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Eingewöhnung von Aquarientieren

Du hast dir die Fische ausgesucht und willst in den Laden gehen und sie kaufen. Was solltest du beachten, und wie ziehen die neuen Bewohner möglichst schonend bei dir ein? Hier wird’s erklärt.

Die Tüte ins Aquarium legen, eine halbe Stunde warten, Tüte auf und Fische ins Aquarium schütten? Mach das bitte auf keinen Fall!

Beim Eingewöhnen der Tiere kommt es nicht nur auf die Temperatur an, sondern auch auf die eventuell unterschiedlichen Wasserwerte. Besonders genau weißt du natürlich, wie es darum bestellt ist, wenn du die Werte des Tütenwassers misst und mit deinen heimischen vergleichst – je unterschiedlicher sie sind, desto behutsamer und langsamer muss das Eingewöhnen von statten gehen. Die ausschlaggebenden Werte sind Temperatur, Härte bzw. Leitwert und pH-Wert.

Großer Unterschied: Ist der Temperaturunterschied groß, weil die Anreise länger war, legst du die verschlossene Tüte für etwa eine halbe Stunde ins Aquarium. Licht aus, damit die Fische nicht so gestresst werden!

Ist die Temperatur angeglichen, stellst du die Tüte mit den Fischen in einen Eimer oder Becher, in dem sie nicht umkippen kann. Öffne sie und lass den Rand hoch stehen, damit niemand heraus springen kann. Nun kannst du behutsam alle 10 Minuten einen Becher Aquarienwasser zugeben. Ein Leitwertmessgerät erleichtert das Umsetzen: wenn die Werte weniger als ungefähr 50 Microsiemens voneinander abweichen, kannst du umsetzen. Achtung! Ist der Wert in der Tüte wesentlich höher, solltest du die Anpassung sehr langsam vornehmen. Ist er niedriger, musst du dir nicht ganz so viel Zeit nehmen: Der Wechsel von hartem in weiches Wasser belastet die Fische mehr als umgekehrt.

Sind die Wasserwerte angepasst, hängst du einen Kescher in ein flaches Gefäß, so dass sein Netz kurz über dem Boden endet, und gießt den Tüteninhalt vorsichtig hinein. Schalte das Licht im Aquarium ggf. aus, wenn es sich um sehr stressempfindliche Fische handelt. Die Fische werden jetzt per Kescher ins Aquarium umgesetzt – das Tütenwasser sollte nicht im Becken landen. Geschafft!

Die besonders schonende Methode: Sind die Werte sehr unterschiedlich oder unbekannt oder die Fische besonders empfindlich, solltest du die Tropfschlauchmethode anwenden. Fülle einige Liter Aquarienwasser in ein Gefäß und stelle es erhöht. Gieß das Tütenwasser mit den Fischen vorsichtig (nicht tief fallen lassen) in einen Eimer. Nun hängst du einen dünnen Schlauch wie beim Wasserwechsel in das Gefäß und den Eimer, saug kurz an und lass das Aquarienwasser langsam in den Eimer mit den Fischen laufen. Passe die Fließgeschwindigkeit mit einem Hahn oder einer Wäscheklammer an und lege einen Deckel auf den Eimer, damit kein Fisch heraus springen kann und die Fische auch nicht mehr als nötig gestört werden.

Auch hier werden die Tiere zum Schluss mit dem Kescher umgesetzt, wenn die Werte im Eimer weitestgehend denen im Aquarium entsprechen.

Quelle: aQuaBits Welt der Tiere

Lesezeit: etwa 2 Minuten

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