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Umgestaltung von Aquarien – sinnvoll oder einfach egoistisch?

Von Matthias Wiesensee 1 Minute Lesezeit

Umgestaltung von Aquarien – sinnvoll oder einfach egoistisch?
Foto: Lucie Kreuritter

Wer kennt es nicht – es macht sich ein wenig Unzufriedenheit breit. Die Tiere wachsen und gedeihen – sie fühlen sich wohl. Aber trotzdem ist der Aquarianer unzufrieden. Warum?  Hierauf wissen wir auch keine Antwort.

Aber in der heimischen Wohnung oder dem Haus gibt es Tage an denen man einfach alles umstellen möchte. Erst nach der vollbrachten Tat ist die Zufriedenheit wieder da. Und das ohne neue Elemente zu integrieren.

Ähnlich ist es mit dem Aquarium. Eigentlich ist es schön, sinnvoll für die Bewohner eingerichtet und dennoch wollen/müssen wir es umgestalten. Ist dies sinnvoll oder total unsinnig?

Bestehende Reviere werden aufgelöst und die „Karten neu gemischt“. Das kann natürlich ein großer Vorteil, aber zeitgleich auch Nachteil sein. Wird das Aquarium für die Bewohner interessanter, wenn es ab und zu einen „Umbau“ gibt? Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass jeder Eingriff Stress für die Tiere bedeutet. Wäre es also egoistisch „umzugestalten“ nur weil die eigene Unzufriedenheit sich breit macht?

Diskutiert mit uns darüber und schildert eure Meinungen, Erfahrungen und Eindrücke.

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Fragen und Erfahrungen

4 Kommentare, der letzte vom 6. November 2022
  1. Jan

    Ich persönlich kenne das Gefühl auch, nach Wochen der Zufriedenheit muss mal ein bisschen Pep in die Bude, daran sehe ich auch nichts schlimmes, wenn man gewisse Sachen dabei beachtet.

    Zum Beispiel bleiben bei mir kleine Reviere möglichst immer so erhalten wie sie sind, da wird dann einfach drum rum gebaut.
    Hölen oder Steinaufbauten die sehr gerne genutzt werden, werden dann an anderer Stelle wieder integriert auch mal so das man sie nachher nicht mehr sieht, wenn sie nicht ins Gesamtbild passen.
    Außerdem wird immer nur Stück für Stück, auch mal über ein paar Tage, umgebaut, Gegenstände und Pflanzen werden nur vorsichtig raus geholt und wieder neu platziert, damit es die Bewohner nich all zu sehr stresst, was bei mir auch eher seltener der Fall ist, da wird die merkwürdige Hand dann aufgeregt untersucht (könnte ja fressbares haben) und nichtmehr für wichtig genommen wenn erkannt wurde das es nichts zu holen gibt.
    Auch können kleine Veränderungen, wie ein paar neue Pflanzen oder eine Wurzel die man neu platziert und mit Moos bebunden hat, schon wahre Wunder bewirken und fürs erste zu frieden stellen.
    Auch beachte ich das in der Zeit der Umbauaktion kein Tier gerade Junge hat, oder das Gelege bewacht, in dem Fall muss dann eben gewartet werden.

    Ich bin auch der Meinung das kleine Veränderungen nicht nur dem Betrachter sondern auch den Tieren ein wenig Freude bereitet und auch für ein wenig Abwechslung in diesem doch sehr kleinem Gewässer sorgt, der Gedanke kommt jedenfalls wenn ich sehe wie neue Wurzeln oder andere Einrichtungsgegenstände in der ersten Zeit aufgeregt begutachtet werden. Egoistisch finde ich es also nicht, vor allem nicht wenn man in erster Linie zum Wohle der Tier umdekoriert z. B. wenn man den Panzerwelsen oder Dornaugen eine Sandflächen gönnen will, davon haben dann alle was.

