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Raritäten & Neuimporte im Fokus 279

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

oben links: Pseudacanthicus sp. L 114
Der L-Wels L114 ist ein enger Verwandter von Pseudacanthicus leopardus (siehe dazu unseren Eintrag über LDA 7); Auf den Bildern sind große und sehr kleine Tiere zu sehen. Da kam Glaser die Idee, doch einmal beide zusammen zu fotografieren, um die doch recht deutliche Umfärbung der Art im Laufe ihres Wachstums zu dokumentieren. Das erforderte zwar etwas Geduld und Spucke, bis sich das kleine Tier in guter Position zur großen Schwester befand, doch schließlich glückten einige Bilder.
Eine dauerhaft gemeinsame Pflege derart unterschiedlich großer Tiere wird allerdings nicht empfohlen. Obwohl das große Tiere sich gegenüber dem kleinen auch dann absolut friedfertig verhielt, als das kleine Tier den massigen Kopf des Großen als Versteck nutze, könnte es doch leicht passieren, dass ein ausgewachsener L 114 ein Jungtier bei Gelegenheit frisst…

oben rechts: Pethia padamya wild
Die Herkunft der Odessa- oder Rubinbarbe war gut 30 Jahre lang unbekannt. Die ersten Exemplare tauchten in der früheren UDSSR auf, man war sich lange nicht sicher, ob es sich um eine Zuchtform oder um eine Naturart handelt. Erst 2001 erschienen Wildfänge im Handel, es zeigte sich, dass die Fische einer Wildart angehören und in Burma vorkommen. Sven O. Kullander und Ralf Britz haben die Art im Oktober 2008 jetzt formell beschrieben, sie heißt jetzt richtig Pethia padamya.
Die balzenden Männchen gehören sich zu den schönsten Barben überhaupt.

unten links: Pterophyllum scalare “Belem Sky Blue”
Im Jahre 2015 wurde in der Sendung zu einem Rochenimport aus Belem, Para, Brasilien ein Skalar eingeführt, den zu diesem Zeitpunkt keiner bei uns kannte.
Bereits 2016 fielen in einer F1-Nachzucht einige wenige blaue Mutanten mit roter Iris aus.
Diese blauen Skalare der Wildfangnachzucht bildeten die Ausgangstiere für die Stabilisierung der Mutationszuchtlinie „Belem Sky Blue” bei Aquarium Glaser.
Die F2 der Selektionszucht zeigte bereits ihr Potential in Farbe, Größe und Flossenausbildung.
Das Brutpflegeverhalten ist vorbildlich und, wie für Skalare typisch, sehr intensiv.
Erst jetzt erkennt man das vorhandene Spektrum der sich in schwarz und blau ausbildenden Farben.

unten rechts: Guppy Endler Red Chest Saddleback
Vor einigen Jahren konnte Glaser erstmals Guppys importieren, die als besonderes Farbmerkmal einen tiefschwarzen Sattelfleck, beginnend am Ansatz der Rückenflosse, aufwiesen. Diese Tiere wurden als Yellow Half Tuxedo bezeichnet.
Eine Weiterentwicklung dieses Stammes stellt der Red Chest Saddleback dar, bei dem sowohl Wert darauf gelegt wird, dass sich rote Farbelemente auf der Brust (engl: chest) befinden, als auch, dass die Schwanzflossenzeichnung gegenüber dem typischen Endlertyp farbiger ist. Glaser kann jetzt diese Variante als deutsche Nachzucht anbieten, es handelt sich um den Stamm, den der japanische Züchter Hiroshi Sugino entwickelt hat.
Die „echten“ Weibchen der Saddleback-Endlerguppys erkennt man übrigens gut an den schwarzen Fleck an der Basis der Schwanzflosse.

Quelle: Frank Schäfer – Aquarium Glaser GmbH

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