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„Meine Fische sind immer hungrig!“ – Zierfische richtig füttern

Foto: Söll GmbH
Foto: Söll GmbH

Insbesondere Neulinge in der Hobby-Aquaristik beobachten häufig, dass ihre Zierfische stets hungrig sind. Tatsächlich ist es so, dass sehr viele Fische, die im Aquarium gehalten werden, kein Sättigungsgefühl kennen. Sie fressen immer dann, wenn Futter ins Becken gegeben wird.
Um Verfettung und Gesundheitsproblemen der Tiere vorzubeugen, ist es ratsam, nur so viel zu verfüttern, wie die Fische in wenigen Minuten vollständig auffressen können. Im Normalfall genügen ein bis zwei Futtergaben pro Tag. Bei Jungtieren, die sich noch im Wachstum befinden, kann auch drei- bis viermal täglich gefüttert werden. Am besten gewöhnen Sie sich und den Fischen feste Zeiten an.
Nicht verwertetes Futter im Aquarium landet auf dem Boden. Die verrottenden Reste belasten das Wasser und begünstigen das Algenwachstum. Wenn Sie sparsam füttern, hat das auch positive Folgen für die Pflege: Bei moderaten Futtermengen müssen Sie das Wasser seltener wechseln.

Futter ist nicht gleich Futter

Lebendfutter in Form von Mehlwürmern, Mückenlarven oder Wasserflöhen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Unkomplizierter ist daher die Verwendung von Trockenfutter. Das gibt es im Handel als Flocken, Pellets, Sticks oder in Form von kleinen Tabletten, kurz Tabs, zu kaufen.
Je nach Fischart sollte auch die Darreichungsform gewählt werden. Dabei kann man sich ganz einfach an den Wasserregionen orientieren, in denen sich die Fische für gewöhnlich aufhalten:
Flocken sind gut für besonders gesellige Fische geeignet, die häufig an der Wasseroberfläche schwimmen und dort das Futter sofort aufnehmen können. Fischen in mittleren bis unteren Regionen verfüttert man am besten Pellets oder Sticks, die im „Sinkflug“ erbeutet oder am Grund des Aquariums gefressen werden können. Am Boden lebende Tiere wie zum Beispiel Welse sind mit schnell sinkenden Tabs am sichersten bedient.

Abwechslung ja, aber natürlich!

Wie andere Haustiere schätzen auch Fische Abwechslung beim Fressen. Variieren Sie daher die Futtersorten und probieren Sie von Zeit zu Zeit Neues aus.
Allerdings lohnt auch bei der Fischernährung ein Blick auf die Zusammensetzung des Futters. Denn bei aller Experimentierfreude sollte man im Hinterkopf behalten, dass Fischmehl und künstliche Lockstoffe keine natürliche Nahrungsgrundlage darstellen. Ebenso sind Karotten, Spinat und Co. in freier Wildbahn nicht auf der Speisekarte von Fischen zu finden. Wohl aber Algen, Larven und frischer Fisch, der Proteine und Fett in einem natürlichen, ausgewogenen Verhältnis liefert.
Als Faustregel gilt daher: Je mehr sich die Inhaltsstoffe am Vorbild der Natur orientieren, desto artgerechter ist die Fütterung. Daher ist man gut beraten, lieber sparsamer zu füttern und den gesparten Euro dann in gutes, möglichst natürliches Futter zu investieren.

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2 Kommentare

  1. Erstmal vielen dank fuer den Artikel, er ist wirklich sehr hilfreich! Eine frage haette ich allerdings noch wieviele minuten kann man unter “wenige Minuten” verstehen. Eher zwei oder doch eher bis zu zehn? Vielen dank

    • Tina Lück (Söll GmbH)

      Hallo,

      mit “wenigen Minuten” sind eher 2 bis 3 gemeint. Nach 10 Minuten sollte der größte Hunger längst “gegessen” sein. 🙂

      Viele Grüße

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