Raritäten & Neuimporte im Fokus 536

Raritäten & Neuimporte im Fokus 536

Von majestätischen Oskars bis zu faszinierenden Welsen: Deine neuen Aquarien-Stars warten!

Aquarianer aufgepasst! Dein Sonntag wird auf my-fish.org ab sofort zum Highlight der Woche! Tauche mit uns ein in die faszinierende und artenreiche Welt der Aquaristik, denn jeden Sonntag präsentieren wir dir exklusiv neue oder seltene Aquarienbewohner, die dein Herz höherschlagen lassen und dein Aquarium bereichern können.

Dank unserer starken Partnerschaften mit führenden Zierfischgroßhändlern aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) erhalten wir jede Woche einen unvergleichlichen Einblick in deren Bestände. So können wir dir regelmäßig vier ausgewählte Tierarten vorstellen, die du vielleicht noch nicht kennst oder die echte Raritäten im Handel sind. Fokus dieser speziellen Reihe sind ausschließlich die schillernde Vielfalt der Zierfische und die spannende Welt der Wirbellosen, wie beispielsweise faszinierende Garnelen und charakterstarke Krebse. Wichtiger Hinweis für alle Pflanzenfreunde: In dieser Serie konzentrieren wir uns ganz auf die Zierfische und Wirbellosen und lassen die Aquarienpflanzen bewusst außen vor, damit wir uns voll und ganz den schwimmenden und krabbelnden Stars deines Aquariums widmen können.

Entdecke atemberaubende neue Arten und lerne mehr über deren Herkunft, Haltung und Pflege. Egal ob majestätische Cichliden, agile Salmler, fleißige Bodenbewohner oder charakterstarke Schmerlen – wir legen Wert darauf, dir auch erfolgreiche Nachzuchten und die beeindruckende Bandbreite ihrer Zuchtformen vorzustellen. Gerade diese seltenen Arten und besonderen Zuchtformen sind oft schwer zu finden und bieten eine unglaubliche Bereicherung für jedes Aquarium. Wir bringen dir die Vielfalt der aquatischen Welt näher und zeigen dir die Faszination hinter jedem Zierfisch.

Egal, ob du ein erfahrener Aquarianer bist oder gerade erst in das Hobby einsteigst – auf my-fish.org findest du jede Menge Inspiration, wertvolle Informationen und wunderschöne Bilder. Verpasse keinen Sonntag mehr und lass dich von der Artenvielfalt unserer Aquarienbewohner begeistern. Dein nächstes Traumtier wartet vielleicht schon auf dich! Besuche my-fish.org und sei dabei, wenn wir die Geheimnisse der Unterwasserwelt lüften und dir die spannendsten Aquaristik-News direkt nach Hause bringen.

Botia kubotai - Domino-Prachtschmerle, WF-MMR

Quelle: Ingo Seidel – aqua-global Zierfischgroßhandel GmbH

Carassius auratus „Komet Sarasa“ – Sarasa-Goldfisch

Der Sarasa-Goldfisch ist eine besonders attraktive Zuchtform des Goldfisches (Carassius auratus) und fällt vor allem durch seine leuchtend rote und weiße Färbung sowie die langen, elegant auslaufenden Flossen auf, die an einen Kometenschweif erinnern. Die Tiere gelten als robust, anpassungsfähig und können bei guter Pflege ein beachtliches Alter erreichen. Ausgewachsene Exemplare werden meist 20 bis 30 cm groß, in Einzelfällen sogar noch größer, weshalb der hohe Platzbedarf bei der Haltung unbedingt berücksichtigt werden muss. Als Allesfresser nehmen sie hochwertiges Goldfischfutter in Form von Flocken oder Pellets ebenso gerne an wie Frost- und Lebendfutter, etwa Mückenlarven, Wasserflöhe oder Tubifex. Ergänzend ist pflanzliche Kost, zum Beispiel Spirulina oder überbrühtes Gemüse, sinnvoll, um Vitalität und Farbausprägung zu fördern. Für die Haltung im Aquarium sollte man mindestens 200 bis 300 Liter für ein Tier einplanen, bei mehreren Tieren entsprechend deutlich mehr. Da Goldfische soziale Kaltwasserfische sind und Temperaturen von etwa 18 bis 24 °C bevorzugen, eignen sie sich bei passenden Bedingungen auch sehr gut für den Gartenteich. Wichtig sind zudem eine starke Filterung und ein feiner, gründelgeeigneter Bodengrund aus Sand oder abgerundetem Kies.

