Raritäten & Neuimporte im Fokus 20

Die Aquaristik enthält unzählige Tierarten, die es zu entdecken gibt. Viele von diesen sind noch unbekannt und nur selten im Handel anzutreffen. Wir stellen euch 4 Arten davon vor:

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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oben links: Tigerharnischwels (Panaqolus sp. L 002) aus Brasilien

Nachdem auch der Export der Tigerharnischwelse der Gattung Panaqolus aus Brasilien für eine ganze Weile lang nicht erlaubt war, dürfen seit Januar 2012 einige Arten wieder gehandelt werden. So auch der hübsche L 002, der bis zum Exportstopp eine recht populäre Art war. Nach anfänglich recht hohen Preisen sind diese L-Welse nun wieder für jedermann erschwinglich geworden. Die maximal nur 12-13 cm großen, friedlichen Harnischwelse stammen aus dem Flusssystem des Rio Tocantins in Brasilien und sollten bei 26-30 °C gepflegt werden. Für die Ernährung der Tiere sind Holzstücke im Aquarium wichtig.

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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oben rechts: Borneo-Flossensauger (Gastromyzon ctenocephalus)

Einen der attraktivsten Vertreter der Flossensauger der Gattung Gastromyzon aus Indonesien. Der Borneo-Flossensauger ist vielen vielleicht noch unter der falschen Bezeichnung Gastromyzon punctulatus bekannt, heißt aber korrekt Gastromyzon ctenocephalus. Die Art bewohnt auf Borneo schnell fließende Bäche, in denen sie auf Steinen angetroffen werden kann, die diese Aufwuchsfresser abweiden. Dem entsprechend lassen sich die Tiere am besten mit pflanzlichem Trockenfutter und feinem Frostfutter (Cyclops, Daphnien etc.) ernähren. Die etwa 5-6 cm groß werdenden Flossensauger, die metallisch blaue Striche in den Flossen zeigen können, sollten bei 20-25 °C in sauerstoffreichem Wasser gepflegt werden.

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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unten links: Flaggenschwanz-Schwielenwels (Dianema urostriatum)

Diese Tiere werden oft aus Brasilien importiert, wo sie im Amazonasgebiet heimisch sind. Dianema bewohnen vor allem träge fließende und stehende Gewässer, die teilweise auch recht sauerstoffarm sein können, und sind dem entsprechend recht anspruchslos. Flaggenschwanz-Schwielenwelse können in der Natur eine Länge von 13-14 cm erreichen, bleiben aber im Aquarium zumeist deutlich kleiner. Sie haben ähnliche Pflege- und Nahrungsansprüche wie die verwandten Panzerwelse der Gattung Corydoras, betreiben aber im Gegensatz zu diesen Brutpflege. Die Männchen bewachen das Gelege in einem von ihnen errichteten Schaumnest, ganz ähnlich wie viele Labyrinthfische.

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
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unten rechts: Kupfermaulbrüter (Pseudocrenilabrus philander dispersus)

Von einem deutschen Züchter gibt es kräftige Nachzuchttiere des Kupfermaulbrüters (Pseudocrenilabrus philander dispersus). Diese in Südwestafrika und Angola bis Mosambik verbreitete Unterart erreicht eine Länge von bis zu 10 cm. Während die größeren Männchen durch metallisch glänzende Körperseiten, sehr farbige Flossen und leuchtend blaue Lippen bestechen, sind die kleineren Weibchen deutlich schlichter gefärbt. Sie übernehmen bei dieser Art auch die Brutpflege. Kupfermaulbrüter stellen keine hohen Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit (Leitungswasser genügt!) und sollten bei 22-26 °C gepflegt werden. Außer mit Lebend- und Frostfutter (Mückenlarven, Artemia etc.) lassen sie sich auch problemlos mit Trockenfutter ernähren.

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