Was macht einen Fisch eigentlich zur Seltenheit?

C. aeneus
Der Metallpanzerwels Corydoras aeneus

Kürzlich wurden aus Peru ungewöhnlich schöne Panzerwelse importiert, die zur Art „Metallpanzerwels“, Corydoras aeneus, gehören. Der Metallpanzerwels ist die vermutlich häufigste Panzerwelsart im Hobby. Er ist schön, anspruchslos, anpassungsfähig und züchtet äußerst produktiv. Es ist fast unmöglich, einen Metallpanzerwels falsch zu pflegen. Metallpanzerwelse werden von hiesigen Hobbyzüchtern ebenso vermehrt, wie von d

en Berufszüchtereien in Europa und Übersee. Und so ist der „Aquarien-Metallpanzerwels“ allgegenwärtig und für wenig Geld zu haben.

Diese Tiere gibt es nur gelegentlich in kleinen Stückzahlen und sie kosten ein vielfaches von dem, was der Aquarien-Metallpanzerwels kostet. Aber warum? Was macht sie zur Seltenheit?

Die Antwort lautet: weil nur ein kleiner Markt für sie vorhanden ist. Die überwältigende Mehrzahl der Aquarienbesitzer auf der Welt interessiert sich wenig bis gar nicht für die gewaltige Artenvielfalt, die gerade die Fische zu bieten haben. Die Kriterien, nach denen diese Aquarienbesitzer den Besatz für ihr Aquarium aussuchen, sind völlig andere, nämlich: sind die Tiere pflegeleicht? Sehen sie gut aus? Vertragen sie sich mit den anderen Fischen? Darum gibt es im Zoofachhandel ein so genanntes Standard-Sortiment, bestehend aus vielleicht 300 bis 400 Formen, die genau diese Kriterien, nach denen Aquarienbesitzer ihren Besatz aussuchen, erfüllen. Bezogen auf die gesamte Artenfülle der für die Pflege im Aquarium geeigneten Formen, das dürften etwa 20.000 – 30.000 sein (inklusive Zuchtformen, Unterarten, Farbvarianten, Standortformen, etc), ist das nicht viel, rund 1-2%. Die anderen 98-99% der Arten werden immer Raritäten bleiben.

Nicht, weil sie in der Natur selten wären. Es gibt es kaum eine Kleinfischart, die so selten wäre, dass nicht eine regelmäßige Nutzung der wildlebenden Bestände ohne Gefährdung der Art möglich wäre; und selbst in den wenigenFällen, wo ein regelmäßiger Wildfang aus Artenschutzgründen nicht wünschenswert wäre, kann man sie doch, wie jede Kleinfischart, sehr leicht und in praktisch beliebiger Menge nachzüchten. Denn selbst die Arten, die nur wenige Jungtiere produzieren, vermehren sich, verglichen…

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Quelle: Frank Schäfer & Aqualog

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