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Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.

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Pflege

Andere laufende Pflegemaßnahmen im Aquarium wie Filterreinigung, Scheiben putzen, Umgang mit Medikamenten im Aquarium.

Im Betrieb des Aquariums stehen einige regelmäßig zu verrichtende Pflegemaßnahmen an. Es ist nicht viel, im Vergleich zu anderen Haustieren machen Aquarien wenig Arbeit und verzeihen es zumeist auch, wenn Wasserwechsel, Filterreinigung und Co mal einige Tage verschoben werden.

Was man sich zur regelmäßigen Angewohnheit machen sollte, ist auf jeden Fall die Prüfung der Technik. Ein kurzer Blick auf das Thermometer – Temperatur ok? Auslaufströmung des Filters ok? Pflanzenwuchs und Fische ok? Das sollte täglich stattfinden, damit man Probleme früh erkennt.

Neben dem im vorigen Kapitel erklärten Wasserwechsel gehört die Filterreinigung zu den regelmäßig anfallenden Arbeiten.

Filterreinigung – so geht’s.

Filterreinigung – so geht’s

Je nach Filtertyp und Begleitumständen wie Fütterung und Besatzdichte kann sich die Häufigkeit der Reinigung deutlich unterscheiden. Demnach kann man nicht sagen, ein Filter wäre alle 4 Wochen oder alle 12 Monate zu reinigen. Kleine Innenfilter müssen im Allgemeinen öfter, große Außenfilter gelegentlich und Biofilter und Hamburger Mattenfilter eher jährlich oder seltener gereinigt werden.

Filterreinigung

Filter sollte man spätestens dann reinigen, wenn der Durchfluss deutlich nachlässt. Hierzu nimmt man die Filtermaterialien aus dem Filter – nach Möglichkeit sollte man nicht alle Medien zeitgleich reinigen. Um die Nutzbakterien zu schonen, drückt bzw. spült man die Medien vorsichtig in zuvor abgeschöpftem Aquarienwasser aus oder benutzt beim Spülen unter dem Wasserhahn ungefähr die Aquarienwassertemperatur. Es sollte stets ein wenig Filterschlamm übrig bleiben – das ist die Keimzelle der Bakterienkultur, die dann rasch das Material neu besiedelt und die wichtige biologische Filterfunktion, den Umsatz von Stickstoffprodukten, wiederherstellt.

Das übrig bleibende “Schmutzwasser” ist übrigens super Dünger für Zimmer- oder Gartenpflanzen!

Filtermaterialien

Normale Filterschwämme lassen sich sehr lange wiederverwerten und müssen erst erneuert werden, wenn sie gar nicht mehr brauchbar sind – also wenn sie schon recht zerfleddert sind und das geschieht normalerweise alle paar Jahre mal. Daher ist es gut, die Schwämme möglichst vorsichtig auszuwaschen, denn dann halten sie umso länger! Nur Spezialschwämme, wie Kohleschwämme, müssen nach Anleitung entsorgt werden, da sie Schadstoffe binden.

Filtervlies / Filterwatte wird immer erneuert wenn sie schlimm verschmutzt ist. Man kann sie auch ein paar Mal auswaschen, aber meist verfilzt sie dabei mit der Zeit und daher wechselt man sie direkt aus.

Vorfiltermaterial und biologisches Filtermaterial wie Sinterglas, Tonröhrchen, Biobälle, Filtralith und dergleichen werden nur grob gespült wenn es wirklich notwendig ist. Ausgetauscht werden solche Materialien eigentlich nie und halten dementsprechend sehr lange.

Zeolith wird ebenfalls nur grob gespült. Dient das Zeolith nur vorübergehend einem bestimmten Zweck, so kann man es ständig im Filter belassen, denn nachdem “Schadstoffe” aufgenommen und dauerhaft gebunden sind, dient das Zeolith noch als biologisches Filtermaterial. Will man die positive Wirkung erhalten, so kann man das Zeolith mit Salz regenerieren (*) oder tauscht es einfach regelmäßig aus. Wann es zu regenerieren oder auszutauschen ist, kommt auf verschiedene Faktoren an. Bewährt hat es sich alle 6-12 Wochen – aber zur Sicherheit beobachtet man die Wasserwerte bzw. allgemeine Auffälligkeiten!

