Faszination Aquaristik: Das Ende der Vivarium – Warum die größte Messe der Welt schließen muss

Faszination Aquaristik: Das Ende der Vivarium – Warum die größte Messe der Welt schließen muss
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Persönliche Begegnungen und der direkte Austausch vor Ort sind das Lebenselixier unseres Hobbys. Keine Veranstaltung hat diesen Gemeinschaftsgedanken so verkörpert wie die Vivarium. Doch während die Aquaristik-Szene noch die Eindrücke der letzten Rekord-Messe verarbeitet, mischt sich Wehmut unter die Begeisterung: Eine Ära geht zu Ende. Christian Splettstößer nimmt uns mit auf die letzte Reise einer Messe, die Maßstäbe gesetzt hat, und erklärt, warum man manchmal aufhören muss, wenn es am schönsten ist.

Überblick über die große Messehalle. Der Meerwasserbereich war in einer kleineren zusätzlichen Halle und einem zusätzlichen Veranstaltungszelt untergebracht. Foto: Silvia Splettstößer
Überblick über die große Messehalle. Der Meerwasserbereich war in einer kleineren zusätzlichen Halle und einem zusätzlichen Veranstaltungszelt untergebracht. Foto: Silvia Splettstößer

Ende einer Ära – Ist die weltgrößte Vivaristik-Messe wirklich vorbei?

Die letztjährige Veranstaltung war die 15. unter dem Namen „Vivarium“. In den vergangenen 18 Jahren ist die Börse, wie sie im Niederländischen heißt, kontinuierlich gewachsen und seit langem das weltweit größte rein vivaristische Event. Die gelungene Verbindung zwischen Börse und Messe macht die Vivarium zu etwas Besonderem. Ich mag das besondere Gefühl, dass diese Veranstaltung vermittelt.

Die letzte Veranstaltung

Leider wird es die Vivarium in dieser Form tatsächlich nicht mehr geben. Das haben die Veranstalter eindeutig in der Messezeitung formuliert. Die Gründe dafür sind vielfältig: Neben der immer aufwendigeren Organisation und privaten Gründen, sind auch wirtschaftliche Erwägungen ausschlaggebend. Mehrere langjährige Partner sind weggefallen, und unterstützende Vereine können aus Mangel an Nachwuchs weniger helfen.

Furioses Finale

Unter dem Motto „Noch einmal“ hat das Team einen wunderbaren Abschluss hinbekommen. Mit 15.768 Besuchern gelang ein neuer Besucherrekord. Kaum jemand dürfte enttäuscht nach Hause gegangen sein. Es gab viel zu sehen, gute Angebote und ein umfassendes Vortragsprogramm. 

Die Veranstaltung wird uns fehlen. Ich vermisse es jetzt schon. Unser Hobby lebt auch von solchen Treffpunkten. Aber: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, und das hat das Team um Marco Autes grandios hinbekommen.

Dankeschön für 15 gelungene Veranstaltungen und einen würdigen Abschluss.

Die „Vivarium“ in den Niederlanden galt über 18 Jahre hinweg als das weltweit bedeutendste Event für Aquaristik, Terraristik und Teichbau. Trotz eines furiosen Finales mit einem neuen Besucherrekord von über 15.700 Gästen haben die Veranstalter das endgültige Aus der Messe verkündet. Die Gründe für diesen Schritt liegen in einer Kombination aus enormem organisatorischem Aufwand, wirtschaftlichen Herausforderungen und einem spürbaren Nachwuchsmangel in den unterstützenden Vereinen. Dieser Rückblick beleuchtet die Besonderheiten dieser einzigartigen Kombination aus Fachmesse und Börse.

Das Ende der Vivarium markiert einen Wendepunkt für die internationale Community und hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. Es führt uns vor Augen, dass der Erfolg eines Hobbys untrennbar mit ehrenamtlichem Engagement und stabilen wirtschaftlichen Partnerschaften verbunden ist. Ein großartiger Abschied auf dem Höhepunkt, der uns daran erinnert, den Wert solcher Treffpunkte für die Zukunft der Aquaristik neu zu überdenken.

