Raritäten und Neuimporte im Fokus Vol. 537

Raritäten und Neuimporte im Fokus Vol. 537

Ein Mix aus faszinierenden Wildfängen und robusten Nachzuchten für dein Aquarium

Gymnocorymbus ternetzi "Gold" - Trauermantelsalmler, NZ

Bist du auf der Suche nach besonderen Aquarienbewohnern, die dein Unterwasserreich bereichern und für neue Blickfänge sorgen? Dann bist du bei uns genau richtig! Jede Woche präsentieren wir dir vier sorgfältig ausgewählte Zierfische und faszinierende Wirbellose wie Garnelen und Krebse. Von farbenprächtigen Nachzuchten (DNZ), die sich bereits bestens an das Leben im Aquarium angepasst haben, bis hin zu spannenden Wildfängen (WF) aus entlegenen Regionen – wir stellen dir Arten vor, die oft noch selten im gängigen Fachhandel zu finden sind und die Herzen erfahrener Aquarianer höherschlagen lassen.

Dank der engen Zusammenarbeit mit unseren starken Partnern, den renommierten Zierfischgroßhändlern aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), erhältst du exklusive Einblicke in die beeindruckende Artenvielfalt der Süßwasserfische und einzigartigen Wirbellosen. Wir tauchen tief in ihre spezifischen Haltungsansprüche, besonderen Nahrungsbedürfnisse und charakteristischen Merkmale ein, damit du bestens informiert bist. Wichtig für dich zu wissen: Unsere Beitragsreihe konzentriert sich ausschließlich auf die lebendigen Aquarienbewohner; Aquarienpflanzen werden hier explizit nicht behandelt. Lass dich von der Schönheit und den individuellen Eigenheiten dieser Aquarienraritäten begeistern und finde inspirierende neue Schätze für dein eigenes Aquarium!

Skalar-Red-Spotted-Guyana (Pterophyllum scalare „Red Spotted“)

Der Skalar-Red-Spotted-Guyana ist eine atemberaubende Zuchtform des beliebten Skalars (Pterophyllum scalare), die mit ihrer auffälligen Rotfärbung und den spezifischen Fleckenmustern begeistert. Diese Deutsche Nachzucht (DNZ) ist bereits gut an unsere Aquarienbedingungen gewöhnt, was den Start für dich als Aquarianer erleichtert. Skalare sind beeindruckende und elegante Zierfische, die ein gewisses Maß an Erfahrung und passende Beckenbedingungen erfordern, um ihre volle Pracht zu entfalten.

Ein ausgewachsener Skalar erreicht eine stattliche Höhe von bis zu 20 cm, daher ist ein Aquarium ab 240 bis 300 Litern (mit mindestens 120 cm Kantenlänge) und einer Mindesthöhe von 50 cm für eine artgerechte Gruppenhaltung unerlässlich. Sie benötigen ausreichend Schwimmraum in der mittleren und oberen Wasserschicht. Dichte Bepflanzung an den Rändern und große Wurzeln bieten nicht nur Versteckmöglichkeiten, sondern dienen auch als wichtige Reviermarkierungen. Skalare sind Gruppenfische und sollten mindestens zu fünft gehalten werden, um ihr natürliches Sozialverhalten zu zeigen und Aggressionen untereinander zu verteilen. Während der Balz und Laichzeit können sie Reviere bilden und dominant auftreten. Achte bei der Vergesellschaftung darauf, keine zu kleinen Fische (z.B. Neonsalmler) zu wählen, da diese als Beute enden könnten. Gut geeignet sind andere mittelgroße, friedliche Salmlerarten oder diverse Welse.

In puncto Ernährung sind Skalare Allesfresser, bevorzugen aber eine abwechslungsreiche und proteinreiche Kost. Füttere sie mit hochwertigem Trockenfutter (Flocken, Granulat), ergänze dies aber unbedingt mit Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Mysis) und gelegentlich auch mit Lebendfutter. Eine gute Futterversorgung ist entscheidend für ihre Gesundheit und Farbenpracht. Sie bevorzugen weiche bis mittelharte Wasserwerte (GH 5-15, KH 2-8) bei einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Die Temperatur sollte konstant zwischen 24 und 28 °C liegen. Regelmäßige Wasserwechsel sind für diese recht stoffwechselaktiven Fische besonders wichtig, um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten.

Meta-Buntbarsch (Aequidens metae)

Der Meta-Buntbarsch (Aequidens metae), hier als Deutsche Nachzucht (DNZ) erhältlich, ist ein faszinierender und relativ friedlicher Vertreter der Buntbarsche aus Südamerika. Er überzeugt durch seine attraktive Zeichnung und sein interessantes Sozialverhalten. Für Aquarianer, die einen charismatischen Cichliden suchen, ohne gleich ein reines Buntbarsch-Becken einrichten zu wollen, ist der Meta-Buntbarsch eine ausgezeichnete Wahl.

