Raritäten & Neuimporte im Fokus 19

Die Aquaristik enthält unzählige Tierarten, die es zu entdecken gibt. Viele von diesen sind noch unbekannt und nur selten im Handel anzutreffen. Wir stellen euch 4 Arten davon vor:

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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oben links: Riesen-Ohrgittersaugwels (Hypoptopoma thoracatum) aus Peru

Aus Peru stammt dieser sehr interessante Harnischwels, der zu den Riesen-Ohrgittersaugwelsen der Gattung Hypoptopoma zählt. Es handelt sich dabei um Hypoptopoma thoracatum, eine im Oberlauf des Amazonas in Weißwasserflüssen verbreitete Art, die eine Länge von 8 cm erreicht. Bei den Hypoptopoma- Arten handelt es sich wie bei den Otocinclus um Aufwuchs- und Algenfresser, die jedoch auch gut mit Futtertabletten, Grünfutter und feinem Frostfutter (z.B. Cyclops) ernährt werden können. Die Art kann problemlos in Leitungswasser bei Wassertemperaturen von 25-29 °C gepflegt werden.

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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oben rechts: Kirschbärbling (Rasbora lacrimula)

Vor zwei Jahren wurde dieser hübschen Bärbling von Aqua Global schon einmal importiert. Der Artname lacrimula bedeutet übersetzt „kleine Träne“ und ist ein Hinweis auf ein am Ende deutlich breiteres Längsband auf der Körperseite. Es handelt sich mit einer Maximallänge von nur 4 cm um einen kleineren Vertreter dieser recht großen Gattung. In ihrer Körperform und mit den dunkel umrandeten Schuppen erinnert die Art recht stark an Rasbora reticulata, die jedoch etwa 2 cm größer wird. R. lacrimula stammt aus Schwarzwasserflüssen auf der Insel Borneo. Obwohl die Pflege dieser Fische in Leitungswasser unproblematisch ist, werden sie vermutlich in weicherem Wasser noch prachtvoller werden. Die Ernährung ist mit feinem Lebend- und Frostfutter ebenso wie mit Flocken- oder Granulatfutter unproblematisch.

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unten links: Flammen-Glasbarsches (Gymnochanda verae)

Eine absolute Rarität unter den Glasbarschen aus Indonesien. Gymnochanda verae ist bislang nur von der Insel Pulau Belitung bekannt, einer großen Insel in der nordwestlichen Javasee, die zwischen den Inseln Sumatra und Borneo liegt. Diese attraktive Art erinnert in Größe und Körperform recht stark an gewöhnliche Glasbarsche wie Parambassis siamensis und P. ranga, bildet jedoch leuchtend rote Flossenenden aus. Diese nur etwa 35-40 mm große Art, bei der die Weibchen weniger attraktiv sind, wurde deshalb Flammen- Glasbarsch getauft. Ein recht einfach zu pflegender Glasbarsch, der zwar Lebendfutter bevorzugt, aber notfalls auch Frost- oder Trockenfutter frisst.

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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unten rechts: Liniendornwelses (Platydoras armatulus)

Der Liniendornwels ist vielen Aquarianern noch unter der Bezeichnung Platydoras costatus bekannt. Der echte und fast einfarbig braun gefärbte P. costatus wird jedoch nicht importiert. Bei den hübsch weiß linierten Liniendornwelsen handelt es sich nach neueren Erkenntnissen um die Art Platydoras armatulus, die in Südamerika weit verbreitet ist. Liniendornwelse sind bei 24-30 °C überaus einfach in Leitungswasser zu pflegen und fressen problemlos verschiedenstes Trockenfutter. Die Tiere können eine Länge von etwas mehr als 20 cm erreichen, besitzen aber ein recht kleines Maul. Es handelt es sich also nicht um Raubwelse, weshalb sie sehr gesellschaftsfähig sind.

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