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Einrichtung

Für die Einrichtung eines Diskusaquariums sollten einige Dinge beachtet werden:

Technik

Diskus fühlen sich nur wohl, wenn sie genug Platz haben
Diskus fühlen sich nur wohl, wenn sie genug Platz haben

Aquarium Mindestgröße

  1. Diskuspaar mit Beifischen, im bepflanzten Aquarium. Hierfür benötigst du mindestens eine Aquariumgröße von 180 Liter (100 cm x 40 cm x 45 cm). Wir empfehlen eine Aquariumgröße ab 250 Liter (100 cm x 50 cm x 50 cm). Das Pärchen sollte mindestens eine Größe von 14 cm haben, da Jungtiere besser in einer Gruppe, in der Futterneid entsteht, aufwachsen können.
  2. Diskusaufzucht, bzw. GruppenhaltungZur Aufzucht von einer Diskusgruppe (mit mindestens 10 Tieren) eignet sich bereits ein Aquarium von 180 Liter (100 cm x 40 cm x 45 cm). Für 10 ausgewachsene Tiere empfehlen wir jedoch mindestens eine Aquariumgröße ab 300 Litern. Generell sollte eine Diskusgruppe aus mindestens 10-12 Tieren bestehen. Diese Empfehlung sollte dringend eingehalten werden, da sonst ein Tier von der Gruppe abgesondert werden kann und nicht ausreichend Futter erhält.
  3. Gruppenhaltung im bepflanzten Aquarium mit BeifischenFür 10 ausgewachsene Diskusfische inklusiv Beifische und Pflanzen empfehlen wir eine Aquarium-Mindestgröße ab 400 Litern.

Heizstab/Aquarium Heizung
Wir empfehlen den Heizstab an den Seitenscheiben deines Aquariums zu befestigen, damit freie Sicht auf die Fische besteht. Der eingesteckte und funktionierende Heizstab sollte immer unter Wasser sein, da er sonst durchbrennt. Der Heizstab sollte 24 Stunden täglich laufen. An der Vorderseite des Aquariums sollte ein kleines Thermometer mittels Saugnapf befestigt werden. So kann die Temperatur einfach angelesen und kontrolliert werden. Die ideale Haltungstemperatur von Diskusfischen liegt bei 29 – 30 °C.

Beleuchtung
Diskusfische haben große Augen und sind daher recht lichtempfindlich. Bei einer Aquarium Höhe von maximal 50 cm sollte eine Leuchtstoffröhre mit Tageslicht ähnlichem Licht – bis zu einer Beckentiefe von 40 cm – ausreichen. Ist das Becken tiefer, werden zwei Leuchtstoffröhren benötigt, um auch die Pflanzen mit ausreichend Licht zu versorgen. Die Beleuchtung sollte täglich etwa 12-14 Stunden eingeschaltet sein (7 Uhr morgens bis 21 Uhr abends). Diese Zeitspanne lässt sich sehr gut über eine Zeitschaltuhr regeln.

Nachtlicht
Fische orientieren sich in der freien Natur am Mondlicht oder der Sonne. Mit einem Nachtlicht, welches du über eine Zeitschaltuhr steuern kannst und sich mit dem Tageslicht überschneidet, hilfst du den Tieren die Orientierung zu behalten und die Schreckhaftigkeit zu minimieren. Denn wenn dein Aquarium in totaler Dunkelheit steht und plötzlich ein Licht eingeschaltet wird, könnten die Diskusfische aus Schreck aus dem Aquarium springen oder mit hoher Geschwindigkeit vor die Scheibe schwimmen und sich dadurch verletzen. Mit einem Nachtlicht schließst du diese Risiken aus.

Einrichtung

ein toll eingerichtetes Becken
ein toll eingerichtetes Becken

Bodengrund
Wir empfehlen als Bodengrund Quarzsand oder feinen Aquarienkies zu verwenden. Den Kies bitte vor dem Einbringen in das Aquarium unter fließendem Wasser, mit Hilfe eines Durchschlages (z.B. Nudelsieb) vom Staub befreien einer Wassertrübung vorzubeugen.

Bodengrund Reinigung

Mit der Mulmglocke, um einer Schwefelwasserstoff Vergiftung vorzubeugen oder diese zu beheben:
Den Fischen ging es wochen- monatelang gut und plötzlich verändert sich das Verhalten der Tiere. Die Fische sind nicht mehr so zutraulich, schreckhaft, die Atmung wird schneller und die Tiere fühlen sich nicht mehr so wohl. Die Ursache hierfür ist oft eine Schwefelwassersstoff Vergiftung, die sich durch eine Verunreinigung des Bodengrundes bildet. Dieses wird sichtbar durch aufsteigende Bläschen beim Bewegen des Bodengrundes. Es handelt sich dabei um Fäulnisgase, die sich im Bodengrund bilden. Dieses kann vermieden oder behoben werden, indem man mit der Mulmglocke den Bodengrund beim Wasserwechsel säubert. Wir empfehlen diesen Vorgang 1x wöchentlich durchzuführen.

