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Wissenschaft

Faszinierende Farbspiele im Aquarium – Stimmung von Fischen ist an ihrer Farbe zu erkennen

Wer einen Blick in ein Süß- oder Meerwasseraquarium wirft, kann einzigartige Farbenspiele entdecken: bunt-schillernde Regenbogenfische oder blau-weiß gestreifte Zebrabärblinge, leuchtende Gelbe Segelflossendoktoren oder Fischarten, die wie Silber glänzen. Andere wiederum sind schlammfarben oder schwarz. Fische können sogar plötzlich ihre Farbe wechseln. Aber wie entsteht diese Farbvielfalt und wozu dient sie? Können Fische überhaupt Farben erkennen? „Farben spielen für Fische unter anderem bei der Partnerwahl eine wichtige Rolle“, sagt Prof. Dr. Ellen Thaler vom Institut für Zoologie an der Universität Innsbruck. „Paarungsbereite Männchen wechseln ihre ‚Alltagsfarbe‘ dann in eine auffällige Balzfärbung, um Weibchen zu beeindrucken. Fische sind zudem viel farbtüchtiger als …

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Musik im Aquarienzimmer: Mit etwas Abstand kein Problem

Viele Aquarienfische wie Karpfenfische, Salmler und Welse haben ein sehr gutes Gehör, und einige Fischarten kommunizieren über Geräusche miteinander. Sie sind deshalb auch durchaus empfindlich für Geräusche. „Dennoch müssen Musikfans und Feierfreudige nicht auf laute Musik verzichten“, sagt Florian Grabsch, Vizepräsident im Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (VDA). Fische hören über flüssigkeitsgefüllte Blasen im Körper. Diese sind dem menschlichen Innenohr in der Funktion ähnlich. Bei vielen Zierfischarten, die im Aquarium gehalten werden, sind diese Blasen auch noch über Knochen mit der luftgefüllten Schwimmblase verbunden. „Zudem haben Fische an ihren Körperseiten Sinneszellen, die bereits leichte Schwingungen aufnehmen – …

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Poecilia mexicana ampeche Männchen bei der Balz - Foto: Dipl. Biol. Frank Schäfer

Studie: Fischmänner führen attraktive Konkurrenten hinters Licht

Was macht man(n), wenn man es auf eine gut aussehende Dame abgesehen hat, aber nicht möchte, dass die Konkurrenz auf sie aufmerksam wird? Richtig, man legt eine falsche Fährte und lenkt die Herren von der wahren Traumfrau ab – zumindest machen das Mexiko-Kärpflinge so. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forscherteams um Biologe Dr. David Bierbach vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. „Die Fische fürchten, ihr bevorzugtes Weibchen könnte ihnen weggeschnappt werden“, erklärt der Studienleiter das Verhalten der Fisch-Herren. Ein interessantes Schauspiel – nicht nur für Zierfischfans. Für ihre Studie beobachteten die Forscher um Dr. Bierbach eine Woche lang …

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Der Teufelskärpfling (Cyprinodon diabolis) - eines der seltensten Wirbeltiere der Erde © Olin Feurbacher/ U.S. Geological Survey

Wüstenfisch verblüfft Forscher

Teufelskärpfling im Death Valley ist mobiler als gedacht Eigentlich müsste er längst ausgestorben sein: In einem Wasserloch mitten im amerikanischen Death Valley lebt die seltenste Fischart der Welt – der Teufelskärpfling. Wie und wann dieser Fisch in diese Wüste gelangte, haben US-Forscher nun aufgeklärt. Das überraschende Ergebnis: Der Fisch lebt erst seit maximal 800 Jahren in der Warmwasserquelle. Irgendwie hat er offenbar Mittel und Wege gefunden, die mehreren Kilometer heißer, trockener Wüste bis zu seinem isolierten Lebensraum zu durchqueren. Der Teufelskärpfling (Cyprinodon diabolis) ist ein echter Sonderling. Denn dieser Fisch lebt ausgerechnet in der heißesten und trockensten Wüste der Erde …

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Sozialpädagogik: Garnelen sind gute Zuhörer

Eine bunte Schar von Aquariumbewohnern unterstützt die Sozialpädagogin Cornelia Dilly bei ihrer täglichen Arbeit mit benachteiligten Kindern. Hannes (Name geändert), 9, redet nicht viel. Es fällt ihm schwer, auf Gruppen zuzugehen und Menschen einzuschätzen. Mit Hans-Peter ist das anders. Ihm kann er alles erzählen und Hans-Peter hört auch immer zu. Hans-Peter ist eine Garnele und lebt in einem Aquarium. Die Garnele und ihre schwimmenden Mitbewohner sind eine wichtige Unterstützung für die Sozialpädagogin Cornelia Dilly, die in einer Tagesgruppe der hessischen Jugendhilfeeinrichtung „Haus am Kirschberg“ Kinder mit emotionalen und sozialen Störungen betreut. Viele der Sechs- bis Sechszehnjährigen haben in ihren Familien …

