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Wissenschaft

Überraschend ähnlich: Visuelle Suche bei Menschen und Schützenfischen

Tierphysiologen der Universität Bayreuth haben überraschende Ähnlichkeiten von Menschen und Schützenfischen entdeckt. Deren visuelle Suchstrategien sind einander ähnlich und gleichermaßen erfolgreich, trotz großer Unterschiede im Aufbau der zugrunde liegenden Nervensysteme. Eine spezielle Nudelsorte im Supermarktregal zu finden oder den eigenen Drahtesel auf einem vollen Fahrradparkplatz zu entdecken – das sind Beispiele für eine erfolgreiche visuelle Suche, eine der hervorragendsten Leistungen des menschlichen Gehirns. Dabei sorgt ein komplexes Netzwerk aus Nervenzellen in der Hirnrinde dafür, dass eine im Ganzen unübersichtliche Szenerie Ausschnitt für Ausschnitt mit hoher Aufmerksamkeit abgetastet wird. Überraschenderweise gibt es Fische, die bei der visuellen Suche ganz ähnlich und …

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Geruchssinn und Sonnenkompass: Wie Fische ihren Weg finden

Internationales Forscherteam untersucht Wanderungen und Orientierung von Korallenriff-Fischen. Jedes Jahr im australischen Sommer, von Dezember bis Februar, findet im Great Barrier Reef eine Massenwanderung von Fischlarven statt. Ähnlich wie die Lachse zum Laichen an die Mündung ihres Geburtsflusses wandern, kehren die Korallenriff-Fische an ihr Heimatriff zurück. Ein Wanderungsverhalten, das Prof. Dr. Gabriele Gerlach seit etwa zehn Jahren untersucht. Jetzt konnte die Hochschullehrerin für Biodiversität und Evolutionsbiologie der Tiere zusammen mit dem Biologen und Experten für Neurosensorik, Prof. Dr. Henrik Mouritsen (beide Universität Oldenburg), nachweisen: Die Larven nutzen zur Navigation im offenen Ozean einen Sonnenkompass. Unter dem Titel „Sun Compass Orientation …

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Kommunikation unter Wasser: Fische können sich gut riechen

„Direkt hinter den Nasenlöchern befindet sich bei Fischen die Geruchskammer, durch die ständig Umgebungswasser strömt“, erklärt Dr. Gabriele Gerlach, Hochschullehrerin für Biodiversität und Evolution der Tiere an der Universität Oldenburg. „Das Riechorgan ist mit mehr als einer Million Nervenenden pro Quadratzentimeter ausgekleidet. So können Fische selbst Duftstoffe wahrnehmen, die im Wasser nur in homöopathisch kleiner Konzentration enthalten sind.“ Bewerte das Projekt Vollständigkeit Information Projektaufbau Projekterfolg

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Brüderlein und Schwesterlein: Fische schwimmen lieber mit Verwandten

Viele Tiere können verwandte Artgenossen von fremden unterscheiden. Tierarten, die ihren Nachwuchs aufziehen und betreuen, identifizieren Angehörige einerseitsüber Vertrautheit, andererseits aber auch über Ähnlichkeit im Aussehen und über den Geruch. Diese verschiedenen Mechanismen sind oft schwer zu entwirren. Joachim Frommen und seine Kollegen vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna haben nun die Vorlieben des Dreistachligen Stichling bei der Schwarmwahl untersucht. In ihrer Arbeit konnten die Wissenschafter zeigen, dass diese Fische Verwandte als Schwimmpartner bevorzugen, unabhängig davon, ob sich diese zuvor bekannt oder fremd waren. Viele Fischarten sind für ihr Schwarmverhalten bekannt. Die Zusammensetzung dieser Schwärme kann durch Bekanntschaft und Verwandtschaft …

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Fische kassieren Miete von ihren Mitbewohnern

Die Prinzessin vom Tanganjikasee muss ihren Nachwuchs nicht alleine versorgen: Bei dieser Fischart, die zu den Buntbarschen gehört und ausschliesslich im afrikanischen Tanganjika-See vorkommt, unterstützen bis zu fünfundzwanzig Helfer das Elternpaar bei der Brutpflege. Sie fächeln den Eiern sauerstoffreiches Wasser zu, säubern das Gelege, verteidigen das Territorium gegen Fressfeinde und sorgen dafür, dass die Bruthöhle nicht von Sand zugeschüttet wird. Einige von ihnen pflanzen sich niemals selbst fort. Was die Tiere zu diesem Verhalten motiviert, haben Markus Zöttl und seine Kollegen von der Abteilung Verhaltensökologie des Berner Instituts für Ökologie und Evolution untersucht. Nur wer zahlt, darf bleiben  Bruthelfer gibt …

