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Raritäten & Neuimporte im Fokus 251

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

oben links: Apistogramma gibbiceps

Aus dem Einzugsgebiet es Rio Negro kommt dieser schöne Zwergbuntbarsch. Er ist ein typischer Begleitfisch des Roten Neon. Die Art Apistogramma gibbiceps ist aufgrund der schrägen senkrechten Unterbauchstreifen unverwechselbar; allerdings zeigen die Tiere sie nicht in jeder Stimmungslage. Manchmal haben die Fische nur einen Längsstreifen, manchmal auch nur einen Punkt in der Körpermitte. Der in aggressiver Stimmung so auffällige Unteraugenstreifen ist in neutraler Stimmung kaum sichtbar.
Wie so viele Apistogramma-Arten ist auch diese im männlichen Geschlecht polychromatisch, es gibt also gemeinsam vorkommende Farbvarianten. Bei diesen Importen sind die auffälligsten Unterschiede in der Kopffärbung. Dort sind so genannte Blauköpfe und Gelbköpfe dabei. Aus letzteren kann man durch geschickte Zuchtauswahl in wenigen Generationen sogar rotköpfige Exemplare züchten.


oben rechts: Devario devario

Aus Bengalen in Indien stammen diese wunderschönen, großen Devario devario. Es handelt sich beim Devario-Bärbling um eine schon sehr lange im Hobby verbreitete Art, die in der älteren Aquarienliteratur unter dem Namen Danio devario zu finden ist. Dieser Bärbling wird etwa 8 cm lang und ist weit in Pakistan, Indien, Nepal und Bangladesch verbreitet.
Wie so viele andere Fische sehen Devario-Bärblinge je nach Herkunft und natürlichem Biotop etwas unterschiedlich aus. Tiere, die in Flüssen über hellem Boden leben, sind weit weniger farbintensiv als Exemplare aus krautigen, stehenden Gewässern. Aus welchen Gründen auch immer.

unten links: Brochis splendens und B. cf. splendens CW 35

Gerade kommen in guter Stückzahl die prächtigen Smaragdpanzerwelse, Brochis splendens nach Deutschland. Es sind 2 Varianten, deren Fanggebiete rund 1.200 km voneinander entfernt liegt. Die eine kommt aus Peru und repräsentiert den „klassischen“ Brochis splendens (die Art wurde übrigens aus dem Rio Tocantins in Brasilien beschrieben, während Brochis coeruleus, der gegenwärtig als Synonym zu B. splendens gilt, aus einem Zufluss des Ambyiacu-Flusses in Peru beschrieben wurde).
Die andere Form erhielt unter Panzerwelsfreunden die Bezeichnung CW 35 und stammt aus dem Mato Grosso in Brasilien. Dieser CW 35 unterscheidet sich vom „gewöhnlichen“ B. splendens durch die orangefarbenenen (gegenüber farblosen) Flossen und den orangefarbenen Bauch (weißlich bei typischen B. splendens). Weitere Unterschiede betreffen die Kopfzeichnung. Hier ist CW 35 oft leicht gepunktet, typische B. splendens nicht.
Beide Formen sind prachtvolle Fische, die mit über 8 cm Länge zu den größten Panzerwelsen zählen.


unten rechts: Taeniacara candidi

Dieser Zwergbuntbarsch aus Brasilien ist eine sehr hübsche Art. Gerade sind sehr niedliche Wildfänge in guter Stückzahl verfügbar. Im Prinzip sind Taeniacara – es gibt nur die eine Art, T. candidi – sehr langgestreckte Apistogramma. Die Aquarienbiologie von T. candidi entspricht darum dieser Gattung weitgehend. Das bedeutet, dass die Tiere feinen Sand als Bodengrund benötigen (zumindest stellenweise), in Höhlen oder ähnlichen Verstecken ablaichen und sich zunächst nur das Weibchen um Laich und Jungfische kümmert.
Allerdings zeigt Taeniacara candidi auch viele Besonderheiten im Verhalten und manche Zwergcichlidenfreunde bezeichnen die Art darum als den interessantesten südamerikanischen Zwergbuntbarsch überhaupt.

Quelle: Frank Schäfer – Aquarium Glaser GmbH

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