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Wissenschaft

Psychopharmaka im Wasser machen Fische leichtsinnig

Schon geringe Rückstände der Medikamente verändern das Verhalten von Flussbarschen Das Beruhigungsmittel Oxazepam wirkt sich auch auf Fische aus. Schwedische Forscher haben jetzt gezeigt, dass ins Abwasser gelangte Rückstände des Medikaments ausreichen, um bei Flussbarschen eine Verhaltensänderung zu bewirken: Sie werden asozialer und gefräßiger. Dies zeigt sich schon bei Konzentrationen, die denen entsprechen, wie sie mittlerweile in Seen und Flüssen zu finden sind, so die Forscher von der Universität Umeå im Fachmagazin “Science”. Angstzustände und Schlaflosigkeit belasten viele Menschen, bis sie der Leidensdruck schließlich zum Arzt treibt – ein Medikament soll der Ruhelosigkeit ein Ende bereiten. Was Ärzte nun häufig …

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Weltraumaquarium

Ein Aquarium auf dem Weg ins All

Die Größe und das Gewicht entsprechen in etwa dem eines Bierkastens, doch im Inneren ist der Metallcontainer vollgepackt mit ausgefeilter Technik für kleine Pflanzen und Tierchen: Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Universität Hohenheim schicken am 19. April 2013 ein künstliches Ökosystem ins All, um herauszufinden, wie Zellen und Organe auf Schwerelosigkeit reagieren. Dadurch erhoffen sie sich unter anderem neue Erkenntnisse über das Immunsystem und Therapieansätze für Krankheiten wie die Reisekrankheit. Die unbemannte Sojusrakete, die voraussichtlich am 19. April vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abhebt, bringt einen Biosatelliten und mit ihm einen kleinen Experimentcontainter der Arbeitsgruppe von PD Dr. …

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Studie: Homosexuelles Verhalten macht Fische attraktiv

Frankfurt/Main (dpa) – Sex, egal mit wem: Männliche Atlantikkärpflinge mögen auch das gleiche Geschlecht. Das wiederum macht sie nach einer deutschen Studie besonders begehrenswert für die Weibchen. Homosexuelles Verhalten macht männliche Fische für Weibchen sexy. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Frankfurt in einer Studie. Den Atlantikkärpfling-Weibchen ist es demnach egal, ob ein Männchen auch mal mit Geschlechtsgenossen Sex hat. Hauptsache, es ist sexuell aktiv. Denn das bedeutet Gesundheit, Vitalität und gute Kondition. “Sexuelle Aktivität an sich stellt für Weibchen ein Qualitätsmerkmal dar, denn kranke oder unterernährte Männchen zeigen kaum Sexualverhalten”, sagte der Evolutionsbiologe David Bierbach vom Institut für …

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Flirten in Farbe: Zebrafische machen sich für den Partner schön

Was manche Aquarianer schon immer wussten, konnte eine Forschungsgruppe der Vetmeduni Vienna jetzt bestätigen. Geht es bei Zebrafischen für das Ablaichen zur Sache, ändern sie für kurze Zeit ihre Farbe: Die hellen und dunklen Streifen beider Geschlechter werden dann intensiver. Diese für Schwarmfische erstaunlichen Ergebnisse stammen aus der ersten systematischen Studie zur Körperfärbung bei Zebrafischen, die soeben in der Zeitschrift „Ethology“ erschienen ist. Aufwändige sekundäre Geschlechtsmerkmale bei Tieren werden oft übersehen, weil sie außerhalb des Wahrnehmungsbereichs des Menschen liegen. Dazu gehören zum Beispiel ultraviolettes Licht, Ultraschall, elektrische Signale oder Pheromone. Manche Tiere ändern für die Paarung kurzzeitig die Farbe. Anders …

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Vielfalt afrikanischer Buntbarsche beruht auf unabhängiger Anpassung

In vergleichbaren Lebensräumen findet man häufig ähnlich aussehende Arten, die unabhängig voneinander durch Anpassung an ihre Umgebung entstanden sind. Basler Forscher konnten bei afrikanischen Buntbarschen nun erstmals zeigen, dass sich Fische mit ähnlichem Aussehen auch innerhalb des gleichen Lebensraumes entwickeln können. Dies könnte die enorme Vielfalt der Buntbarsche im Tanganjikasee erklären. Unterschiedliche Arten können sich unabhängig voneinander an den gleichen Lebensraum anpassen. Das auch als konvergente Evolution bezeichnete Phänomen lässt sich beispielsweise bei Anolis-Eidechsen zeigen: Auf verschiedenen karibischen Inseln haben sich im Lauf der Zeit unterschiedliche Arten mit ähnlichem Aussehen entwickelt. Am Beispiel von ostafrikanischen Buntbarschen konnte das Basler Forschungsteam …

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Buntbarsche: Wie wirkt sich die Schwimmblase auf das Hörvermögen aus?

Die Schwimmblase dient bei Knochenfischen – Fische mit verknöcherten Skeletten – in erster Linie dem Auftrieb. Bei vielen Arten erfüllt sie zudem akustische Funktionen: Sie kann der Lautbildung und in zahlreichen Varianten der Verbesserung des Hörvermögens dienen. BiologInnen der Universität Wien um Friedrich Ladich haben nun erstmals bei Buntbarschen die Unterschiede in der Schwimmblasenmorphologie sowie deren Auswirkungen auf das Hörvermögen untersucht. Die Ergebnisse haben sie in der renommierten Fachzeitschrift PLoS ONE publiziert. “Die Schallschwingungen werden entweder durch vordere Fortsätze oder durch eigene Knöchelchen ans Innenohr weitergeleitet”, erklärt Biologin Tanja Schulz-Mirbach die Charakteristika von Schwimmblasen, die dem Hören dienen. Damit verbessere …

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