    Will ich dann doch mal alles auf einmal Umgestallten, von Grund auf ändern oder erneuern dann mach ich das eigentlich nur weil mir z.B der Bodengrund Probleme bereitet, ich eine Bodenfluter einbauen will oder ich mit dem Gesamtbild einfach nicht zu frieden bin.
    Ist das der Fall mach ich mir eine Liste was ich alles ändern will, ist diese Liste dann so lang das es sich lohne würde, wird die Aktion gründlich geplant und vorbereitet, die Fische und auch der Filter sollte dann für diese Zeit der Umbaumaßnahmen auf jedenfalls umziehen, dies ist bei mir ca. einmal in einen bis zwei Jahren der Fall.

    Ich bin also ein Befürworter von gelegentlichen Umgestaltungen.

    MfG, Jan

  2. Heike Dixon

    Ich finde sowohl als auch. In Maßen, so alle paar Jahre mal, ist es sinnvoll ein Aquarium mal rundum zu reinigen, damit all der „Dreck“ der sich im Bodengrund und unter Dekorationen gesammelt hat mal entfernt wird, bei Sand der Boden mal wieder durchlüftet wird. Gleichzeitig kann man auch in unübersichtlichen Aquarien mal eine Bestandsaufnahme durchführen. Egoistisch wenn ich meinen Tieren alle paar Wochen/Monate grundlos alles umräume weil es meinem optischen Schönheitsempfinden mal wieder so pressiert. Es ist etwas Anderes wenn ich zum Wohl der Tiere ab und an kleinere Veränderungen vornehme, weil ich merke daß den Bedürfnissen noch nicht optimal Rechnung getragen wird.
    Im Grunde richte ich meine Becken also nur am Anfang ein, die endgültige Gestaltung überlasse ich dann den Bewohnern soweit es veränderbar ist. Ich entscheide ja auch selber wie ich meine Wohnung einrichte… nur hab ich dann eben nicht immer unbedingt die Vorzeigebecken. 😉

    LG Heike

  3. Franky Zöller

    Ich schließe mich dem an – in Maßen dann und wann, okay. Man sollte sich halt immer die zwei Punkte vor Augen führen: In der Natur wird kein Fisch darunter leiden, wenn z. Bsp. ein großer Säuger ausgerechnet dahin latscht, wo vorher sein Revier war und dieses jetzt verändert ist – das bleibt im Aquarium ja eh nicht aus, das man früher oder später die Pflanzen ausdünnen muss und dabei mal ne Wurzel bewegt, oder indem man frisches Laub ins Becken einbringt. Das können die allermeisten Fische gut vertragen. Hängt aber vom Fisch ab. Wenn man in einem Malawi oder Tanganjika-Becken genug verändert, dann geht je nach Besatzdichte aber die Post ab! Und das wiederum bedeutet sehr wohl Stress für die Tiere, für rangniedere mehr, für dominante weniger. Im Extrem bedeutet es das der Stress für manche Tiere ebenso groß ist als wenn es neu in ein Becken eingesetzt wird. Stress kann im schlimmsten Fall dazu führen, das das Immunsystem geschwächt wird, wodurch ein Tier an den latent vorhandenen Erregern erkranken kann.
    Ich denke das es letztendlich am Feingefühl des Pflegers liegt, wie groß der „Stress“ wird – was aber nicht heißen soll die Tiere zu vermenschlichen und unsere Maßstäbe anzulegen.

  4. Sharky

    Ich selbst habe seit 2019 ein 25l Süßwasseraquarium mit (vielen) Orangenen Posthörnchen und 4 Rennschnecken (Neritina; 2 Orange Track, 1 Zebra & 1 Mosaik). Kleine Veränderungen wie z. B. neues getrocknetes Laub zum Abgrasen, ein neuer Stein oder ein neuer Ast/Wurzel oder ab und an neuer frischer Pflanzenzuwachs in Form von Wasserlinsen scheinen für sie kein Problem zu sein. Im Gegenteil; Neues wird gern ausgiebig untersucht und ausprobiert.

    Solang man nicht die Wasserwerte komplett auf dem Kopf stellt und das komplette Aquarium jede Woche komplett neu einrichtet, dürften kleine Änderung okay sein, sofern sie eben dem Wohl des Tieres gelten

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