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Faszination Aquaristik: Trends der Caridina-Hochzucht & neue Zuchtformen im Fokus

Faszination Aquaristik: Trends der Caridina-Hochzucht & neue Zuchtformen im Fokus
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Die letzten 5 Jahre und ein Ausblick Was kommt bei den Caridina-Hochzuchten?

In der Caridina-Hochzucht vollzieht sich ein stetiger Wandel zwischen technischer Selektionsgenetik und wechselnden Trends in der Aquaristik-Community. Während bestimmte Zuchtlinien nach jahrelanger Intensivierung ihren evolutionären Höhepunkt erreicht haben, rücken nun komplexe Detailmerkmale und die Wiederentdeckung traditioneller Muster in den Fokus. Der vorliegende Beitrag analysiert die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre und zeigt praxisnah auf, welche Selektionsansätze die Zuchtaquarien künftig prägen werden .

Die Entwicklung bei den Hochzuchtgarnelen geht weiter. Bild: Yap Kiat Fuil
Die Entwicklung bei den Hochzuchtgarnelen geht weiter. Bild: Yap Kiat Fuil

Die letzten 5 Jahre und ein Ausblick – Was kommt bei den Caridina-Hochzuchten?

Die Garnelenzucht hat sich in den letzten Jahren immer wieder verändert, aber Kreuzungen stehen nach wie vor im Vordergrund. Der Trend, die Qualität der bestehenden Klassiker weiter zu verbessern, ist dagegen etwas in den Hintergrund geraten, und einige Zuchtformen sind fast komplett aus den Hobby verschwunden. Der Trend, Wildformen zu halten, ist ebenfalls deutlich in den Hintergrund gerückt, und einige dieser Arten sind kaum noch in unseren Aquarien zu finden. 

Weiterentwicklungen und Kombinationen

Die Neuheiten der letzten Jahren waren überwiegend Weiterentwicklungen aus „Galaxy Fishbone“- und „Fancy Tiger“-Garnelen, deren Zeichnung immer weiter verfeinert wurde. Die „Fancy Tiger“ haben zusätzlich einen Rückenstrich und Galaxy Spots bekommen, bei den „Galaxys“ und „Boas“ wurde vermehrt auf kleinere Spots gezüchtet. Letztendlich wurden beide Zeichnungen – „Galaxy“ und „Fancy“ – kombiniert. In diese Richtung gibt es nun vermutlich nicht mehr viel Potential für Weiterentwicklungen (wobei wir das vor einigen Jahren bei den Boas auch dachten …). 

Rückkehr der Klassiker

Das haben auch bereits einige vor allem asiatische Züchter erkannt, und aktuell wird wieder vermehrt mit Garnelen gekreuzt, die klassische 3- und 4-Band-Zeichnungen aufweisen, aber auch die „guten alten“ Hinomaru und so weiter erleben eine Renaissance, und wir werden an dieser Stelle sicherlich noch weitere neue Muster sehen. Denkbar sind Kombinationen aus Bändern mit Rückenstrich, „Fishbone“-, „Zebra“- und „Fancy Tiger“-Zeichnungen, eventuell kombiniert mit vielen kleinen Galaxy-Spots. Auch die Kopfzeichnung wird sich sicher noch weiterentwickeln. 

Beine und Fühler

Auch die Schreitbeine sind seit Jahren im Fokus. Bei fast allen Garnelen gibt es Exemplare mit voll durchgefärbten Beinchen,  und auch „Spider Legs“, gestreifte Schreitbeine in schwarz-weiß, gelb-weiß oder rot-weiß sind lange schon bekannt. Viele neuere Hochzuchten zeigen zusätzlich verschiedene Pünktchen auf ihren Beinen. Auch das wird in Zukunft mehr werden, ähnlich wie die Zeichnung der Fühler. „Spider Antennae“ sind aktuell noch selten zu finden, da dieses Merkmal züchterisch sehr schwer zu festigen ist. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es bei den Fühlern in Zukunft auch noch Weiterentwicklungen in der Qualität geben wird.

 

Kombinierte Grundfarben

Außerdem wurde zuletzt vermehrt an den Grundfarben der Garnelen (rot, schwarz und gelb) gearbeitet. Dabei sind Garnelen entstanden, die in ihren Rot- und Schwarztönen variieren oder gar beide Farben kombinieren (wie beispielsweise die Lava Tiger). Hier stehen wir noch ganz am Anfang, und bisher sind diese Stämme noch nicht einfach stabil zu halten. Vermutlich wird die Farbe sich im Laufe des Garnelenlebens ständig verändern, was die Farbkombination zu einem der schwersten Zuchtziele macht, die es überhaupt geben kann.

Ghosts und Gold

Als Nische werden sicher auch all die neuen Zeichnungen in einer Ghost Variante entstehen, d.h. nur das weiße Muster auf einer sonst komplett farblosen/transparenten Garnelen. Auch bei den gelben Varianten haben wir noch ein enormes Potential. Hier wurde noch lange nicht alles ausgeschöpft, was möglich ist. 