Über das Magazin: Caridina

Caridina – Das Magazin für Wirbellose im Süßwasseraquarium
Das Magazin Caridina ist das führende Fachmagazin für Aquarianer, die sich auf die Haltung, Zucht und Pflege von Garnelen, Krebsen, Schnecken und anderen Wirbellosen spezialisiert haben. Es begleitet Hobbyisten von den ersten Schritten bis hin zu professionell gepflegten und zuchtfähigen Linien. Mit liebevoll gestalteten, gut bebilderten Beiträgen, praxisnahen Tipps und fundiertem Fachwissen ist es sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Züchter ideal.

Was bietet das Magazin?

  • Fachkundige, didaktische Berichte und brillante Fotos von renommierten Autoren
  • Spannende Fachartikel zu Garnelen, Krebse, Schnecken, Wasserpflanzen, Aquarientechnik und mehr
  • Praxisnahe Anleitungen, Tipps, Tricks sowie Kleinanzeigen und Produktneuheiten
  • Jedes Heft widmet sich einem speziellen Themenbereich, der in mehreren Beiträgen vertieft wird
  • Erscheinungsweise: 4-mal jährlich (quartalsweise)

Zielgruppe:
Alle, die sich für die Pflege, Zucht und Haltung wirbelloser Süßwasserbewohner interessieren – von begeisterten Einsteigern bis zu professionellen Züchtern.

Weitere Infos:
Mehr zur Zeitschrift und Abonnements finden Sie hier: Caridina – Zeitschrift für Wirbellose

Über den Dähne Verlag

Der Dähne Verlag wurde im Jahr 1970 von Karl-Heinz Dähne gegründet und wird heute in zweiter Generation von Marc Dähne geführt. Das Familienunternehmen gliedert sich in zwei Bereiche: Als Branchenfachverlag versorgt es die Baumarkt- und Gartencenter-Branche sowie den Zoofachhandel mit Fachinformationen. Für das Hobby Aquaristik veröffentlicht der Verlag erfolgreiche Hobby-Magazine, Fachzeitschriften und ein umfangreiches Buchprogramm.

Verlagsangebot im Überblick:

  • Rund ein Dutzend Fach- und Publikumszeitschriften
  • Internet-Portale und Online-News-Dienste
  • Umfassende Statistiken, Studien und Handelsdaten
  • Eine große Auswahl an Büchern (über 90 Titel) zu Aquaristik, Garten, Teich- und Terraristik
  • Weitere Publikationen wie Einkaufsführer, Adressverzeichnisse und mehr

Der Verlag ist führend in der Veröffentlichung hochwertiger Fach- und Hobbyliteratur und unterstützt den Austausch und die Weiterbildung in der Aquaristik-Community.

Mehr erfahren: Webseite des Dähne Verlags

 

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Christian Splettstößer

Christian Splettstößer ist in der Aquaristik-Szene längst kein Unbekannter mehr. Als leidenschaftlicher Aquarianer mit einem besonderen Fokus auf die Nano-Aquaristik und die Zucht von Zwerggarnelen hat er sich über Jahre hinweg eine tiefgreifende Expertise erarbeitet. Neben seiner Autorentätigkeit für Fachmagazine wie die „Caridina“ ist er auch für seine hochwertige Aquarienfotografie bekannt. Er versteht es wie kaum ein Zweiter, die filigranen Details der Wirbellosen fotografisch so festzuhalten, dass sowohl die Ästhetik als auch die artspezifischen Merkmale zur Geltung kommen. Durch sein Engagement auf Messen und in Fachvorträgen ist er ein geschätzter Botschafter für das Hobby der Wirbellosen-Aquaristik.

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