Mit einer Endgröße von etwa 11 bis 13 cm (Männchen werden etwas größer) benötigt der Meta-Buntbarsch ein großzügiges Aquarium ab 200 Litern. Wichtig ist eine reichhaltige Strukturierung mit Wurzeln und Steinen, die Verstecke und Reviergrenzen bieten. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder sehr feinem Kies bestehen, da diese Zierfische gerne darin graben. Robuste Pflanzen, die gut befestigt sind, können ebenfalls integriert werden, sollten aber nicht im Weg stehen. Meta-Buntbarsche können paarweise oder in einer kleinen Gruppe gehalten werden. Sie sind zwar revierbildend, aber im Vergleich zu vielen anderen Buntbarschen recht friedlich und können gut mit robusten, mittelgroßen Salmlern, großen Panzerwelsen oder Welsen vergesellschaftet werden. Während der Brutpflege zeigen sie jedoch ein ausgeprägtes Territorialverhalten, das du berücksichtigen solltest.

Diese Aquarienfische sind Allesfresser und bevorzugen eine abwechslungsreiche Ernährung aus hochwertigem Trockenfutter (Granulat, Cichliden-Sticks), angereichert mit viel Frostfutter wie schwarzen und weißen Mückenlarven, Artemia oder Krill. Auch Lebendfutter wird gerne angenommen und fördert die Vitalität und Farbenpracht. Achte darauf, dass sie beim Fressen nicht zu kurz kommen, da sie manchmal etwas schüchtern sein können. Der Meta-Buntbarsch fühlt sich in weichem bis mittelhartem Wasser (GH 5-15, KH 2-10) und einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert von 6,5 bis 7,5 bei einer Temperatur von 24 bis 28 °C am wohlsten. Regelmäßige, großzügige Wasserwechsel sind wie bei allen Buntbarschen entscheidend für ihr Wohlbefinden und eine stabile Wasserqualität.

Nanay-Gelbflossenpanzerwels (Corydoras sp. C 123)

Der Nanay-Gelbflossenpanzerwels (Corydoras sp. C 123) ist eine charmante und noch relativ seltene Art aus der Vielfalt der Panzerwelse. Bei dieser hier angebotenen Variante handelt es sich um Wildfänge (WF), was bedeutet, dass du besonders auf die Eingewöhnung und die Wasserparameter achten solltest. Diese kleinen Welse sind eine Bereicherung für jedes südamerikanische Gesellschaftsaquarium und faszinieren durch ihr wuseliges Verhalten am Bodengrund.

Mit einer Endgröße von nur etwa 3,5 bis 4,5 cm ist der kleinbleibende Nanay-Gelbflossenpanzerwels ideal für Aquarien ab 60 Litern geeignet. Das Allerwichtigste für alle Panzerwelse ist ein Bodengrund aus feinem, abgerundetem Sand. Nur so können sie unbeschwert nach Futter gründeln und ihre empfindlichen Barteln schonen. Dichte Bepflanzung, Wurzeln und Steine als Verstecke sind ebenso wichtig, während eine leichte Strömung im Becken geschätzt wird. Wie alle Corydoras-Arten sind auch die Nanay-Gelbflossenpanzerwelse ausgeprägte Gruppenfische. Halte sie unbedingt in einer Gruppe von mindestens 6-10 Tieren ihrer Art, damit sie sich sicher und wohlfühlen. In Einzelhaltung verkümmern sie oder werden scheu. Sie sind friedliche Aquarienbewohner und lassen sich gut mit kleinen Salmlern, Zwergbuntbarschen und anderen friedlichen Welsen vergesellschaften.

Als typische Bodenbewohner benötigen sie speziell auf sie zugeschnittenes Futter. Gib ihnen sinkende Futtertabletten oder Granulat, das reich an Proteinen ist. Besonders gerne nehmen sie aber Lebendfutter und Frostfutter wie Tubifex, rote Mückenlarven, Artemia oder Enchyträen an. Achte darauf, dass das Futter tatsächlich den Boden erreicht und nicht von schnell fressenden Fischarten in der mittleren und oberen Wasserschicht abgefangen wird; füttere am besten nach dem Ausschalten der Beleuchtung. Da es sich um Wildfänge handelt, sind sie möglicherweise empfindlicher gegenüber starken Schwankungen und bevorzugen weiche bis sehr weiche, leicht saure Wasserwerte (pH 6,0-7,0, GH bis 10). Die Temperatur sollte zwischen 22 und 26 °C liegen. Eine sorgfältige Eingewöhnung und stabile, saubere Wasserwerte sind für Wildfänge essenziell.

Rückenstreifen-Panzerwels (Corydoras loxozonus)

Der Rückenstreifen-Panzerwels (Corydoras loxozonus) aus den Gewässern Kolumbiens (WF-COL) ist ein wunderschöner und charakteristischer Panzerwels, der durch seinen markanten dunklen Rückenstreifen sofort ins Auge fällt. Auch bei dieser Art handelt es sich um Wildfänge, was auf ihre Robustheit und Natürlichkeit hindeutet, aber auch eine entsprechende Eingewöhnung und Wasserpflege voraussetzt. Er ist eine hervorragende Ergänzung für ein naturgetreues Südamerika-Aquarium.