Astronotus ocellatus „Red Tiger“ – Roter Tiger-Oskar

Der Rote Tiger-Oskar ist eine besonders beliebte Zuchtform des Oskars (Astronotus ocellatus) und beeindruckt mit seiner intensiven roten Grundfärbung, die von unregelmäßigen schwarzen Flecken und Streifen durchzogen wird. Dieser große südamerikanische Buntbarsch ist nicht nur optisch auffällig, sondern auch für seine Intelligenz und seine oft erstaunlich zutrauliche Art bekannt. Im Aquarium erreicht er in der Regel eine Größe von 30 bis 35 cm und zählt damit zu den imposantesten Süßwasserzierfischen der Heimaquaristik. Als Raubfisch benötigt er eine proteinreiche Ernährung mit großen Cichlidenpellets, ergänzt durch Frostfutter wie Garnelen, Muschelfleisch, Mysis oder Stinte. Auch Regenwürmer oder größere Insekten können gelegentlich gereicht werden. Aufgrund seiner Größe und seines kräftigen Stoffwechsels braucht der Rote Tiger-Oskar ein sehr geräumiges Aquarium mit mindestens 400 bis 500 Litern für ein Einzeltier, für ein Paar entsprechend deutlich mehr. Die Wassertemperatur sollte zwischen 23 und 28 °C liegen. Da Oskars dafür bekannt sind, das Aquarium aktiv umzugestalten, sollten nur schwere und standsichere Dekorationen verwendet werden. Empfindliche Pflanzen sind meist ungeeignet, und bei der Vergesellschaftung ist große Vorsicht geboten, da die Tiere territorial und innerartlich durchaus aggressiv sein können.

Pimelodus pictus – Engelsantennenwels

Der Engelsantennenwels (Pimelodus pictus) ist ein sehr attraktiver und schwimmfreudiger Wels aus Südamerika, der durch seine silbrig-graue Grundfarbe mit zahlreichen schwarzen Punkten und seine außergewöhnlich langen Barteln sofort ins Auge fällt. Anders als viele andere Welse ist er nicht nur bodenorientiert, sondern auch häufig in den mittleren Wasserschichten unterwegs und zeigt ein sehr aktives Schwimmverhalten. Die Art erreicht eine Größe von etwa 12 bis 15 cm. Bei der Fütterung zeigt sich der Engelsantennenwels unkompliziert, bevorzugt aber deutlich fleischliche Nahrung. Neben absinkendem Granulat und Welschips nimmt er Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Tubifex oder Mückenlarven sehr gerne an. Da die Tiere besonders in den Abendstunden aktiv werden, empfiehlt sich die Fütterung eher gegen Ende der Beleuchtungsphase. Wichtig für die Haltung ist, dass Pimelodus pictus ein ausgeprägter Gruppenfisch ist und keinesfalls einzeln gepflegt werden sollte. Eine Gruppe von mindestens fünf bis sechs Tieren braucht ein Aquarium mit mindestens 120 cm Kantenlänge beziehungsweise rund 240 Litern, damit die aktiven Tiere genügend Schwimmraum haben und bei Schreckreaktionen nicht gegen die Scheiben prallen. Das Becken sollte bei 22 bis 26 °C betrieben werden und sowohl Verstecke als auch freie Schwimmzonen bieten. Kleine Beifische sind ungeeignet, da sie als Beute enden können.

Hyphessobrycon pyrrhonotus – Rotrücken-Kirschflecksalmler

Der Rotrücken-Kirschflecksalmler (Hyphessobrycon pyrrhonotus) ist ein friedlicher und zugleich sehr attraktiver Schwarmfisch aus Südamerika. Besonders auffällig ist der leuchtend rote Rückenstreifen, der bei guten Haltungsbedingungen und passendem Lichteinfall intensiv zur Geltung kommt. Hinzu kommt der typische dunkle Fleck an der Körperseite, der ihm seinen Namen gegeben hat. Die Art bleibt mit 4 bis 5 cm vergleichsweise klein und eignet sich deshalb gut für ruhige Gesellschaftsaquarien. Als Allesfresser nimmt sie feines Flockenfutter, Mikrogranulat sowie kleines Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Cyclops oder Daphnien problemlos an. Eine abwechslungsreiche Fütterung trägt wesentlich zur Gesundheit und Farbintensität bei. Da es sich um einen typischen Schwarmfisch handelt, sollte der Rotrücken-Kirschflecksalmler in einer Gruppe von mindestens acht bis zehn Tieren gehalten werden. Für eine solche Gruppe ist ein Aquarium ab 80 bis 100 Litern ausreichend, sofern neben dichter Bepflanzung auch genügend freier Schwimmraum vorhanden ist. Besonders wohl fühlen sich die Tiere bei Temperaturen zwischen 22 und 27 °C in einem eher ruhig gestalteten Becken mit dunklerem Bodengrund.

