Raritäten & Neuimporte im Fokus 105

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

 

Raritäten 105
aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG

oben links: Rhinogobius aff. flumineus

Die Grundeln der Gattung Rhinogobius sind eine überaus artenreiche Gruppe von häufig sehr attraktiven Arten, die klare und fließende Süßgewässer bewohnen. Ständig werden neue Arten vor allem aus China und Taiwan zu uns importiert. Nun gelang mit eine bislang offensichtlich noch unbekannte Schönheit aus Hongkong nach Deutschland. Es handelt sich um eine vermutlich noch unbeschriebene Grundel aus der Verwandtschaft von Rhinogobius flumineus, die Aqua Global Orangesaum-Marmorgrundel getauft haben. Die Art erreicht sicherlich eine Länge von etwa 5-6 cm, ist ebenfalls ein reiner Süßwasserbewohner und lässt sich bei guter Pflege vielleicht sogar im Aquarium vermehren.

 

oben rechts: Erromyzon cf. sinensis „ER02“ 

Vor kurzem erhielt aqua global einen weiteren interessanten Flossensauger, der aus dem südlichen China stammt. Die Art wurde vom Lieferanten als Erromyzon sp. „Red Spotted“ bezeichnet. Mit „ER02“ existiert sogar schon eine Codenummer für diese hübsche Plattschmerle. Ob es sich tatsächlich um eine neue Art oder eine besonders attraktive Variante von Erromyzon sinensis handelt, der laut Gerhard Ott ebenfalls rötliche Punkte auf den Seiten zeigt, ist nicht genau geklärt. Die schlanken Flossensauger sollten in sauerstoffreichem und nicht zu warmem Wasser bei 18-25 °C gepflegt werden. Sie lassen sich gut mit pflanzlichem Flockenfutter ernähren.

unten links: Polypterus senegalus 

Obwohl heutzutage – vielleicht mit Ausnahme von Nigeria – kaum noch Importe von Aquarienfischen aus Afrika stattfinden, können regelmäßig noch einige afrikanische Flösselhechte angeboten werden. Mittlerweile wird nämlich eine ganze Reihe von Arten in Südostasien vermehrt. Polypterus-Arten sind für den Aquarianer deshalb so interessant, da es sich um primitive Fische handelt, die neben Kiemen über eine primitive Lunge verfügen, mit der sie atmosphärische Luft atmen können. Dies stellt eine Anpassung an ein Leben in sauerstoffarmen Gewässern dar. Dem entsprechend sind sie auch im Aquarium wenig anspruchsvoll. Flösselhechte sind durchaus als Räuber anzusehen. In der Natur ernähren sie sich unter anderem von wirbellosen Wassertieren, wie Insektenlarven, Würmern und Krebstieren, aber auch von kleinen Fischen und Amphibien. Im Aquarium ist jedoch sogar eine Gewöhnung an Trockenfutter möglich. Die Bilder zeigen den Senegal-Flösselhecht in der albinotischen Form.

unten rechts: Corydoras simulatus 

Die sattelschnäuzigen Panzerwelse der Corydoras-acutus-Gruppe besitzen häufige eine so starke farbliche Variabilität, dass man zwei gemeinsam importierte Exemplare leicht für Vertreter unterschiedlicher Arten halten könnte. Wenn man jedoch eine größere Anzahl an Tieren importiert, lassen sich die fließenden Übergänge in den Färbungen sehr gut erkennen. Aktuell konnte aqua global eine größere Anzahl von Imitator-Schwarzrückenpanzerwelsen (Corydoras simulatus) einführen, die eine für diese Art ungewöhnliche Variabilität zeigen. Neben Tieren, die wie der gemeinsam vorkommende Corydoras metae nur eine schwarze Augenbinde und eine schwarze Rückenpartie zeigen, gibt es unter den Importen auch solche, die kaum Schwarzfärbung auf dem Rücken und dafür eine metallisch grün leuchtenden dunklen Seitenfleck und eine gebänderte Schwanzflosse besitzen. Diese Tiere haben sich farblich offensichtlich an den ebenfalls gemeinsam vorkommenden Metallpanzerwels (Corydoras aeneus) angepasst.

 

Quelle: aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG

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