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Raritäten & Neuimporte im Fokus 246

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

oben links: Nothobranchius eggersi Kubiti-Utete 07
Zu den variabelsten Killifischen gehört der Orchideen-Prachtgrundkärpfling, Nothobranchius eggersi, der zum Jahreswechsel 1980/81 von Lothar Seegers, Gerd Eggers und Christel Kasselmann in Ost-Tansania entdeckt und ein Jahr später von Lothar Seegers wissenschaftlich beschrieben wurde. Die Art kommt endemisch im Becken des Rufiji-Flusses vor. Die Typuslokalität liegt südlich der Ortschaft Kibiti am Ufer des Ruhoi Flusses, wo die ersten vier Exemplare in einem Resttümpel aufgesammelt werden konnten.
Da die Art so variabel ist, ist es sehr sinnvoll, die Tiere mit der jeweligen Fundortbezeichnung weiterzugeben, wie es unter Killianern schon lange üblich ist. Auch Glaser als Großhändel versucht, diese gute Tradition beizubehalten, wo immer das möglich ist.
Die Pflege von N. eggersi entspricht der anderer Prachtgrundkärpflinge; die Art gilt als vergleichsweise leicht haltbar. Obwohl die natürliche Lebenserwartung nur wenige Wochen beträgt, werden sie im Aquarium sehr viel älter, etwa 16 Monate. Gut gefütterte Exemplare erreichen die Geschlechtsreife im Alter von etwa 20 Tagen bei einer Länge von ca. 22 mm. Die Maximalgröße liegt bei 4-5 cm (Männchen), Weibchen bleiben immer deutlich kleiner.


oben rechts: Corydoras orcesi und C. pastazensis
Nur ganz vereinzelt kam bisher der wunderschön gezeichnete Corydoras orcesi in die Aquarien der Liebhaber. Die Art ist aus dem Rio Tigre-System in Ecuador beschrieben worden und zwar ursprünglich als Unterart zu C. pastazensis. Beide Arten sind ähnlich gefärbt, doch treten keine Mischformen auf, so dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eigenständige Arten handelt. Beide Arten wurden jetzt aus Peru importiert. Sieht man sie nebeneinander, ist eine Verwechslung ausgeschlossen. Beide Panzerwelse gehören zum sattelschnäuzigen Typ. Die Männchen bleiben kleiner als die Weibchen. Im Aquarium sind es leicht zu pflegende Tiere, die sich als robust erwiesen haben. Wie bei allen Panzerwelsen sollte der Boden zumindest teilweise aus feinem, weichen Sand bestehen. Wurmfutter (Tubifex) ist sehr begehrt, doch nehmen die Fische jegliches übliche Fischfutter, sei es lebend, gefroren oder in trockener Form, gerne an. Beide Arten werden maximal 6-7 cm groß.
Lexikon: Corydoras: aus dem Altgriechischen, bedeutet „mit Helm und Lanze“, was sich auf die äußeren Knochenpanzer und die kräftigen Flossenstacheln bezieht. orcesi: Widmungsname zu Ehren von Gustavo Orcés-Villagomez. pastazensis: nach dem Rio Pastaza in der Provinz Pastaza in Ecuador, wo die Art gefunden wurde.

unten links: L 168 Zonancistrus brachyurus
Aus Brasilien hat Glaser gerade wunderschöne L168. Im Falle dieser Welse ist die L-Nummer verlässlicher als der wissenschaftliche Name, denn aufgrund mehrerer Fehlbestimmungen wurde die Art zunächst als Peckoltia pulcher, dann als Dekeyseria pulcher, manchmal auch als Zonancistrus pictus bezeichnet. Der gültige Name ist aber wohl Zonancistrus brachyurus. Es kommt zudem immer wieder zu Verwechslungen mit Zonancistrus sp. L52 aus dem Orinoko-Einzug.
Zonancistrus brachyurus wird ca. 15 cm lang und stammt aus dem Rio Negro. Da diese Art innerartlich sehr verträglich ist, kann man sie gut in größeren Gruppen pflegen; dann kann auch die Zucht gelingen, wobei für Zuchtversuche sehr weiches Wasser mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6 bei Temperaturen von 26-28°C empfohlen werden. Es sind typische Höhlenlaicher.


unten rechts: Guppy Endler „Ginga Rubra“
Dieser niedliche Guppy soll in Japan erzüchtet worden sein, man schreibt ihn dem japanischen Züchter Tanaka zu. Es handelt sich um sehr lebhafte und robuste Guppys. Diese Ginga Rubra sind deutsche Nachzucht mit der Grundfarbe Blond.

Quelle: Frank Schäfer – Aquarium Glaser GmbH

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