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Unbeschadet durch den Sommer: So kann die Hitze Aquarienbewohnern nichts anhaben

Zwar stammen die meisten Zierfische aus den Tropen. Doch bei sehr hohen Temperaturen kann es für Aquarienbewohner auch hierzulande zu warm im Sommer werden. Florian Grabsch vom Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (VDA) weiß, was in solchen Situationen zu tun ist.

Junge blonde Frau beugt sich über Aquarium und füttert Zierfische.

Temperaturen von bis zu 27 oder 28 Grad Celsius sind die meisten Aquarienfische von Natur aus gewohnt. Noch wärmer aber sollte es im Aquarium nicht werden. „Kurzfristig tolerieren die meisten Aquarienfische zwar auch 30 Grad. Man sollte es allerdings nicht darauf anlegen und lieber schon im Vorfeld dafür sorgen, dass das Wasser kühler bleibt“, sagt Grabsch. „Solange sich das Zimmer nicht übermäßig erhitzt, steigen auch die Temperaturen im Aquarium nicht übermäßig an“, stellt er fest. Entsprechend empfiehlt es sich, die Sonneneinstrahlung zu minimieren, Vorhänge oder Rollos zu schließen und zu lüften.

Pumpen für die Durchlüftung

Apropos Luft: „Eine gute Durchlüftung des Aquariums ist bei hohen Temperaturen besonders wichtig, da es den Fischen andernfalls schnell an Sauerstoff mangeln könnte“, erklärt Grabsch. Daher bieten sich bei Hitze zusätzliche Pumpen für eine starke Umwälzung des Wassers und für eine kräftige Oberflächenbewegung an. Hier weiß der Fachhandel Rat.

Auch empfiehlt Grabsch, die Abdeckung des Aquariums bei hohen Wassertemperaturen so weit wie möglich zu öffnen. „Das sollte man aber natürlich nur dann machen, wenn man keine Fische hält, die springen“, schränkt er ein. In diesem Fall können sich Zierfischhalter mit speziellen Lüftern behelfen, die man an der Abdeckung anbringen kann und die auf diese Weise für ein wenig Verdunstungskälte sorgen. „Man braucht diese Lüfter aber nur selten“, hat Grabsch festgestellt.

Häufige Wasserwechsel

Da die Beleuchtung des Aquariums das Wasser zusätzlich aufheizt, kann es sinnvoll sein, das Licht bei hohen Wassertemperaturen auszuschalten. „Aber nur, wenn das Aquarium nicht bepflanzt ist“, gibt Grabsch zu bedenken. Denn Pflanzen brauchen das Licht für die Photosynthese und somit, um Sauerstoff zu erzeugen. Ohnehin kommt der Wasserqualität bei Hitze eine besondere Bedeutung zu, sagt der Experte. Daher rät Grabsch Aquarianern, das Wasser im Sommer noch etwas öfter zu wechseln als sonst und die Fische außerdem eher sparsam zu füttern, sodass keine Futterreste und mögliche Fäulnisherde übrigbleiben.

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