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Raritäten & Neuimporte im Fokus 236

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

oben links: Hypsophrys nicaraguensis (= Cichlasoma n., Copora n.)

Manchmal sollte man einen alten Bekannten einfach mal mit neuen Augen betrachten. Was für ein schöner Fisch! Nicht ohne Grund wurde dieser Cichlide in den 1980er Jahren als „Nikaragua-Traumbarsch“ bezeichnet. Damals stand er noch in der alten Sammelgattung Cichlasoma, obwohl man schon ahnte, dass er da nicht hingehört. Denn H. nicaraguensis ist der einzige Buntbarsch der Cichlasoma-Verwandtschaft, dessen Eier nicht haften. Meist deponiert das Paar das Gelege am Ende einer Höhle in Form eines Klumpens.
Die Pflege und Zucht des bis zu 25 cm langen Fisches sind leicht, er gilt als vergleichsweise friedlicher Fisch. Selbstverständlich hat der Großhandel gewöhnlich kleinere Jungtiere, die von der Farbenpracht der Erwachsenen noch nichts ahnen lassen, aber diesmal sind unter den 7-8 cm langen Männchen einige frühreife Bürschchen und die Gelegenheit hat Glaser sich nicht entgehen lassen. Und die Halbstarken zeigen nur einen Teil der Farbenpracht, die ein jung ausgewachsener, stattlicher Mann zeigen kann!


oben rechts: Apistogramma bitaeniata „Putumayo“

Apistogramma bitaeniata ist ohnehin schon eine der schönsten Apistogramma-Arten überhaupt, aber die Fundortvariante vom Rio Putumayo in Peru setzt noch eins drauf – herrliche Tiere erreichten Glaser vergangene Woche! Die großen Männchen mit ihren riesigen Flossen sind wirklich atemberaubend. Die Weibchen wirken im Vergleich dazu geradezu unterentwickelt. Und doch dient die ganze Pracht ausschließlich dazu, die zarten Damen zu beeindrucken…

unten links: Rasbora sarawakensis

Es handelt sich um einen sehr friedlichen Fisch, der Pflanzen unangetastet lässt und am liebsten im Trupp seinesgleichen unterwegs ist Gefressen wird jegliches übliche Fischfutter.
Auch wenn der Artname andeutet, dass die Art aus Sarawak (dem zu Malaysia gehörenden Teil Borneos) kommt, ist diese Art doch deutlich weiter auf Borneo verbreitet und wird auch im indonesischen Teil der Insel gefunden.


unten rechts: Channa sp. „Burmese Red Rim Rainbow“

Endlich konnte Glaser mehrere Exemplare dieses wunderschönen, kleinbleibenden Schlangenkopffisches aus Burma importieren. Die maximal 12-15 cm lange Art ist ein enger Verwandter von Channa gachua. Der Körperbau ist aber erheblich flacher. Farblich fällt auf, dass der „Red Rim Rainbow“ immer viele kleine schwarze Tüpfel hat, ein Merkmal, das bei Channa gachua fast immer fehlt.
Vor einem Jahr haben sie erstmals ein Exemplar dieser Art importieren können. Das damals importierte Tier hatte keinen roten Schwanzflossensaum, die jetzt eingeführten aber schon. Unter Spezialisten für Schlangenkopffische ist dieser Zwerg auch als Channa sp. Red Fin bekannt. Offenbar ist die Ausprägung der roten Flossensäume individuell unterschiedlich; das kennt man von anderen Channa-gachua-artigen auch.
Als subtropische Art, die wohl vorwiegend Fließgewässer bewohnt, sollte man den Red Rim Rainbow nicht dauerhaft zu warm pflegen. Für die grundsätzliche Pflege reicht Zimmertemperatur, im Sommer kann man sie auch gut im (absolut ausbruchsicheren!) Freilandbecken pflegen. Gefressen werden am liebsten Insekten, zusätzlich auch alle anderen Arten von grobem Frost- und Lebendfutter. Höchstwahrscheinlich ist dieser Schlangenkopffisch wie sein enger Verwandter Channa gachua ein Maulbrüter.

Quelle: Frank Schäfer – Aquarium Glaser GmbH

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