Raritäten & Neuimporte im Fokus 36

Die Aquaristik enthält unzählige Tierarten, die es zu entdecken gibt. Viele von diesen sind noch unbekannt und nur selten im Handel anzutreffen. Wir stellen euch 4 Arten davon vor:

Foto: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
Foto: aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG

 

oben links: Corydoras sp. „CW009“

Aus Peru stammen die sogenannten Leuchtstreifenpanzerwelse, die einen stark metallisch leuchtenden Streifen auf dem Rücken zeigen. Neben den orange gestreiften CW010 stellen die grün gestreiften CW009 die attraktivste, aber leider auch kostspieligste Form dar. Die Codenummer CW009 wurde an diese Art aus der Verwandtschaft des Metallpanzerwelses vergeben, da sie noch unbeschrieben ist. Sie stammt aus Schwarzwasserflüssen im Einzugsgebiet des Río Ucayali, ist jedoch bezüglich ihrer Ansprüche recht anpassungsfähig. Die 5-6 cm groß werdenden Fische lassen sich bei 22-26 °C gut in Leitungswasser pflegen. Zur Vermehrung empfiehlt sich jedoch Weichwasser.

Bild: Ingo Seidel
Bild: Ingo Seidel

oben rechts: Channa pulchra

Aus Myanmar stammt dieses Wildfangexemplar einer der schönsten Schlangenkopffischarten. Der Pfauen-Prachtschlangenkopf stammt aus dem Oberlauf des Kyeinthali Chaung im Bundesstaat Rakhine. Die Art erreicht eine Länge von etwa 30 cm und ist damit noch gut in größeren Aquarien zu pflegen. Sie soll in der Natur schnellfließende kühlere Gewässer bewohnen und sollte dem entsprechend bei 18-24 °C gepflegt werden. Weiches bis mittelhartes Wasser mit einem etwa neutralen pH-Wert ist für die Pflege ideal, aber auch härteres Wasser wird gut vertragen. Schlangenkopffische benötigen kräftiges Futter, lassen sich aber gut mit Frostfutter ernähren.

Bild: Enrico Richter
Bild: Enrico Richter

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels

unten links: Peckoltia sp. L 209

Aus dem Rio Madeira in Brasilien kommt ein sehr hübscher und seltener Vertreter der Zwergschilderwelse der Gattung Peckoltia. Wir denken, dass es sich dabei um den aus dem Bundesstaat Rondônia, durch den der Rio Madeira fließt, beschriebenen L 209 handelt, von dem bislang nur die Abbildung eines halbwüchsigen Exemplars bekannt ist. Charakteristisch für unsere Tiere sind sich kontrastreich abhebende dunkelbraune Wurmlinien. Die Männchen sind  als bereits 11-14 cm große Tiere an dem stark beborsten Schwanzstiel gut zu erkennen. Die Art sollte bei 25-29 °C vorzugsweise in weichem bis mittelhartem Wasser gepflegt werden. Peckoltia sind Allesfresser, die recht gut mit Futtertabletten ernährt werden können.

Bild: Enrico Richter
Bild: Enrico Richter

unten rechts: Puntius tetrazona

Aus Sri Lanka stammt eine neue Zuchtform der Sumatrabarbe, die als „Ghost“ bezeichnet wird. Bei dieser hübschen Variante fehlen die für die Wildform charakteristischen dunklen Binden. Stattdessen zeigt sie diese in einem zarten metallischen Grün. Natürlich stimmt die Ghost-Sumatrabarbe bezüglich ihrer Ansprüche und im Verhalten völlig mit der wildfarbigen Sumatrabarbe überein. Auch bei ihnen handelt es sich um gesellige Fische mit einem starken „Spieltrieb“, die in nahezu jedem Wasser gepflegt werden können. Die Tiere bevorzugen eine leichte Strömung und fühlen sich bei 22-27 °C wohl.

Bild: Enrico Richter
Bild: Enrico Richter

Quelle:

aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG

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