuen gehalten werden. In zu kleiner Gruppe werden sie scheu und gestresst, während sie in einem größeren Schwarm ihr charakteristisches, munteres Gründelverhalten zeigen. Sie sind sehr friedlich und eignen sich hervorragend für Gesellschaftsaquarien.
Die Wasserwerte sind relativ anpassungsfähig: Weiches bis mittelhartes Wasser (GH 5–20 °dGH) mit einem pH-Wert von 6,0–7,5 und einer Temperatur von 22–27 °C ist ideal. Wichtig ist eine gute Wasserqualität und ausreichende Sauerstoffversorgung.
Als Allesfresser (Omnivore) sind sie bezüglich der Nahrung unkompliziert. Sie fressen gerne hochwertiges Sinken-Granulat, Futtertabletten sowie Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Tubifex. Es ist wichtig sicherzustellen, dass das Futter tatsächlich den Boden erreicht, wo die Panzerwelse es aufnehmen können.
Die größte Herausforderung bei der Haltung des Schwarzen Metallpanzerwelses und aller Corydoras-Arten liegt im Bodengrund: Es ist absolut unerlässlich, einen sehr feinen, weichen Sandboden zu verwenden. Die Tiere gründeln unentwegt mit ihren empfindlichen Barteln im Substrat nach Nahrung. Scharfkantiger Kies oder grober Bodengrund kann ihre Barteln schädigen, was zu Infektionen und dem Verlust ihrer Fähigkeit zur Nahrungssuche führen kann. Dichte Bepflanzung, Wurzeln und Steine als Versteck- und Rückzugsorte ergänzen die Beckengestaltung ideal. Panzerwelse sind außerdem empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten.

Quelle: Ingo Seidel – aqua-global Zierfischgroßhandel GmbH