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Kluge Fische haben weniger Nachwuchs

Ein größeres Gehirn hat seinen Preis, auch für Fische. Die Tiere sind zwar klüger, haben aber weniger Nachkommen und einen kleineren Darmtrakt, wie eine aktuelle Studie herausgefunden hat Intelligente Weibchen Für die von Niclas Holm geleitete Studie, an der auch der österreichische Biologe Alexander Kotrschal von der schwedischen Uppsala Universität beteiligt war, wurden Guppy-Fische einer künstlichen Selektion unterworfen. Dabei wurden Tiere mit besonders großen und kleinen Hirnen im Vergleich zur Körpergröße gezüchtet. Bereits nach zwei Generationen sahen die Forscher zwischen den beiden Linien einen Unterschied von neun Prozent in der relativen Hirngröße. Die Studie in “Current Biology”: “Artificial Selection on …

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Geräuschvolle Abwehr: Wie Fische ihre Brut schützen

Zum Erstaunen vieler Zierfischfreunde ist es im Aquarium nicht immer mucksmäuschenstill. Insbesondere während der Balz- und Brutzeit kann es in der bunten Unterwasserwelt sogar „laut“ werden. Denn manche Fischarten verfügen über die Fähigkeit, auch für Menschen hörbare Laute von sich zu geben. „Fischarten, die der Brutpflege viel Aufmerksamkeit widmen, sind oft auch sehr vehement bei der Verteidigung ihrer Nachkommen“, erklärt Zierfischexpertin und Ratgeberautorin Privatdozentin Dr. Petra Kölle. Besonders Fischarten wie Skalare oder Schwielenwelse haben bemerkenswerte Instrumente, um mit Artgenossen zu kommunizieren oder Fressfeinde abzuschrecken. „Zierfischfreunde nehmen eine Art Knarren oder Knacken wahr“, so Dr. Kölle. Mit diesen Geräuschen vertreiben die …

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Schon gewusst? Die Beißkraft der Piranhas ist größer als die des Tyrannosaurus rex

Mit 320 Newton kann der Schwarze Piranha aufgrund seiner großen Kiefermuskeln mit einer Kraft zubeißen, die dem 30-Fachen seines Körpergewichts entspricht. Das haben Forscher in einer Studie kürzlich herausgefunden. Das macht ihn zum stärksten (Zu-)Beißer in der Welt der Knochenfische. Im Vergleich mit anderen Tiere, ist es mehr als die Beißkraft eines Weißen Hais oder des Tyrannosaurus rex Weitere Informationen findest Du hier: klick Bewerte das Projekt Vollständigkeit Information Projektaufbau Projekterfolg

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Der Verlierer hat Glück bei den Frauen

Weibchen des Atlantik-Kärpflings (Poecilia mexicana) bevorzugen eigentlich große, starke Männchen. Wenn sie diese aber bei einem siegreichen Kampf beobachtet haben, entscheiden sie sich eher für das Verlierermännchen. Das haben Frankfurter Biologen von der Goethe-Universität herausgefunden. Sie erklären dieses Verhalten damit, dass Männchen nach einem gerade gewonnen Kampf die Weibchen stärker sexuell bedrängen. In der Natur gilt meist das Recht des Stärkeren: Wer oben in der Hierarchie steht, darf sich größere und bessere Futterbrocken nehmen und sich mit den hochwertigsten Weibchen paaren. Und diese Weibchen bevorzugen oft die dominanten Siegertypen, denn dann bekommen auch sie mehr und besseres Futter, und die …

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Neue Artbeschreibungen – Wie wird sowas gemacht?

Wie werden neue Arten überhaupt beschrieben? Was bedeutet es eine neue Art zu beschreiben? Dank einem netten Gespräch mit Anton Lamboj von der Universität Wien, können wir euch ein wenig darüber erzählen. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit diese Erläuterungen in weiteren Teilen auszuführen. Ein spannendes Thema, wie wir finden!  An sich ist bei guter Arbeit ein Literaturstudium der zu bearbeitenden Gruppe wichtig (z.B. Charakteristik der Gruppe, mindestens aber der Gattung wo die Art vsl. reingehört). Das variiert natürlich zwischen den Gruppen. Es ist klarerweise bei Schnecken anders als bei Garnelen und anders als bei Fischen. In modernen Beschreibungen ist dann vor …

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