Hyphessobrycon erythrostigma – Fahnen-Kirschflecksalmler

Der Fahnen-Kirschflecksalmler (Hyphessobrycon erythrostigma) ist ein eleganter Salmler aus dem peruanischen Amazonasgebiet und zählt zu den markanteren Vertretern seiner Gattung. Besonders auffällig sind die hohe, oft fahnenartig verlängerte Rückenflosse und der charakteristische rote Fleck an der Körperseite. Vor allem dominante Männchen wirken dadurch ausgesprochen edel und präsent. Mit einer Endgröße von etwa 6 bis 7 cm ist diese Art etwas größer als viele andere Salmler und entsprechend auch etwas wirkungsvoller im Aquarium. Gefüttert wird sie am besten mit hochwertigem Flockenfutter oder feinem Granulat, ergänzt durch regelmäßige Gaben von Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Daphnien oder Mückenlarven. Für eine gute Ausfärbung und Vitalität ist Abwechslung in der Ernährung wichtig. Der Fahnen-Kirschflecksalmler ist ein friedlicher Gruppenfisch und sollte in einer Gruppe von mindestens sechs bis acht Tieren gepflegt werden. Ein Aquarium ab 100 bis 120 Litern ist dafür gut geeignet. Die Tiere bevorzugen eher weiches, leicht saures Wasser und Temperaturen zwischen 22 und 26 °C. Dichte Randbepflanzung, etwas gedämpftes Licht und ausreichend freier Schwimmraum kommen ihnen sehr entgegen. Auf eine Vergesellschaftung mit Flossenzupfern sollte man verzichten.

Pareutropius buffei / P. vandeweyeri – Schwalbenschwanz-Glaswels

Der Schwalbenschwanz-Glaswels, meist als Pareutropius buffei oder P. vandeweyeribezeichnet, ist ein faszinierender afrikanischer Schwarmwels mit nahezu durchsichtigem Körper und tief gegabelter Schwanzflosse. Diese besondere Optik verleiht ihm ein fast schwebendes Erscheinungsbild im Aquarium. Die Tiere werden etwa 8 bis 10 cm groß und sind ausgesprochen aktive Freiwasserfische, die sich überwiegend in der mittleren Wasserschicht aufhalten. Trotz ihrer Zugehörigkeit zu den Welsen fressen sie bevorzugt im freien Wasser. Geeignet sind feines Flockenfutter, Mikro-Pellets sowie kleine Frost- und Lebendfuttersorten wie Artemia, Cyclops oder kleine Mückenlarven. Beim Fressen zeigen sie sich oft recht stürmisch. Für die Haltung ist entscheidend, dass es sich um ausgesprochene Schwarmfische handelt, die in Gruppen von mindestens sechs bis acht Exemplaren gepflegt werden müssen. Ein Aquarium ab 100 bis 120 Litern mit sauberem, sauerstoffreichem Wasser und leichter Strömung ist für eine Gruppe gut geeignet. Die Temperatur sollte zwischen 23 und 27 °C liegen. Neben freiem Schwimmraum brauchen die Tiere auch geschützte Bereiche mit Pflanzen oder Wurzeln, in denen der Schwarm gemeinsam zur Ruhe kommen kann.

