Raritäten & Neuimporte im Fokus 65

Die Aquaristik enthält unzählige Tierarten, die es zu entdecken gibt. Viele von diesen sind noch unbekannt, wunderschön und nur selten im Handel anzutreffen. Wir stellen euch jede Woche 4 Arten davon in wenigen Worten vor:

 

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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oben links: Beaufortia kweichowensis

Der Schmetterlingsflossensauger (Beaufortia kweichowensis) ist eine bei vielen Zoofachhändlern noch unter dem Namen Beaufortia leveretti bekannte Plattschmerle und war früher die bei weitem am häufigsten gehandelte Flossensaugerart. Heute ist sie nicht mehr ganzjährig zu bekommen und wurde  in der Beliebtheit mittlerweile vom Pracht-Flossensauger (Sewellia lineolata) abgelöst. Die Heimat dieser Fische ist China, wo die Tiere weit verbreitet sind und schnell fließende Klarwasserbäche bewohnen. Obwohl diese Schmerlen in der Aquaristik so verbreitet sind, handelt es sich keineswegs um Anfängerfische, denn sie stellen hohe Ansprüche an den Sauerstoffgehalt des Wassers und sollten nicht zu warm gepflegt werden. Sie lassen sich jedoch bei 16-24 °C in einem gut belüfteten Aquarium problemlos in Leitungswasser pflegen und mit Trockenfutter ernähren. Dieses sollte vorzugsweise vorwiegend pflanzliche Bestandteile haben.

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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oben rechts: Puntius semifasciolatus

Die Messingbarbe (Puntius semifasciolatus) ist die Wildform der bekannten Brokatbarbe und heute nur noch selten im Zoofachhandel zu finden. Dabei haben auch diese Fische mit ihrem metallischen Glanz einen ganz besonderen Reiz. Die balzenden Männchen scheinen bei dieser bis zu 7 cm lang werdenden Barbe förmlich zu glühen. Die Heimat dieser Fische ist China, Taiwan, Vietnam und Russland. Dem entsprechend ist für die Pflege nicht unbedingt ein Heizer erforderlich. Messing- barben sind friedliche Schwarmfische, die in Leitungswasser gepflegt und sogar vermehrt werden können und anspruchslos bezüglich der Ernährung sind. Trockenfutter reicht völlig aus.

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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unten links: Otocinclus hoppei

Die Ohrgittersaugwelse der Gattung Otocinclus zählen zu den am meisten gehandelten Welsen und verschiedene Arten mit Längsstreifen und Schwanzfleck werden unter der falschen Bezeichnung Otocinclus affinis gehandelt. Die häufigste dieser Arten stammt aus dem Rio Purus in Brasilien und ist wahrscheinlich noch unbeschrieben. Aktuell hat Aqua-Global mal wieder einen besonderen und einfach zu identifizierenden Schwanzfleck-Otocinclus im Angebot. Otocinclus hoppei stammt aus dem Rio Guamá im Nordosten Brasiliens und ist an einem fast kreisrunden Schwanzwurzelfleck und einer einheitlichen und ungepunkteten grauen Fläche oberhalb der schwarzen Längslinie leicht zu erken- nen. Die guten Kieselalgenvertilger sind wie die meisten anderen „Otos“ friedliche Schwarmfische und bei 25-29 °C zu pflegen. Sie erreichen eine Länge von etwa 4-4,5 cm.

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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unten rechts: Gasteropelecus maculatus

Regelmäßig hat aqua-global auch den größten Vertreter der Beilbauchfische im Angebot: Gastero- pelecus maculatus. Der Gefleckte Riesenbeilbauch ist ein naher Verwandter des Silberbeilbauchs (Gasteropelecus sternicla), besitzt jedoch anstelle der dunklen Längsstreifen Punktereihen. Die Art ist im westlichen Kolumbien und östlichen Panama heimisch und erreicht eine Länge von etwa 7 cm. In der Pflege unterscheiden sich diese Riesen kaum von anderen Beilbauchsalmlern. Die eigentlich auf Anflugnahrung spezialisierten Insektenfresser nehmen auch problemlos Trockenfutter an. Bei der Pflege ist besonders zu beachten, dass die Aquarien sehr gut abgedeckt sein sollten, da es sich um hervorragende Springer handelt.

Bild: Ingo Seidel
Bild: Ingo Seidel

Quelle:

aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG

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