(*)Hierzu nimmt man auf 1 Liter Wasser etwa 8-10 g jodfreies Salz, gibt das Zeolith hinzu und wartet 1-2 Tage – dabei gelegentlich durchrühren schadet nicht. Anschließend wird das Salzwasser entsorgt und das Zeolith mit warmem Wasser gespült.

Torf erschöpft sich je nach Art, Qualität und Wasser entsprechend schnell oder langsam. Hierzu sind die Wasserwerte unbedingt regelmäßig zu überprüfen. Den ausgelaugten Torf tauscht man dann entsprechend gegen eine neue Portion aus. Den alten kann man noch für diverse Zimmer- bzw. Gartenpflanzen verwenden (einfach unter die Erde mischen) oder man gibt ihn auf den Kompost.

Aktivkohle als Pellet, Bruch oder Filterschwamm verwendet man normalerweise nur nach Medikamentenbehandlung oder bei neuen Pflanzen, welche direkt aus Gärtnereien / Händlern stammen. Man kann Aktivkohle auch als “Wasseraufbereiter” benutzen. Die Meinungen, wie lange nun Kohle eingesetzt werden kann, bevor es die aufgenommenen Stoffe wieder abgibt, gehen weit auseinander. Nach Erfahrungen kann man Aktivkohle je nach Art des Einsatzes nach 3 bis max. 14 Tagen austauschen und entsorgen. Wie es grundsätzlich am besten funktioniert, muss man selbst rausfinden.

Dann gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Filtermaterialien wie diverse Phosphat- und Nitratentferner, Diese sollten individuell nach Anleitung gereinigt oder ausgetauscht werden.

Weitere Tipps

Wenn man im Aquarium Medikamente oder Algenmittel zu irgendwelchen Behandlungen benutzt, ist es am besten die Filtermaterialien zu entnehmen und in einem belüfteten Eimer zwischenzulagern, damit die wichtigen Nutzbakterien keinen Schaden nehmen. Es sind zwar nicht alle Mittel schädlich für die Nutzbakterien, aber lieber einmal mehr auf Sicherheit gehen als zu wenig oder vorab gründlich informieren. Übergangsweise kann man auch Filterwatte einsetzen, die danach einfach entsorgt wird. Aber bitte – egal ob die Filtermedien während der Behandlung im Aquarium bleiben oder nicht – die Wasserwerte insbesondere NH3/NH4 und NO2 im Auge behalten! Sind Absorber wie Zeolith, Aktivkohle oder Ähnliches im Filter, so sollte man diese vor der Behandlung unbedingt entnehmen, da sonst die Wirkstoffe aus dem Wasser entfernt werden könnten, bevor sie überhaupt wirken können. Ebenso sollte man Zeolith bei Salzbehandlungen aus dem Filter nehmen, da sich sonst das Zeolith regenerieren könnte und damit dann Schadstoffe ins Aquarienwasser gelangen.

Nach abgeschlossener Behandlung werden Aktivkohle oder Zeolith absichtlich benutzt, um die Medikamente auszufiltern. Die dafür verwendeten Materialien entfernt man nach einigen Tagen und wirft sie weg, denn sie würden die ausgefilterten Stoffe nach einiger Zeit schleichend wieder ans Wasser abgeben.

Reinigen der Scheibe

Ob die Aquarienscheiben schnell oder langsam veralgen, ist sehr unterschiedlich. Bei manchen Aquarien muss man nur alle paar Wochen putzen, bei anderen sind die Scheiben nach wenigen Tagen dicht. Das ist nicht in dem Sinne ein Problem, die Fische stört es nicht – nur wollen wir Menschen natürlich gerne etwas sehen. Also heißt es „Fensterputzen“.

Man kann verschiedene Werkzeuge dafür benutzen – allen gemein ist aber, dass man tunlichst vermeiden muss, versehentlich Sand oder Kies über die Scheibe zu reiben. Sofort hat man Kratzer, die nicht wieder zu entfernen sind. Sand ist Quarz und damit härter als Glas.