Ancistomus / Peckoltia sp. – L 387 Pracht-Zwergschilderwels

Der unter der L-Nummer L 387 bekannte Pracht-Zwergschilderwels gehört zur Familie der Harnischwelse und wird je nach Quelle den Gattungen Ancistomus oder Peckoltiazugeordnet. Charakteristisch ist sein attraktives Muster aus hellen und dunklen Flecken oder Bändern auf gelblichem bis bräunlichem Grund, das ihn zu einem besonders beliebten Aquarienwels macht. Die Art erreicht eine Größe von etwa 10 bis 12 cm und lebt bodenorientiert mit einer Vorliebe für Höhlen und strukturreiche Bereiche. Bei der Ernährung ist der L 387 ein Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für gemischte Kost. Er frisst spezielle Welsfuttertabletten und Granulate, nimmt aber auch pflanzliche Nahrung wie blanchierte Zucchini, Gurke oder Paprika gerne an. Zusätzlich kann gelegentlich Frostfutter gereicht werden. Wichtig ist, mit dem häufig verbreiteten Irrtum aufzuräumen, dass diese Art Holz für die Verdauung benötigt. Wurzeln sind vor allem als Rückzugsorte und Revierstruktur wichtig, nicht als zwingender Nahrungsbestandteil. Für die Haltung empfiehlt sich ein Aquarium ab 100 cm Kantenlänge beziehungsweise etwa 160 Litern. Das Wasser sollte warm, sauerstoffreich und leicht in Bewegung sein, idealerweise bei 24 bis 28 °C. Eine gute Struktur mit Höhlen, Wurzeln und Steinen ist unverzichtbar, da insbesondere Männchen territorial sein können.

Corydoras agassizii – Silberstreifen-Panzerwels

Der Silberstreifen-Panzerwels (Corydoras agassizii) ist ein friedlicher und sehr ansprechender Bodenfisch aus Südamerika, der vor allem durch seine silbrig-graue Grundfärbung mit dunklen Punkten und streifenartiger Zeichnung auffällt. Typisch sind außerdem die dunkle Augenbinde und ein markanter schwarzer Fleck in der Rückenflosse. Die Tiere werden etwa 6 bis 7 cm groß und sind lebhafte Bodenbewohner, die in Gruppen nahezu ständig den Untergrund nach Fressbarem absuchen. Bei der Ernährung handelt es sich keineswegs um bloße Resteverwerter, sondern um Fische mit gezieltem Nahrungsbedarf. Geeignet sind sinkende Tabletten, feines Granulat sowie regelmäßige Gaben von Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Tubifex oder Mückenlarven. Für eine artgerechte Haltung ist die Gruppengröße besonders wichtig: Corydoras agassizii sollte immer in einer Gruppe von mindestens sechs, besser acht bis zehn Tieren gepflegt werden. Dafür ist ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge beziehungsweise etwa 112 Litern sinnvoll. Die Temperatur sollte zwischen 22 und 26 °C liegen. Ganz entscheidend ist ein feiner Sandboden, da scharfkantiger Kies die empfindlichen Barteln verletzen kann. Außerdem benötigen Corydoras als Darmatmer Zugang zu atmosphärischer Luft, weshalb zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung immer ein Luftspalt vorhanden sein sollte.

Botia kubotai – Domino-Prachtschmerle

Die Domino-Prachtschmerle (Botia kubotai) ist eine äußerst attraktive Schmerlenart aus Myanmar und begeistert durch ihr unverwechselbares Muster aus dunklen und hellen Flecken sowie labyrinthartigen Zeichnungen. Jedes Tier wirkt dadurch ein wenig anders, was die Art zusätzlich reizvoll macht. Mit einer Endgröße von etwa 12 bis 15 cm gehört sie zu den größeren und sehr bewegungsfreudigen Schmerlen im Aquarium. Als Allesfresser nimmt sie ein breites Nahrungsspektrum an, darunter sinkende Pellets, spezielle Schmerlentabletten, Frost- und Lebendfutter wie Tubifex, Artemia, Regenwürmer oder Mückenlarven. Auch pflanzliche Kost wie blanchierte Gurke oder Zucchini wird gerne gefressen. Bekannt ist die Art zudem dafür, Schnecken im Aquarium effektiv zu dezimieren. In der Haltung muss unbedingt berücksichtigt werden, dass Botia kubotai ein hochsozialer Gruppenfisch mit komplexer Rangordnung ist. Eine Einzelhaltung ist ungeeignet; stattdessen sollte eine Gruppe von mindestens fünf bis sechs Tieren gepflegt werden. Dafür ist ein Aquarium mit mindestens 120 cm Kantenlänge beziehungsweise etwa 240 Litern notwendig. Die Tiere benötigen Temperaturen zwischen 24 und 28 °C, viele Verstecke aus Wurzeln, Höhlen und Steinaufbauten sowie einen weichen Bodengrund. Da sie bei zu wenig Platz oder zu kleiner Gruppe schnell ruppig werden können und außerdem gute Springer sind, ist auch eine sichere Abdeckung wichtig.

Matthais AI

Matthias Wiesensee

Aquarianer, Wirtschaftsinformatiker, Online Marketing Manager. Liebt Fotografie, Badminton & Inlineskating. Nutzt die Freizeit für die Aquaristik, den Gartenteich und den Hund.
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