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Apfelschnecken dürfen nicht mehr in Umlauf gebracht werden

Von Laura 1 Minute Lesezeit

Vor einigen Wochen berichteten wir über das Einfuhr- und Verbreitungsverbot für alle Apfelschneckenarten der Gattung Pomacea. Dieses wurde im Durchführungsbeschluss der Kommission vom 8. November 2012 hinsichtlich Maßnahmen zum Schutz vor der Einschleppung der Gattung Pomacea (Perry) in die EU und ihrer Ausbreitung in der EU veröffentlicht (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen C(2012) 7803) (2012/697/EU).

Der ZZF hatte daraufhin sofort Kontakt mit dem zuständigen Referat beim BMELV (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) aufgenommen, um zu klären, ob das Verbreitungsverbot auch die Zucht, den Handel und die Haltung innerhalb Deutschlands einschließt.

Nun gibt es Neuigkeiten zum Thema:

Eine erneute Anfrage des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) beim Pflanzenschutzreferat des Bundeslandwirtschaftsministeriums hat ergeben, dass bereits nach derzeitiger Rechtslage die Verbreitung von Apfelschnecken der Gattung Pomacea verboten ist. Die Tiere dürfen weder verkauft noch verschenkt werden. Ein bereits vorliegender Verordnungsentwurf soll um entsprechende Bestimmungen ergänzt und in Kürze dem Bundesrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Diese Verordnung wird dann der im Tierschutzgesetz geforderte „vernünftige Grund“ für das Töten aller Exemplare der fraglichen Arten sein, die beim jeweiligen Halter nicht mehr tierschutzgerecht gehalten werden können. Sobald diese Verordnung in Kraft getreten sein wird, dürfen und müssen die Schnecken getötet werden.

Aufgrund tierschutzethischer Erwägungen empfiehlt der ZZF, die Vermehrung der fraglichen Arten ab sofort einzuschränken oder möglichst ganz zu unterbinden. Wegen der besonderen Fortpflanzungsbiologie von Schnecken wird das nur möglich sein, indem die Schnecken einzeln auf verschiedene Aquarien verteilt werden. Wo das machbar ist, sollte dies unverzüglich umgesetzt werden.

Pressekontakt:

Antje Schreiber Tel. 0611 447553-14

Kathrin Handschuh

Tel. 0611 447553-15

presse@zzf.de

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4 Kommentare, der letzte vom 29. Januar 2013

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