Nährstoffe fürs Aquarium

Bild: Söll
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Die Anziehungskraft eines Aquariums wird bestimmt von gesunden, vitalen Fischen und einer üppig-prachtvollen Bepflanzung. Flora und Fauna bedürfen deshalb einer gezielten Versorgung mit Nährstoffen.

Die Kreislaufprozesse in einem Aquarium, das eine sehr viel geringere Wassermenge als natürliche Gewässer aufweist, laufen sehr schnell ab. Lebensnotwendige Mineralien, Spurenelemente und Vitamine verbrauchen sich darin besonders rasant und können nicht lange vorgehalten werden. Lebewesen und Wasserpflanzen sind aber auf ein stetes, ausgewogenes Angebot an Nährstoffen angewiesen. Aus diesem Grund muss eine permanente Versorgung mit allen wichtigen Nährelementen sichergestellt werden, ohne dass Spitzenkonzentrationen einzelner Stoffe das Biotop schädigen.

Pflanzen: Produzenten und Verbraucher in einem

Wasserpflanzen sorgen nicht nur für ein schönes Ambiente, sie erfüllen noch weitere wichtige Funktionen. So bieten sie den Tieren im Aquarium Schutz und jede Menge Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten. Tagsüber produzieren Schwertpflanze, Perlenkraut und Co. außerdem für alle Lebewesen überlebenswichtigen Sauerstoff und sind so ein unverzichtbares Element bei der Aquarieneinrichtung.

Doch damit sind ihre Vorteile noch nicht erschöpft: Pflanzen benötigen für ihr Wachstum Nitrat. Diese wasserbelastende Stickstoffverbindung bauen sie daher ganz automatisch ab. Darüber hinaus verwerten sie Phosphat, das Algen bereits ab Konzentrationen von nur 0,035 Milligramm pro Liter gedeihen lässt. So sind Pflanzen eine wichtige Voraussetzung zur Algenprophylaxe.

Bild: Söll
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Licht und CO2 sind unabdingbar

Ein wichtiger Wachstumsfaktor für Wasserpflanzen ist Licht. Zu beachten ist, dass der Lichtbedarf je nach Pflanzenart variieren kann. Während zum Beispiel Mooskugeln wenig Helligkeit benötigen, sind das „Große Fettblatt“ und die „Karolina-Haarnixe“ hier um einiges anspruchsvoller. Auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Wasserpflanzen sollte man die Aquarienbeleuchtung abstimmen.

Überdies brauchen Pflanzen Kohlendioxid (CO2). Eine gewisse Menge davon entsteht im Aquarium aufgrund des Stoffwechsels der Lebewesen oder aber, wenn sich organische Substanzen zersetzen. In stark bepflanzten Aquarien, in denen besonders schnellwüchsige Pflanzen gehalten werden, ist der CO2-Bedarf generell höher. Eine zusätzliche CO2-Versorgung ist dann anzuraten.

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Mineralstoffmangel vermeiden

Des Weiteren müssen bestimmte Mineralstoffe stets in ausreichender Menge im Aquarium vorhanden sein. Neben dem bereits erwähnten Phosphat sind Kalium, Stickstoff und Magnesium essenzielle Makroelemente, die Pflanzen zum Wachstum benötigen.

Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Molybdän, Chlorid und Bor spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Fehlt im Wasser zum Beispiel Eisen, so reagieren Wasserpflanzen darauf mit hellen, gelblich durchscheinenden oder blassen Blättern. Man spricht von einer Chlorose. Ähnliches lässt sich beobachten, wenn Mangan fehlt. Darüber hinaus ist dieses Spurenelement für Fische von großer Bedeutung, denn es hilft dabei, Krankheitserreger abzuwehren.

Auch der Organismus der im Aquarium lebenden Fische ist demzufolge auf eine ständige Zufuhr von Mineralstoffen angewiesen. Daneben sollten die Wasserbewohner mit ausreichend Vitaminen versorgt werden. Dies ist insbesondere bei Jungfischen wichtig, die sich noch im Wachstum befinden.

Um Mangelerscheinungen, Wachstumsstörungen und Erkrankungen bei Pflanzen und Fischen vorzubeugen, müssen alle benötigten Vitalstoffe stets im richtigen Verhältnis und in ausreichender Menge vorhanden sein.

Intelligente Nährstoffpräparate einsetzen

Im Handel gibt es spezielle Produkte, die diesen Bedarf decken und einfach anzuwenden sind. Für eine dauerhaft schöne Pflanzenpracht sollten Aquarienbesitzer zusätzlich regelmäßig Dünger einsetzen. Denn Pflanzennährstoffe verbrauchen sich im Aquarium unterschiedlich schnell und können nicht auf Vorrat gespeichert werden. Intelligente Düngesysteme führen lebensnotwendige Mineralien, Spurenelemente und Vitamine kombiniert zu: Kurzlebige Nährstoffe werden damit täglich und stabilere Nährstoff-Komplexe sowie pflanzenverfügbares Eisen wöchentlich erneuert. So wachsen Pflanzen besser und erstrahlen in den prächtigsten Farben.

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…dass es ein Gesetz gibt, aus dem man eine wichtige Grundregel für die Düngung im Aquarium ableiten kann? Der deutsche Chemiker Justus von Liebig machte im 19. Jahrhundert das sogenannte „Minimumgesetz“ populär. Demzufolge wird das Wachstum von Pflanzen immer durch die knappste Ressource, den sogenannten Minimumfaktor, eingeschränkt. Hierzu zählen neben Wasser, Licht und Kohlendioxid auch Nährstoffe. Liegt ein solcher Minimumfaktor vor und wird nun ein Nährelement angeboten, das bereits in der benötigten Menge vorhanden ist, so hat dies keinerlei Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen. Eine Überversorgung mit einem Element kann demzufolge niemals einen Mangel ausgleichen. Umso wichtiger ist es, im Aquarium immer alle benötigten Nährstoffe ausreichend vorzuhalten.

Tipp: Achte beim Düngen darauf, möglichst phosphatfreie Produkte zu verwenden, um das Algenwachstum nicht zu fördern!

 

Text: Söll – Wasser soll leben 

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