Mit einer Größe von ca. 5 bis 6 cm passt der Rückenstreifen-Panzerwels gut in Aquarien ab 60 bis 80 Litern. Auch hier ist ein feiner, nicht scharfkantiger Bodengrund (Sand ist ideal) zwingend notwendig, um die empfindlichen Barteln der Welse zu schützen. Das Becken sollte ausreichend Versteckmöglichkeiten in Form von Wurzeln, Steinen und dichter Randbepflanzung bieten, aber auch freie Sandflächen zum Gründeln. Wie alle seine Verwandten ist auch der Rückenstreifen-Panzerwels ein ausgeprägter Gruppenfisch. Er fühlt sich in einer Gruppe von mindestens 6-10 Artgenossen am wohlsten, wo er sein natürliches Verhalten am besten zeigen kann. In einer zu kleinen Gruppe werden sie scheu und können gestresst sein. Die Vergesellschaftung mit friedlichen Salmlern, Zwergbuntbarschen und anderen friedlichen Bodenbewohnern ist problemlos möglich.

Als typischer Panzerwels und Bodenbewohner ernährt sich Corydoras loxozonushauptsächlich von Futter, das auf den Grund sinkt. Biete ihnen spezielle Panzerwels-Tabletten und Granulat an. Eine wichtige Ergänzung sind Lebendfutter und Frostfutter wie schwarze Mückenlarven, Artemia, Tubifex oder Enchyträen. Stelle sicher, dass sie genügend Futter erhalten und nicht von schnelleren Oberflächenfressern übervorteilt werden, eventuell durch Fütterung in den Abendstunden. Als Wildfang aus Kolumbien bevorzugt dieser Wels weiches bis mittelhartes Wasser (pH 6,0-7,2, GH bis 12) und Temperaturen zwischen 22 und 26 °C. Stabile Parameter und regelmäßige Wasserwechsel sind entscheidend, um die Eingewöhnung zu erleichtern und seine Gesundheit zu erhalten. Achte auf eine gute Filterung und vermeide extreme Schwankungen.

Trauermantelsalmler „Gold“ (Gymnocorymbus ternetzi „Gold“)

Der Trauermantelsalmler „Gold“ (Gymnocorymbus ternetzi „Gold“) ist eine attraktive Zuchtform des bekannten Trauermantelsalmlers, die durch ihre leuchtend goldene Färbung besticht. Diese Nachzucht (NZ) ist bereits bestens an das Leben im Aquarium angepasst und ist ein robuster und unkomplizierter Schwarmfisch, der Bewegung und Glanz in dein Becken bringt. Er ist eine ausgezeichnete Wahl für Anfänger und erfahrene Aquarianer gleichermaßen, die einen lebhaften und anpassungsfähigen Salmler suchen.

Mit einer Endgröße von etwa 6 cm ist der goldene Trauermantelsalmler gut für Aquarien ab 60 Litern geeignet. Er benötigt ausreichend Schwimmraum in der mittleren Beckenregion. Dichte Bepflanzung an den Rändern und im Hintergrund, aber auch offene Flächen zum Schwimmen, kommen seinem Verhalten entgegen. Er ist nicht wählerisch bei der Einrichtung und kommt auch mit einfacheren Becken zurecht. Der goldene Trauermantelsalmler ist ein typischer Schwarmfisch und sollte unbedingt in einer Gruppe von mindestens 8-10 Tieren gehalten werden. Eine zu kleine Gruppe kann dazu führen, dass einzelne Tiere aggressiv werden und an den Flossen anderer Aquarienbewohner knabbern. In einem ausreichend großen Schwarm verteilen sich diese Neigungen jedoch und sie bleiben friedlich. Die Vergesellschaftung mit anderen friedlichen Salmlern, Barben, Zwergbuntbarschen oder Panzerwelsen ist problemlos möglich.

Dieser Allesfresser ist in der Ernährung sehr unkompliziert. Er nimmt gerne hochwertiges Trockenfutter (Flocken, Granulat) an. Um seine Gesundheit und Farbenpracht optimal zu fördern, solltest du regelmäßig Frostfutter (wie Mückenlarven, Artemia) und Lebendfutter anbieten. Achte darauf, dass die Futterpartikel nicht zu groß sind. Der goldene Trauermantelsalmler ist äußerst anpassungsfähig, was die Wasserwerte angeht. Er fühlt sich in weichem bis hartem Wasser (GH bis 20) und einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5 wohl. Die ideale Temperatur liegt zwischen 22 und 26 °C. Seine Robustheit macht ihn zu einem pflegeleichten Zierfisch für viele Aquarienkonstellationen.

Quelle: Ingo Seidel – aqua-global Zierfischgroßhandel GmbH

Matthais AI

Matthias Wiesensee

Aquarianer, Wirtschaftsinformatiker, Online Marketing Manager. Liebt Fotografie, Badminton & Inlineskating. Nutzt die Freizeit für die Aquaristik, den Gartenteich und den Hund.
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