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Die richtige Wahl: Der Fischbestand für das Aquarium

Welche Fische eignen sich für das Aquarium und wie bereitet man sich auf dieses Hobby vor? Bevor die praktischen Details an der Reihe sind, sollte man sich kundig machen, denn für die verschiedenen Fischarten sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen.

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Wasserbedingungen und was sonst noch wichtig ist

Für die zahlreichen Fischarten muss man gewisse Randbedingungen sicherstellen. Allem voran stehen dabei die Wasserbedingungen, die auch die gesamte Einrichtung eines Aquariums beeinflussen können. Wer sein Aquarium gründlich vorausplant, der sollte dabei bedenken, dass die eingesetzten Fische für die entsprechenden Wasserbedingungen geeignet sein müssen. Hierbei geht es nicht nur um die Frage nach Süßwasser und Meerwasser. Auch Faktoren wie der pH-Wert, die Temperatur und die Härte des Wassers sind zu berücksichtigen.
Die Größe und Form des Aquariums sagt ebenfalls etwas darüber aus, welche Fische man einsetzen kann. Bei einem Einsteigerset ist häufig das Technikzubehör mit enthalten. So hat man auch gleich einen Innenfilter und eine Temperaturregelung zur Hand. Zu dieser Grundausstattung können noch viele weitere Teile kommen, sodass eine gezielte Regelung möglich ist. Diese sorgt dafür, dass die Fische gesund bleiben.

Was Einsteiger beim Aufstellen des Aquariums wissen sollten

Aquaristik-Einsteiger sollten einige wichtige Faktoren beherzigen, wie das Aquarium eingerichtet wird und welche Maßnahmen man für die unterschiedlichen Fischarten treffen sollte. Unter anderem geht es dabei um die Standortwahl. Ungeeignet für das Aquarium sind Plätze im direkten Sonnenlicht, gleich neben der HiFi-Box oder im Durchzug neben der Tür. Besonders beliebt ist ein Standort, der sich vom Sofa oder von einem anderen Lieblingsplatz aus gut beobachten lässt.

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Wenn es sich um ein einfaches Aquarium handelt, das keinen Unterschrank hat, stellt man es auf einen stabilen Tisch oder Schrank. Bei der Auswahl dieses Möbelstücks sollte man bedenken, dass es wegen der Wassermenge viel Gewicht aushalten muss. Kleine Unebenheiten lassen sich mit einer Schaumstoffunterlage ausgleichen: So vermeidet man unnötige Materialspannungen, die zu Rissen führen können. Bei einem Aquarium mit Unterschrank ist eine solche Unterlage im Normalfall nicht erforderlich. Man sollte allerdings mit einer Wasserwaage prüfen, ob da Aquarium absolut geradesteht.

Welche Fischarten eignen sich für das Aquarium?

Die Auswahl der Fischarten richtet sich danach, wie groß das Aquarium ist, welche Erfahrungen man eventuell schon gemacht hat und wie die zukünftigen Pläne aussehen. Einsteiger entscheiden sich oft für Fischarten, die relativ wenig Aufwand erfordern. Hier kommen Guppys, Welse, Black Mollys sowie ein paar Barbenarten infrage. Im Spezialgeschäft und im Internet finden die Aquaristik-Neulinge viele hilfreiche Ideen. Teilweise sind die Fische bereits nach Wasserbedingungen kategorisiert, andere Listen zeigen eine Sortierung nach Schwierigkeit.
Grundsätzlich ist es wichtig, sich über den Aufwand und die eigenen Wünsche einige Gedanken zu machen. Außerdem berücksichtigen viele Aquaristik-Halter, aus welchen Erdteilen die Fische stammen. Von einer Vermischung wird im Allgemeinen abgeraten: Das heißt, dass die Fische zumindest aus dem gleichen Kontinent sein sollten. Noch besser ist es, Fischarten aus der gleichen Region auszuwählen. Auf diese Weise steigen die Chancen, dass sich die Fische vertragen.
Früher wurde den Aquaristik-Freunden empfohlen, die Fische erst in Quarantäne zu halten. So konnte man die Tiere eine Weile beobachten, bevor sie schließlich ins Aquarium gesetzt wurden. Das sollte die Ansteckungsgefahr unter den Fischen minimieren. Inzwischen ist diese Quarantäne nicht mehr Standard, trotzdem tendieren einige Aquarienbesitzer weiterhin zu dieser Sicherheitsmaßnahme. Allerdings gibt es einen anderen Tipp, wie man neue Fische schonend an die neue Umgebung gewöhnt: Der Behälter mit dem Transportwasser wird nach und nach mit dem Wasser aus dem Aquarium aufgefüllt. Erst wenn das Wasser, in dem die neu gekauften Fische schwimmen, etwa die dreifache Menge hat, setzt man diese Fische vorsichtig mit dem Kescher ins Aquarium. Die Experten raten außerdem dazu, das Licht an diesem ersten Tag nicht einzuschalten. Auf diese Weise beruhigen sich die Fische eher.