Wurzeln, Pflanzen und Steine
Moorkienwurzeln haben sich gut bewährt und sind im Zoofachhandel erhältlich. Diese Aquaristik-Wurzeln schwimmen nicht, setzen sich gut auf dem Bodengrund ab und sind auch frei von Schadstoffen, wie sie z.B. in Pflanzenschutzmitteln vorkommen. Vor dem Kauf von Steinen sollte geprüft werden, ob diese die Wasserwerte negativ beeinflussen, da sie Mineralien abgeben können.

Anubias barteri var. angustifolia
Anubias barteri var. Barteri
Anubias barteri var. caladiifolia
Anubias barteri var. coffeefolia
Anubias barteri var. nana
Anubias barteri var. nana ‘Petite’
Aponogeton boivinianus
Aponogeton crispus
Aponogeton crispus ‘Red’
Aponogeton longiplumulosus
Aponogeton madagascariensis
Aponogeton ulvaceus
Bolbitis heudelotii
Ceratopteris thalictroides
Crinum calamistratum
Crinum natans
Crinum thaianum
Cryptocoryne beckettii ”petchii”
Cryptocoryne crispatula
Cryptocoryne parva
Cryptocoryne undulata `Broad Leaves`
Cryptocoryne wendtii `Brown`
Cryptocoryne wendtii `Green`
Cryptocoryne wendtii `Mi Oya`
Cryptocoryne wendtii `Tropica`
Cryptocoryne x willisii
Echinodorus `Aquartica`
Echinodorus bleheri
Echinodorus cordifolius ssp. fluitans
Echinodorus osiris
Echinodorus Ozelot`
Echinodorus `Ozelot Green`
Echinodorus palaefolius var. latifolius
Echinodorus quadricostatus
Echinodorus `Red Diamond`
Echinodorus `Red Special`
Echinodorus `Reni`
Echinodorus `Rosé`
Echinodorus `Rubin`
Echinodorus tenellus
Echinodorus uruguayensis
Echinodorus Vesuvius`
Echinodorus ‘Barthii’
Heteranthera zosterifolia
Hydrocotyle verticillata
Hygrophila corymbosa
Hygrophila corymbosa `Angustifolia`
Hygrophila corymbosa `Siamensis`
Lilaeopsis brasiliensis
Ludwigia glandulosa
Ludwigia repens `Rubin`
Marsilea hirsuta
Microsorum pteropus
Microsorum pteropus `Narrow`
Microsorum pteropus `Trident`
Nymphaea lotus
Nymphoides sp. `Taiwan`
Pogostemon stellata
Rotala rotundifolia
Rotala sp `Green`
Sagittaria subulata
Staurogyne repens
Taxiphyllum barbieri
Taxiphyllum sp. `Spiky`
Vallisneria sp. Gigantea`
Vallisneria sp. Natans`
Vallisneria spiralis Tiger`
Vesicularia dubyana Christmas`
Vesicularia ferriei Weeping`

Pflanze bitte die kleineren Pflanzen nach vorne und die größeren Pflanzen nach hinten. Wasserpflanzen sollten auch regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit deine Diskusfische auch noch genug Platz zum Schwimmen haben.

Quelle von Text und Bild:
Diskuszucht Stendker GmbH & Co. KG
www.diskuszucht-stendker.de

7 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    wir haben unsere Empfehlung zur Besatzdichte nur noch transparenter gestaltet. Für die Aufzucht von 10-12 Diskusfischen reicht ein 180 Liter Aquarium immer noch aus, jedoch sollte man die Tiere nach ca. 1-1 ½ Jahre in ein größeres Aquarium umsetzen!

    Diese und noch viel mehr Informationen rund um den Diskusfisch haben wir GRATIS auf unserer Homepage für alle Diskus-Interessierte frei zur Verfügung gestellt weil wir wollen, dass es unseren Diskusfischen weltweit gut geht und die Halter lange Freude mit unseren Tieren erleben.

