Umzug mit Aquarium

Ein Umzug mit Aquarium scheint auf den ersten Blick eine komplizierte Sache zu sein – aber keine Angst, wenn man systematisch vorgeht, ist es halb so schlimm. Am besten fängt man zunächst die Fische komplett heraus und setzt sie zusammen mit einem Großteil des Wassers in Eimer mit fest schließendem Deckel. Das Wasser sollte ca. 1/3 hoch darin stehen, damit ein ordentlicher Gasaustausch gewährleistet ist. Je nach Fahrtdauer kann man noch einen Oxydator hineinstellen (Söchting Oxydator FT), damit ihnen unterwegs nicht der Sauerstoff ausgeht – es sollte aber auch ohne gut klappen. Dann lässt man das Wasser aus dem Aquarium ab, bis nur noch ein paar Fingerbreit darin sind. 1 Liter Wasser wiegt 1 kg, das will alles geschleppt sein … Man kann das Wasser in Kanistern auffangen und mitnehmen, wenn man den Tieren nach dem Transportstress nicht auch noch gleich einen Wasserumstellungsstress zumuten will – wenn man am neuen Wohnort ähnliche Wasserwerte hat oder ohnehin mit remineralisiertem Nullwasser arbeitet, kann man den Umzug auch gleich für einen großen Wasserwechsel nutzen. Wenn man Einrichtungsgegenstände wie Steine etc. im Aquarium hat, die kippen können – raus damit … nicht dass während der Fahrt etwas von innen gegen die Scheiben fällt und sie zum Bersten bringt. Es ist auch fürs Gewicht besser, diese Dinge einzeln zu transportieren. Die Steine, Wurzeln etc. kommen ebenfalls in ein wasserdichtes Gefäß, am besten mit Deckel. Zum Filter sollte man beim Transport ganz besonders nett sein. Filtermaterialien sollten immer feucht, aber nicht in Wasser transportiert werden. Die nitrifizierenden Bakterien sind eigentlich Bodenbakterien und brauchen daher Sauerstoff dringender als Wasser. Solange das Filtermedium nicht komplett austrocknet, überleben sie ohne weiteres. Einen Innenfilter kann man einfach im Becken leerlaufen lassen, einen Außenfilter sollte ausgeleert werden, sodass das Filtermaterial feucht bleibt, aber nicht im Wasser steht. Den Filter kann man bei der Gelegenheit auch noch gleich etwas entschlammen – aber nicht blitzblank putzen! Zum Transport selbst zieht man das Aquarium am besten auf eine dicke Holzplatte – so kann man es gut zu zweit tragen. Unterlage nicht vergessen! Ein Nano-Cube lässt sich natürlich auch von einer Person ohne Holzplatte transportieren, aber schon ein 54er kann ganz schön schwer werden, wenn man es eine Weile schleppen muss. Bei Aquarien mit Abdeckung bleibt selbige drauf, bei Aquarien mit Aufsteckleuchten und Abdeckscheibe sollten die Leuchten abmontiert und gesondert transportiert werden, ebenso die Abdeckscheibe. Ein offenes Aquarium kann man zum Transport mit Frischhaltefolie verschließen, damit die Pflanzen nicht austrocknen. Wenn man die Gelegenheit nutzen will, das Aquarium neu zu bepflanzen, sollte man neue Pflanzen erst einmal separat zwei Wochen wässern (täglicher Wasserwechsel kann, muss aber nicht). Manchmal werden sie im Ursprungsland mit Pestiziden behandelt, die eine Garnele schnell und sicher töten. Diese Mittel haben oft eine Abbauzeit von einer bis zwei Wochen, von daher ist man so auf der relativ sicheren Seite. Oder man holt sich gleich neue Pflanzen von Mithobbyisten, die in letzter Zeit nicht medikamentös behandelt haben. Dann umziehen, Aquarium in Ruhe aufbauen, Boden einfüllen, Deko platzieren, Pflanzen einsetzen, Wasser einfüllen, Aufstecklampen montieren (falls notwendig), Filter einstöpseln, Fische einsetzen. Wer mag, kann die nitritabbauenden Bakterien boostern, indem er einen Bakterienstarter (vorzugsweise aus dem Kühlregal) zugibt.   Quelle: Crustahunter

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