Andere Augenfarben

Und zu guter Letzt haben wir auch noch die orangenen Augen. Hier sind wir ebenfalls noch am Anfang von dem, was möglich ist. Letztendlich kann man jede existierende Variante der Caridina-Garnele auch mit orangenen Augen züchten. Ich denke, diese Augenfarbe wird uns in den nächsten Jahre noch immer wieder neue Zuchtformen bescheren. 

Wenn man alle Garnelen züchten würde, die aus diesen theoretischen Überlegungen entstehen können, dann dürften wir uns in den nächsten Jahren sicherlich noch auf hunderte neuer Zuchtformen freuen. Es bleibt auf jeden Fall ein spannendes Hobby!

Nachdem jahrelange Kreuzungen aus Fancy Tiger und Galaxy Fishbone an ihre gestalterischen Grenzen stoßen, erlebt die Caridina-Zucht eine Neuausrichtung. Im Fokus stehen nun die Kombination klassischer Bandmuster mit modernen Spots sowie die gezielte Selektion von Detailmerkmalen wie Spider Legs, gemusterten Fühlern und Orange Eyes. Zusammen mit transparenten Ghost-Varianten, innovativen Gelbtönen und mehrfarbigen Grundfarben wie bei den Lava Tigern eröffnet dies Züchtern das Potenzial für hunderte neuer Zuchtformen.

Die Caridina-Zucht verlagert ihren Schwerpunkt von reinen Fleckenmustern hin zur gezielten Verfeinerung von Extremmerkmalen wie Fühler- und Beinzeichnungen sowie Augenfarben. Durch die Kombination von klassischen Bandmustern mit modernen Pigmentierungen eröffnet sich ein breit gefächertes Zuchtfeld für stabile Neukreationen. Für ambitionierte Aquarianer bleibt die nachhaltige genetische Festigung dieser vielschichtigen Farbstämme die anspruchsvollste Kernaufgabe der nächsten Jahre.

Über das Magazin: Caridina

Caridina – Das Magazin für Wirbellose im Süßwasseraquarium
Das Magazin Caridina ist das führende Fachmagazin für Aquarianer, die sich auf die Haltung, Zucht und Pflege von Garnelen, Krebsen, Schnecken und anderen Wirbellosen spezialisiert haben. Es begleitet Hobbyisten von den ersten Schritten bis hin zu professionell gepflegten und zuchtfähigen Linien. Mit liebevoll gestalteten, gut bebilderten Beiträgen, praxisnahen Tipps und fundiertem Fachwissen ist es sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Züchter ideal.

Was bietet das Magazin?

  • Fachkundige, didaktische Berichte und brillante Fotos von renommierten Autoren
  • Spannende Fachartikel zu Garnelen, Krebse, Schnecken, Wasserpflanzen, Aquarientechnik und mehr
  • Praxisnahe Anleitungen, Tipps, Tricks sowie Kleinanzeigen und Produktneuheiten
  • Jedes Heft widmet sich einem speziellen Themenbereich, der in mehreren Beiträgen vertieft wird
  • Erscheinungsweise: 4-mal jährlich (quartalsweise)

Zielgruppe:
Alle, die sich für die Pflege, Zucht und Haltung wirbelloser Süßwasserbewohner interessieren – von begeisterten Einsteigern bis zu professionellen Züchtern.

Weitere Infos:
Mehr zur Zeitschrift und Abonnements finden Sie hier: Caridina – Zeitschrift für Wirbellose

Über den Dähne Verlag

Der Dähne Verlag wurde im Jahr 1970 von Karl-Heinz Dähne gegründet und wird heute in zweiter Generation von Marc Dähne geführt. Das Familienunternehmen gliedert sich in zwei Bereiche: Als Branchenfachverlag versorgt es die Baumarkt- und Gartencenter-Branche sowie den Zoofachhandel mit Fachinformationen. Für das Hobby Aquaristik veröffentlicht der Verlag erfolgreiche Hobby-Magazine, Fachzeitschriften und ein umfangreiches Buchprogramm.

Verlagsangebot im Überblick:

  • Rund ein Dutzend Fach- und Publikumszeitschriften
  • Internet-Portale und Online-News-Dienste
  • Umfassende Statistiken, Studien und Handelsdaten
  • Eine große Auswahl an Büchern (über 90 Titel) zu Aquaristik, Garten, Teich- und Terraristik
  • Weitere Publikationen wie Einkaufsführer, Adressverzeichnisse und mehr

Der Verlag ist führend in der Veröffentlichung hochwertiger Fach- und Hobbyliteratur und unterstützt den Austausch und die Weiterbildung in der Aquaristik-Community.

Mehr erfahren: Webseite des Dähne Verlags

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Markus Schultz

Markus Schultz zählt zu den renommiertesten Züchtern von Hochzucht-Garnelen in Deutschland und betreibt das bekannte Garnelencenter Lemgo mit rund 200 Zuchtbecken. Als internationaler Fachjuror bei renommierten Wettbewerben wie dem The German International Shrimp Contest (TGISC) sowie als regelmäßiger Fachautor für das Magazin Caridina widmet er sich der Selektion stabiler Hochzuchtlinien, innovativer Farbmuster und der Vermittlung fundierter Haltungskonzepte .garnelencenter-lemgo

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