Es gibt Scheibenputzer mit Rasierklingen, bei denen ist die Gefahr des Verkratzens recht gering und mit ihnen bekommt man auch harte, fest sitzende Algen ab. Hier nur in den Ecken vorsichtig sein und das Silikon nicht beschädigen.

Praktische Scheibenputzmagnete, die man von außen bedienen kann, sind zumeist mit Filz ausgestattet. Hier unbedingt besonders vorsichtig sein – den Bodengrund nicht berühren und, wenn der innere Magnet mal herunter gefallen ist, in den sauren Apfel beißen und doch ins Aquarium greifen und den Filz gründlich auf Sandkörner überprüfen. Wenn man den Innenteil mit dem äußeren wieder an die Scheibe zieht, ist es fast vorprogrammiert, dass man Sandkörner einklemmt. Sobald es beim Reiben knirscht oder quietscht, ist es ein Warnzeichen, dass gerade Kratzer entstehen. Es gibt praktische schwimmende Magneten, die statt auf den Boden zu fallen nach oben kommen und damit keinen Sand aufnehmen.

Man kann zur Reinigung auch einfach Filterwatte oder Schwämme benutzen, sie kommen aber nur mit kräftigem Reiben gegen hartnäckigere Algen an.

Kalkränder entfernen

Gerade bei härterem Wasser entstehen mit der Zeit Kalkablagerungen an der Oberkante des Beckens oder auch auf Technik, die halb aus dem Wasser ragt.

Die Technik kann man außerhalb des Aquariums mit Essig oder Zitronensaft entkalken (die Gummidichtungen dabei möglichst schonen, nur an den Stellen anwenden, wo wirklich Kalk ist).

Aber was tun im Aquarium?

Es gibt im Handel getränkte Tücher speziell für diesen Zweck, die keine schädlichen Stoffe ins Wasser abgeben. Mit Hausmitteln kann man den Kalkrändern aber durchaus auch zu Leibe rücken. Senke dafür den Wasserstand des Beckens und tupfe verdünnte Zitronensäure oder Essig vorsichtig auf die Ablagerungen, so dass möglichst nichts ins Becken herunter läuft. Kurz einwirken lassen, dann kann man die Kalkablagerungen mit einem Scheibenkratzer oder Ceranfeldschaber entfernen. Auch diese möglichst auffangen und nicht ins Becken rieseln lassen. Kleine Reste kann man mit einem Zitronensäuregetränkten Tuch abreiben.

Glasreiniger oder Ähnliches sind selbstverständlich im Aquarium tabu!

Die Außenseite des Beckens kann man vorsichtig mit einem Tuch abreiben, auf das man Glasreiniger gesprüht hat. Aber nie mit der Flasche aufs Aquarium sprühen. Der feine Nebel darf keinesfalls ins Wasser kommen.

Wann muss man das Aquarium neu aufsetzen?

Die kurze Antwort lautet: Gar nicht.

Ein gut rund laufendes Aquarium muss nicht beispielsweise alljährlich „neu gemacht“ werden. Es läuft mit den regelmäßigen Pflegemaßnahmen über viele Jahre. Nur in Sondersituationen kann es mal nötig werden, von Grund auf klar Schiff zu machen. Wenn der Bodengrund sich komplett dicht gesetzt hat und Faulgase abgibt zum Beispiel, oder wenn das System irgendwie aus dem Ruder gelaufen ist und nicht mehr anders in den Griff zu kriegen ist (beispielsweise durch Blaualgen oder eine ansteckende Krankheit.) Oder wenn der Besitzer einen Rappel bekommt und es einfach mal neu machen will ;).

Weiterhin sollten Antriebsmagnet, Ansaug- und Auslaufbereich vom Filter auch regelmäßig überprüft und gereinigt werden, sowie Schläuche bei Außenfiltern und die Filter von Membranpumpen, denn auch dieses kann zu Leistungsverlusten führen!

Quelle: aQuaBits Welt der Tiere

Lesezeit: etwa 7 Minuten

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