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Raritäten & Neuimporte im Fokus 275

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

oben links: Leporacanthicus triactis L91 Variante
Der Rüsselzahnwels Leporacanthicus triactis aus Venezuela ist ein schöner Aquarienfisch, der viele gute Eigenschaften aufweist. Neben der attraktiven Färbung wird er nicht übermäßig groß (ca. 30 cm, die meisten Exemplare bleiben aber auch in der Natur erheblich kleiner) und ist als Allesfresser gut mit allen üblichen Fischfuttermitteln zu ernähren.
Von Zeit zu Zeit tauchen sehr attraktive Einzeltiere der Art auf, die eine gefleckte oder netzartige Grundfärbung haben. Glaser hat jetzt das siebte Exemplar in 20 Jahren erhalten – da kann man also durchaus von einer Rarität sprechen!

oben rechts: Channa sp. 5-stripe
Diese relativ kleinbleibene (15-20 cm) Channa-Art stammt aus dem Norden Indiens (Assam, Nord-Bengalen). Die wissenschaftlich noch unbeschriebene Art war zunächst irrtümlich als Channa sp. „Kerala“ (also aus dem Süden Indiens) im Handel, bis der Fehler aufgeklärt werden konnte. Die Art ist ein Maulbrüter und sollte wegen ihrer subtropischen Herkunft zeitweise kühl gepflegt werden. In der Natur kann die Wassertemperatur (je nach Jahreszeit) auf 12°C absinken, aber auch auf 30°C steigen.

unten links: Guppy Full Red Albino
Hier präsentieren wir eine weitere reinerbige Form eines Hochzuchtguppys, die wir zur Zeit erhalten. Es sind übrigens nicht nur wunderschöne, sondern auch besonders robuste Fische, die kaum zu Krankheiten neigen. Man sollte das Aquarium – aber das gilt für Albinos ganz allgemein – bei rotäugigen Fischen nicht zu stark beleuchten, da das Auge durch den Wegfall des schwarzen Pigments deutlich lichtempfindlicher ist.


unten rechts: Hyphessobrycon elachys

Zu den kleinsten Salmlerarten gehört der Schilfslamler, Hyphessobrycon elachys, aus Paraguay. Er wird (ohne Schwanzflosse) nur 1,5-2 cm lang. Die niedlichen Fische leben in sumpfigen Bereichen des Rio-Paraguay-Einzuges. Innerhalb der Gattung Hyphessobrycon, die ja ohnehin keine natürliche Verwandtschaftsgruppe, sondern eine behelfsmäßige Sammelgattung darstellt, sind die Männchen von H. elachys einzigartig durch ihre seltsam geformte Afterflosse und die extrem lang ausgezogenen Bauchflossen. Der Schilfsalmler hat zudem eine Bezahnungsstruktur, die ebenfalls einzigartig ist. Man kann also davon ausgehen, dass H. elachys früher oder später in eine andere Gattung überführt wird.
In der Natur lebt die Art mit anderen, sehr ähnlich gezeichneten Salmlern und Corydoras hastatus zusammen. Farblich sind H. elachys kaum von diesen anderen Salmlerarten zu unterscheiden. Darum gelingt es oftmals nicht, diesen hübschen Fisch weitgehend sortenrein zu importieren. Zu einem gewissen Grad sind immer Beifänge darunter, aktuell liegt der Anteil von H. elachys bei über 90%.

Quelle: Frank Schäfer – Aquarium Glaser GmbH

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