Koi in verschiedenen Farbvarianten
Koi in verschiedenen Farbvarianten

Herkunft:

Es handelt sich hier um eine reine Zuchtform des Karpfen, die bis auf einige verwilderte Populationen nicht in der Natur zu finden ist. Koi sind japanische Schmuckkarpfen, die bereits vor über zweitausend Jahren in der chinesischen Literatur erwähnt wurden. Koi oder Goi ist das japanische Wort für Karpfen allgemein. Die heute gezüchteten Koi stammen vor allem aus Japan, aber auch z. B. aus Israel, Singapur oder Südafrika.

Beschreibung:

Der Koi ist in unzähligen Zuchtvarianten. Je nach Muster und Klarheit der Farben können Koi sehr hohe Preise erzielen.

Hikarimono und Ogon
Diese sehr beliebten Koi-Formen sind einfarbig und metallisch-glänzend. Hikarimono, die silbern bzw. goldgelb glänzen, nennt man Ogon. Besonders beeindruckend sind die Matsuba-Ogon, deren Körper durch abgesetzte Schuppenfärbung ein Pinienzapfen-Muster aufweist.

Asagi und Shusui
Asagi-Koi zeigen eine rote Farbe der Kopf- und Körperseiten, die an der Bauchunterseite in ein milchiges Weiß übergeht. In schönem Kontrast dazu steht die blau bis hellblaue Rückenfarbe, wobei jede Schuppe weiß umrandet ist und somit ein Netzmuster entsteht. Ist ein Agasi durch klare, beidseits der Rückenlinie verlaufende dunkelblaue Bänder gekennzeichnet, so bezeichnet man ihn als Shusui.

Kawarimono
Die Gruppe ist eigentlich ein sich ständig ausweitendes „Sammelsurium“ aller nichtmetallicfarbenen Koi – egal ob ein- oder mehrfarbig – die in keine andere Klassifizierung eingruppiert werden können. Typische Vertreter sind zum Beispiel die einfarbigen Kigoi (gelb), Chagoi (braun), Aka-Muji (rot) oder auch der fünffarbige Goshiki.

Taisho Sanke
Ein klassischer dreifarbiger Koi mit roten (Hi) und schwarzen (Sumi) Flecken auf reinweißem Körper. Wenige schwarze Streifen in der Beflossung sind wünschenswert.

Utsurimono
Utsurimono sind zweifarbig, wobei die Grundfarbe immer schwarz ist (auch am Kopf). Sie sind mit z.T. sehr großflächigen weißen (Shiro-Utsuri), roten (Hi-Utsuri) oder gelben (Ki-Utsuri) Flecken gezeichnet.

Kohaku
Eine klassische zweifarbige Zucht-Variante mit idealerweise reinweißem Körper und klar abgegrenzter roter Zeichnung in unterschiedlichen charakteristischen Ausprägungen. Ganz wichtig ist die Rotzeichnung auf dem Kopf. Bei den Tancho Kohakus ist ausschließlich diese einzelne, möglichst runde rote Markierung auf dem Kopf vorhanden, die an die Flagge Japans erinnert – rote Sonne auf weißem Grund. Eine sonst sehr beliebte rote Lippenzeichnung (Kuchibeni) wird in Japan eher gering geschätzt.

Haltung:

Ganz wie es sich für eine Majestät gehört, hat auch der Koi besondere Ansprüche an den Gartenteich – insbesondere an seine Größe. Ein Koi wächst, solange er lebt (etwa 50 Jahre!) und kann eine Länge von etwa 120 cm erreichen. Bei günstiger Lage reicht eine Wassertiefe von 100 bis 120 cm, in der Regel sind jedoch 150 bis 200 cm erforderlich, um die Koi im Teich überwintern lassen zu können. Damit sich die Tiere auch wohl fühlen, sollten sie immer in einer Gruppe gehalten werden, denn es handelt sich um sehr gesellige Tiere.

Haltung/Herkunft

aus langjähriger Erfahrung gut haltbar bis

T: 6-22°C

T:

pH: 6,5-8

pH:

Härte:

Härte:

Ernährung

Als Brut fressen Karpfen in Teichen zunächst Infusorien (Protozoen = einzellige Tiere) und Rädertierchen (Rotatorien), später ernähren sie sich vor allem von Wasserflöhen (Daphnien). Die Population der Wasserflöhe verringert sich unter dem Nahrungsdruck der Karpfen stark, so dass der Nahrungsbedarf der Fische im Sommer nicht mehr gedeckt wird. Ab 2 cm Länge nehmen junge Karpfen auch kleine Insektenlarven (vor allem rote Mückenlarven, Chironomidae) und Würmer (Tubificinae) vom Boden der Teiche auf. Deren Populationen können bei gut besetzten Teichen derart abnehmen, dass weniger als 1-2 g/m² übrig bleiben (nach Schreckenbach). Sowohl die Populationen der Wasserflöhe als auch die der Würmer und Insektenlarven können sich aufgrund des Nahrungsdruckes durch die Karpfen nicht mehr erholen. Insofern ist eine rechtzeitige Zufütterung mit Ersatzfuttern erforderlich, ansonsten kommt es vor allem im Sommer zu Wachstumsstörungen und Abnahme der Kondition der Tiere. Aufgrund ihres hohen Wachstums bei sommerlichen Wassertemperaturen können selbst geringe Dichten an Koi-Karpfen in Teichen die natürliche Nahrung so stark dezimieren, dass im Juli und August eine Zufütterung erforderlich wird. Die natürliche Nahrung setzt sich zu etwa 60 % aus Eiweiß, 30 % aus Fett und 28 % aus Chitin zusammen (bezogen auf das Trockengewicht).

Um die prächtige Farbgestaltung der Koi zu optimieren, bedarf es einer artgerechten Ernährung. Ein hoher Anteil an der Mikroalge Spirulina im Futter unterstützt die Farbsättigung und -intensivierung sowie die klare Farbtrennung der Farbzonen. Weiße Bereiche erscheinen strahlend ohne störenden Gelbstich. Spirulina besteht aus über 50 % Proteinen, enthält alle essenziellen Aminosäuren sowie viele ungesättigte Fettsäuren. Weiterhin enthält die Alge zahlreiche Vitamine und Mineralien. Farbfördernd, speziell für rote Bereiche, wirken die in großen Mengen enthaltenen Carotinoide.

Koi werden mit der Zeit handzahm
Koi werden mit der Zeit handzahm
kurz vor der Fütterung
kurz vor der Fütterung

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle
G. Höner GmbH & Co. KG
Tetra
JBL
Sera

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