Die Fischauswahl für Einsteiger

Aquaristik-Anfänger sollten mit Fischarten anfangen, die leicht zu pflegen sind. Zudem darf natürlich auch die Größe des Aquariums nicht vernachlässigt werden. Zu den beliebten Anfängerfischen gehören Welse und Zahnkarpfen, Salmler und einige Barben. Diese Fische vertragen sich im Allgemeinen recht gut untereinander. Gleichzeitig wirken vor allem die Welse einer starken Algenbildung entgegen. Auf keinen Fall sollte man gleich zu viele Fische einsetzen.

Fische auswählen – Schwierigkeitsgrad 2

Welche Fische man auswählt, hängt vor allem von den folgenden Kriterien ab:

  • Becken-Größe,
  • Aquarium-Einrichtung,
  • Temperaturverhältnisse,
  • Lebensbereiche der Fische.

Bei den Fischen, die eine normale Pflege benötigen, kann es sich um Bodenfische, Freiwasserfische oder Oberflächenfische handeln. Zu den Bodenfischen gehören beispielsweise Panzerwelse, zudem können Buntbarsche hinzukommen, die im Aquarium für mehr Bewegung sorgen. Vor allem die Barsche afrikanischer Herkunft sind häufig zu finden. Wer sich für diese Fische entscheidet, sollte bei den Pflanzen zurückhaltend sein, denn das Ökosystem ist teilweise schwierig zu regulieren.

Fische, die schwieriger zu halten sind

Für erfahrene Aquarianer kommen auch Fischarten in die nähere Auswahl, die etwas mehr Aufwand verursachen. Mit einem Artaquarium hat man die Möglichkeit, die Umgebungsbedingungen gezielt auf die entsprechende Fischart abzustimmen. So lassen sich die Haltungsansprüche gut erfüllen. Unter anderem eignen sich Diskusfische für ein solches Artaquarium, die zusammen mit anderen Fischen sehr anfällig sein können.
Bei anderen Fischarten liegt das Problem eher bei einem besonders aggressiven Verhalten. Dieses ist zum Beispiel bei dem Braunen Kugelfisch zu beobachten, der dazu neigt, ein eigenes Revier zu bilden. Er greift andere Fische an und beißt sie sogar. Damit kommt er für eine Vergesellschaftung definitiv nicht infrage.

Der „spezielle“ Schwierigkeitsgrad 4

Fischarten wie der Wimpelkarpfen, der auch als Fledermausschmerle bekannt ist, benötigen ebenfalls ein spezielles Becken. Dieser Fisch ist ohnehin nur schwer im Aquarium zu halten, da er eine Größe von bis zu 60 cm erreichen kann. Darum findet man ihn meistens nur als Jungtier in einem Spezialbecken.

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Weitere schwierig zu haltende Fische sind die Silberflossenblätter. Sie tun sich schwer bei der Eingewöhnung und benötigen Wasser mit Salzzusatz. Je älter diese Fische werden, desto höher muss der Salzgehalt sein. Das erschwert die Pflege und schließt ein Gemeinschaftsbecken mit reinen Süßwasserfischen aus. Ein weiteres Problem bei den Silberflossenblättern zeigt sich bei dem erhöhten Nahrungsumsatz: Dieser belastet das Wasser sehr stark und erfordert eine häufige Reinigung.

Die Wasserpflege des Aquariums

Das Wasser im Aquarium muss genau auf die darin lebenden Fischarten angepasst werden. Das gelingt nur mit einer gezielten Wasserpflege und bestimmten Zusätzen. Ständige Wassertests und Aufbereiter helfen den Aquarianern dabei, die optimalen Umgebungsbedingungen für ihre Fische zu schaffen. Mithilfe eines Wasseraufbereiters werden auch feinste Rückstände von Schwermetallen und anderen schädlichen Stoffen aus dem Wasser entfernt. Dadurch lassen sich Erkrankungen bei den Aquariumfischen vermeiden. Filterbakterien unterstützen gleichzeitig die Selbsteinigungskraft des Wassers. Die Ausscheidungen der Aquariumfische werden durch den Stoffwechsel der Bakterien in unschädliche Endprodukte verwandelt, die wiederum von den Pflanzen genutzt werden. So schließt sich der Kreislauf in der kleinen Welt des Aquariums. Trotzdem kann man meistens nicht komplett auf Pflanzendünger verzichten. Dieser unterstützt das Wachstum der Pflanzen und lässt sich individuell dosieren.

Das Aquarium für die Fische einrichten

Wer seinen Fischbestand plant, der darf nicht ungeduldig werden und sollte schon von Anfang an die Einrichtung entsprechend vorbereiten. Manchmal dauern die Prozesse eine gewisse Zeit. Es kann schon einmal ein paar Wochen oder sogar Monate dauern, bis der Wasserhaushalt perfekt ist. Die Natur in dem kleinen Lebensraum hat ihre eigenen Regeln und hält sich nicht immer an die Pläne der Menschen. Genau das macht ein Aquarium so interessant. Wenn einmal etwas nicht so klappt wie gewünscht, dann muss man eventuell umdenken und etwas an der Einrichtung ändern. Dann fühlen sich die Fische gleich wohler und die Algenbildung reduziert sich. Mit der Befolgung der richtigen Pflegehinweise und einer durchdachten Fischauswahl hat man jedenfalls eine gute Voraussetzung für dieses schöne Hobby geschaffen.

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