Raritäten & Neuimporte im Fokus 87

Raritäten & Neuimporte im Fokus 87

Die Aquaristik enthält unzählige Tierarten, die es zu entdecken gibt. Viele von diesen sind noch unbekannt, wunderschön und nur selten im Handel anzutreffen. Wir stellen euch jede Woche 4 Arten davon in wenigen Worten vor:

 

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
Quelle: aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG

oben links: Pseudohemiodon aptihanos 

Die begehrten Chamäleon- Flunderharnischwelse stammen aus dem Río Itaya, einem Schwarzwasserfluss im Norden Perus, in dem sie auf Sandbänken leben. Aufgrund seiner Herkunft ist Pseudohemiodon apithanos etwas anspruchsvoller als andere Flunderharnischwelse. Die Art sollte in weichem bis mittelhartem Wasser bei 24-28 °C gepflegt werden. Seine deutsche Bezeichnung hat dieser ungewöhnliche Harnischwels seiner Fähigkeit zu verdanken, seine Färbung zwischen hell und dunkel verändern zu können.

oben rechts: Biotoecus opercularis 

Eine Top-Rarität unter den südamerikanischen Zwergbuntbarschen, die in der Färbung ein wenig an die Sandcichliden des Tanganjikasees erinnert. Und in der Tat haben wir es auch bei Biotoecus opercularis mit einem Sandbewohner zu tun, der vor allem in Schwarz- und Klargewässern im Amazonasgebiet in Brasilien heimisch ist. Er sollte in nicht zu hartem und zumindest schwach saurem Wasser bei 25-29 °C gepflegt werden. Ein möglichst feiner Bodengrund ist für die Pflege dieser Sandhügel bauenden Cichliden zwingend erforderlich.

unten links: Uaru fernandezyepezi 

Ein seltener Buntbarsch aus Kolumbien, der Langflossen-Uaru (Uaru fernadezyepezi). Dieser attraktive Cichlide besitzt sowohl eine einzigartige Jugendfärbung, in der die Tiere ein weißes Fleckenmuster zeigen, als auch eine sehr kontrastreiche Erwachsenenfärbung, bei der sich schwarze Binden und leuchtend rote Augen vom hellen Untergrund abheben. Sie sollten auf Dauer am besten in weichem und saurem Wasser gepflegt werden, das zur Vermehrung dieser Schwarzwasserfische dann ohnehin unabdingbar ist. Die maximal etwa 25 cm groß werdenden Buntbarsche sollten vor allem mit pflanzlicher Kost ernährt werden. Dazu eignen sich beispielsweise blanchierter Salat, Spinat oder Löwenzahn.

unten rechts: Stiphodon semoni 

Die Grundeln der Gattung Stiphodon besitzen ein Saugmaul, mit dem sie in ihren Lebensräumen Steine abgrasen und dabei Algen und die darauf lebenden Kleinstlebewesen fressen. Sie werden deshalb auch als Algengrundeln bezeichnet, obwohl ihre Fähigkeit zur Vertilgung von Algen begrenzt ist und meist nur weiche Kieselalgen abgeraspelt werden. Die hübsche Neongrundel (Stiphodon semoni) stammt aus Indonesien, die je nach Lichteinfall einen blauen, grünen oder goldenen Leuchtstreifen zeigt. Da in den Aquarien meist nicht genügend Algen vorhanden sind, sollte man diesen Grundeln pflanzliches Flockenfutter sowie feines Lebend- oder Frostfutter hinzufüttern. Die reinen Süßwasserbewohner fühlen sich in nicht zu warmem (22-26 °C) und sauerstoffreichem Wasser am wohlsten.

 

Quelle: aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG

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