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Bananenblätter

Die Blätter der Bananenstaude (Musa sp. var. sapientum) sind im asiatischen Raum seit vielen Jahren erfolgreich im Einsatz. Sie werden dort von erfolgreichen Zierfischzüchtern seit langem genauso wie Seemandelbaumblätter zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, wie. z.B.

  • Pilzkrankheiten
  • Lochkrankheit bei Cichliden
  • Ektoparasiten
  • Schleimhautschäden
  • Bissverletzungen
  • Flossenfäule
  • Laichverpilzungen

eingesetzt.

Gerade asiatische Kampffischzüchter schwören auf Bananenblätter und verwenden diese noch erfolgreicher als Seemandelbaumblätter, da sie die Färbung der Fische verbessern und sich weiterhin sehr positiv auf die Laichbereitschaft (insbesondere bei Kampfischen – Betta splendens wie Halfmoon, Plakat etc.) der Fische auswirken.

Besonders bei sehr empfindlichen Arten, wie z.B. den Albis oder Simplex stellen Bananenblätter eine ausgezeichnete Alternative zu Seemandelbaumblättern dar, da diese wegen der Wasserwerte dort oft nicht eingesetzt werden können.

Die Bezeichnung Bananenbaumblätter, die man auch oft findet, ist insofern nicht korrekt, als es sich bei der Banane nicht um einen Baum sondern um eine Staude handelt, die allerdings einen recht kräftigen Scheinstamm entwickelt, der aus den Blattscheiden der Blätter gebildet wird.

Anwendung

In Europa sind getrocknete Bananenblätter unter Aquarianern bisher noch ein Geheimtipp, wobei sie von einigen europäischen Züchtern auch schon seit einiger Zeit erfolgreich eingesetzt werden. Daß der Bekanntheitsgrad von Bananenblättern noch nicht so hoch ist, mag auch daran liegen, daß die Verfügbarkeit der Blätter noch eher gering ist.

Vor einiger Zeit kamen die Blätter auch bei unseren heimischen Aquarianern ins Gespräch, die Blätter von in Europa gewachsenen Bananenstauden verwendeten. Der Erfolg war zwar vorhanden, jedoch nur gering. Dies mag daran gelegen haben, daß die Blätter der hier gewachsenen Stauden durch die weniger intensive Sonnenbestrahlung nur einen Bruchteil der gewünschten Inhaltsstoffe aufweisen wie Staudenblätter aus dem asiatischen Raum.

Dr. Kremsers Bananenblätter werden genauso schonend geerntet und behandelt wie seine Seemandelbaumblätter. Sie sind frei von Pestiziden und schädlichen Bakterien.

Dosierung

Je nach Notwendigkeit gibt es zwei Möglichkeiten der Dosierung:

Zur allgemeinen Vorbeugung vor Krankheiten, zur Farbverbesserung und zur Förderung des Wohlbefindens gibt man auf pro Fisch je 1 – 2 Blätter ins Wasser

Zur Intensivbehandlung gegen Krankheiten oder zur Förderung der Laichbereitschaft wird je 3 – 5 l Aquarienwasser ein Bananenblatt ins Aquarienwasser gegeben.

Die Blätter saugen sich im Laufe von 48 – 72 Stunden mit Wasser voll (man kann das beschleunigen, indem man sie untertaucht) und geben ihre Wirkstoffe innerhalb von 1 – 2 Wochen langsam an das Aquariumwasser ab. Danach ist die Wirkung erschöpft und diese können ausgetauscht werden.

Sie werden aber wie Seemandelbaumblätter auch gerne von Harnischwelsen und Krebstieren restlos aufgefressen.

Bild: DRAK - Aquaristik; Bananenstaude
Bild: DRAK – Aquaristik; Bananenstaude
Bild: DRAK - Aquaristik; Bananenblätter
Bild: DRAK – Aquaristik; Bananenblätter

Quelle:

DRAK-Aquaristik Dr. Andreas Kremser

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