    Auch ich beteilige mich in Foren und auf Facebook-Gruppen, die sich für Diskusfische interessieren und finde diesen Austausch sehr interessant und hilfreich.
    Auf den Bildern zu unserem Fotowettbewerb „Das schönste Diskusaquarium“ (Einsendeschluss ist der 28.02.2014) könnt Ihr schon sehr schöne Aquarien anschauen und sehen, wie gut es den Diskusfischen in einer Gruppenhaltung geht.
    (siehe: http://diskuszucht-stendker.de/de/Stendker-Diskusfische/Bildergalerie/Fotowettbewerb/)
    Unsere Zoofachhändler sind in der Regel sehr gut geschult und beantworten gerne Eure Fragen.
    Liebe Grüße
    Angelika Stendker

  2. Herausgestellt hat sich für mich folgendes Bild: Eine Diskusgruppe funktioniert ab 10 Tieren nachhaltig gut, da der Gruppendruck nicht bei einzelnen Tieren ankommt, sondern auf die Gruppe verteilt wird. Entscheidender wie die Größe des Aquariums, ist die Besatzdichte, wobei ich für eine 10er Gruppe im bepflanzten Gesellschaftsaqarium ebenfalls die 400 Liter Grenze sehe. Halte ich eine 10er Gruppe ohne viele Beifische und ohne den Schwimmraum mit vielen Pflanzen oder Einrichtung einzuengen, sind 300 Liter kein Problem. Die alte 50-Liter-Regel ist überholt (für mich), denn es zeigt sich immer wieder, dass eine 10er Gruppe im 300 Liter Becken funktioniert, eine 6er Gruppe aber häufig zu Problemen führt. Ich persönlich halte seit Jahren 12 Jumbos auf 450 Liter und es funktioniert wunderbar. Wichtig dazu ist es eine ausreichende Filterung sicherzustellen und die wöchentlichen Wasserwechselinvervalle einzuhalten. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen, ich spreche täglich mit Diskushaltern und das ist das Bild, das sich herauskristallisiert hat.

  3. Jörg Rademacher

    Hallo,
    also was ich hier über die Besatzdichte usw. lese ist die Vorgabe von Stendker. Diese ist unter den Diskushaltern und auch vielen vielen anderen Züchtern, mehr als umstritten.
    Sicher kann ich verstehen, dass eine Diskuszucht möglichst viele Diskusfische an den Mann bringen will, aber ist das Diskusgerecht? Stendker hat ja schon einmal seine eigene Fassung überarbeitet. Bis vor gut einem Jahr konnte man sogar noch 10 ausgewachsene Diskusfische in 180 Liter halten.
    Ich kann jedem nur raten, sich vielleicht doch mal lieber erst in den Foren, Gruppen und auch bei den vielen kleinen Züchtern oder Hobbyzüchtern zu unterhalten. Dort sieht und lernt man sehr viel über die Diskusfische und hat dann auch einen entsprechenden Ansprechpartner, wenn man Fragen hat.

  4. Für die Paarhaltung empfehlen wir mindestens ein 1 Meter (180 LIter) Aquarium. Für die Aufzucht einer Gruppe von z.B. 8 cm Fischen /12 Stück würde auch ein 1 Meter Aquarium ausreichen, jedoch sollte man die Diskusfische dann nach spätestens 1-1 1/2 Jahren in ein größeres Aquarium umsetzen.

    Für eine ausgewachsene Gruppe von ca. 10 Diskusfischen braucht man unserer Meinung nach mindestens 300 Liter, besser 450 Liter mit Pflanzen und Beifischen.

    Wenn man nicht so viel Platz hat, kann man sich ja für die Paarhaltung entscheiden.

  5. Da muss ich Thomas Recht geben.
    Eine Gruppe wie oben empfohlen von 10-12 Tieren braucht auf Dauer MINDESTENS 150x60x60 cm!!!
    Ich hatte mal eine 5er Gruppe auf 130x50x60cm, das war für mich die Untergrenze. Nach meiner Erfahrung wäre kleiner nicht gegangen, oder zumindest alles Andere als artgerecht!

  6. Hi.

    Eine super Quelle und ein super Haltungsbericht……… aber nur, wenn man will, dass es den Fischen nicht gut geht und sie nicht ihr ganzes Verhaltensspektrum zeigen sollen.
    Alleine bei einer zur erreichenden Mindestsgröße von mindestens 15 cm und einer Maximalgröße von um die 25 cm kann man solch einen Fische nicht in solch einem kleinen Becken halten..

    MFG

    • Hallo Thomas,
      danke für deinen Kommentar! Ich würde ebenfalls ein größeres Aquarium wählen. Diese Angaben sind jedoch MINDESTANFORDERUNGEN und werden von Herrn Stendker persönlich als solche angeführt.
      Er stellte den Großteil der Informationen für diese Rubrik.

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