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Raritäten & Neuimporte im Fokus 267

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

oben links: Nannostomus rubrocaudatus
Zwei Zwergziersalmler aus Peru haben ganz fantastische rote Farben: Nannostomus mortenthaleri und N. rubrocaudatus. Trotz ihrer geringen Größe von nur 3-4 cm sollte man die Kampfkraft dieser Fische nicht unterschätzen, vor allem N. mortenthaleri kann gelegentlich ausgesprochen aggressiv sein. Daher sollte man diese Zwergfische in möglichst großen Aquarien pflegen, in denen andere Fische gut ausweichen können, um maximale Freude an den roten Ziersalmlern zu haben.
Die Tiere auf den Fotos sind rund 3 cm lang.


oben rechts: Bryconalestes longipinnis

Der Afrikanische Langflossensalmler, Bryconalests longipinnis (= Brycinus longipinnis), gehört zu den Klassikern aus Nigeria. Gewöhnlich sind die Tiere 3-5 cm lang, also etwa halbwüchsig (das größte je gemeldete Tier war etwa 16 cm lang, aber das ist so selten wie ein 2,3 m großer Mensch), da sie naturgemäß in dieser Größe am besten zu transportieren und am einfachsten einzugewöhnen sind. Für ein Projekt hat Aquarium Glaser einmal ein paar Tiere in einem 4.000 Liter fassenden Becken heranwachsen lassen. Es sind wirkliche Schönheiten geworden!

unten links: Pterophyllum scalare „Bicolor Blue“
Diese neue Zuchtform des Segelflossers (Pterophyllum scalare „Bicolor Blue“) kann Glaser jetzt erstmals anbieten. Noch fallen die Tiere individuell unterschiedlich aus, aber im Rückenbereich ist selbst bei den Jungtieren schon ein kräftiger Blauton zu sehen, der, so der Züchter, bei den Zuchttieren sehr intensiv ausgeprägt ist.


unten rechts: Aequidens tetramerus

Der Sattel-Buntbarsch Aequidens tetramerus ist eine der am weitesten verbeiteten Arten der Gattung Aequidens und eine der farbigsten. Dennoch ist der Fisch kaum jemals im Handel vertreten. Das ist schade, denn sehr zu Recht gelten Aequidens – genügend Raum vorausgesetzt, zu den friedlichsten Buntbarschen, die zudem nicht sehr stark wühlen. Es sind Offenbrüter mt Elternfamilie.
Das wirklich faszinierende an den Tieren ist der extreme Farbwechsel, zu denen sie fähig sind. Bereits die rund 5-7 cm langen, gerade geschlechtsreifen Jungtiere zeigen das. Diese Nachzuchten stammen von Elterntiere eines Züchters aus dem Taunus. Sie laichten ca. 700 bernsteinfarbene Eier auf einem Seemandelblatt ab. Dieses wurde jeweils dorthin gebracht, wo das Gelege am sichersten war. Bei der Balz und bei der Brutpflege zeigen die Eltern die verschiedensten Farbmuster. Sie können hellbeige bis rußschwarz sein, Längsstreifen, Vertikalbänder oder/und Punkte aufweisen – je nach Stimmung bzw. Informationszweck. Dieser wird auch durch die Körperhaltung zum Ausdruck gebracht. Dabei begegnen sich die Tiere in Schräglage, leicht auf die Seite kippend oder bei der Balz durch ein fast senkrechtes Aufstellen. Die Fische fressen Trockenfutter, gerne aber Mückenlarven und Würmer.

Quelle: Frank Schäfer – Aquarium Glaser GmbH

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