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Fische helfen, Ängste abzubauen

Prof. Dr. Dieter Steinhagen beschäftigt sich an der Tierärztlichen Hochschule Hannover vor allem mit Fischkrankheiten, kennt sich aber auch mit den Effekten von Fischen auf das Wohlbefinden des Menschen aus. Herr Professor Steinhagen, wie werden Fische in tiergestützten Interventionen eingesetzt? Aquarien mit Fischen werden zunehmend genutzt, um therapeutische oder pädagogische Ziele zu erreichen. So setzen beispielsweise Arztpraxen oder Kliniken auf den beruhigenden Effekt von Aquarien, um ihre Patienten im Wartezimmer zu beschäftigen und Ängste zu mindern. Auch in sozialen Einrichtungen oder Wohngruppen kann die gezielte Beobachtung von Fischen dazu beitragen, Spannungen und Aggressionen abzubauen. Was ist so faszinierend an der …

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Sei mein Schwarm – Buntbarschschwestern schwimmen gemeinsam, um ans Ziel zu kommen

Im Schwarm zu schwimmen bietet vielen Fischen Schutz. Wer aber mit wem schwärmt, ist von Art zu Art unterschiedlich. Ein Forschungsteam vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna hat Buntbarsche im zentralafrikanischen Tanganjikasee untersucht.Die Forschenden beobachteten, dass Weibchen sich im Laufe ihres Lebens weiter vom Geburtsort entfernen als Männchen. Um Risiken zu minimieren und die Verbreitung der eigenen Erbinformation zu sichern, schwimmen die Weibchen dabei häufig mit ihren Schwestern im Schwarm. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Oecologia veröffentlicht. Wie und wohin sich Tiere nach dem Verlassen ihres Nests verbreiten, hängt von der Tierart und den ökologischen Umständen ab. …

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Am schwarzen Fluss – Eine spannende Fischfangexpedition zum Rio Negro kurzzeitig kostenlos

aqua-media.tv hat uns zu Weihnachten ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Bis zum 05.01.2015 kann der Film “Am schwarzen Fluss” kostenlos auf Youtube angesehen werden. Eine spannende Fischfangexpedition zum Rio Negro wartet in den nächsten 33 Minuten auf uns. Das solltest du dir nicht entgehen lassen! Zum Inhalt von: „Am schwarzen Fluss“ (Hauptfilm, Länge: 33:05 Min.) Spannende Fischfangexpedition zum „Rio Negro“. Das Team unter der Leitung von Dr. Wolfgang Staeck und Michael Böttner ist auf der Suche nach bisher unentdeckten Arten. Auf der beschwerlichen Fahrt zum „Schwarzen Fluss“ müssen die Boote den geheimnisvollen „Rio Casiquiare“ passieren. Er führt durch das Land der „Yanomami“-Indianer, eines der letzten …

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Lebensräume der Gattung Sewellia

Plattschmerle oder Flossensauger sind die umgangssprachlichen deutschen Namen von Schmerlen verschiedenster Gattungen der Balitoridae und Gastromyzontidae. Davon gibt es allein in Südlaos zu viele Arten, als dass sie in einem Artikel behandelt werden könnten. Dieser Artikel konzentriert sich auf drei der vier in diesem Gebiet beschriebenen Flossensauger der Gattung Sewellia: S. elongata, S. speciosa und S. diardi. Schmerlen der Gattung Sewellia werden besonders stark mit dem Namen Flossensauger assoziiert und wegen ihrer interessanten Form sowie der ansprechenden Musterung und Farben von vielen Aquarianern gern gehalten. Zusätzlich, und das ist nicht unerheblich, lassen sich diese Schmerlen gut nachziehen (Strozyk; Müller 2011). …

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Terraristik-Studie der Uni Leipzig belegt keine schlechten Haltungsbedingungen für Reptilien in Deutschland

ZZF bewertet Interpretationen der neuen Terraristik-Studie der Uni Leipzig als unsachlich und unzulässig / Präsident Holthenrich kritisiert: Reptilienhalter geraten unter Generalverdacht  Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) bewertet die Interpretationen der neuen Terraristik-Studie der Universität Leipzig als unsachlich und unzulässig. In Medienberichten und in einer Presseinformation von Dr. Madeleine Martin, Landestierschutzbeauftragte des Landes Hessen, vom 30. Oktober wurde behauptet, dass die Studie “zum Teil eklatante tierschutzrelevante Missstände in der Reptilienhaltung hervorbringt”. Dabei beziehen die Herausgeber sich auf eine Untersuchung von PD Dr. Michael Pees u.a., bei der in spezialisierten tierärztlichen Einrichtungen 304 Halter nach Daten zu ihren Reptilien, zur Unterbringung und …

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